Saison 2013/2014

Kreisliga Spreewaldkreis
Pl. Mannschaft Sp.  S U  N  Tore Diff. Pu.
 1. Alemannia Altdöbern 26 25 0  1 110:18 +92 75
 2. GW Gr.Beuchow 26 20 4  2  96 :28 +68 64
 3. FSV Gr.Leuthen/Gröd. 26 16 3  7  58 :36 +22 51
 4. 1.SV Lok Calau 26 13 6  7  63 :29 +34 45
 5. SG Gießmannsdorf 26 12 5  9  62 :48 +14 41
 6. SG Boblitz  26 11 6  9  63 :74  -11 39
 7. TSV Missen  26 10 7  9  52 :42 +10 37
 8. Eintr. Wittmannsdorf (N)  26  9 6 11  45 :68  -23 33
 9. TSG Lübbenau (A)  26  8 4 14  46 :60  -14 28
10. SV Calau 26  8 3 15  38 :61  -23 27
11. SV Wudritz Ragow (N) 26  6 7 13  44 :64  -20 25
12. RW Luckau II (N)  26  6 3 17  43 :78  -35 21
13. GW Lübben II  26  4 6 16  23 :62  -39 18
14. SV 1885 Golßen II 26  2 4 20  21 :96  -75 10

Torschützenliste
Pl. Name Mannschaft Tore
 1. Philipp Konrad GW Gr.Beuchow  28
 2. Sebastian Läser Alemannia Altdöbern  26
  Maik Becker Alemannia Altdöbern   26
 4. Andreas Jurischka SG Boblitz   17
  Kevin Schulz  SG Gießmannsdorf  17
  Dennis Halka SV Wudritz Ragow  17
 7. Stefan Müller GW Gr.Beuchow  16
 8. Jerome Handt TSV Missen  15
 9. Florian Franke  Alemannia Altdöbern  14
10. Christoph Vanecek GW Gr.Beuchow  13
  Ronny Zech GW Gr.Beuchow  13
  Christoph Lindner  1.SV Lok Calau  13

Spielerstatistik
Name Li-Sp Ein Aus Min Tore Vorlage G G-R Rot
Torsten Künzel 25 0 5 2098 5 3 5 0 0
Philipp Stolarski 23 5 8 1429 1 2 0 0 0
Frank Lehmann 22 0 3 1903 0 0 5 0 0
Enrico Hausmann 21 0 3 1805 8 3 11 1 0
Miro Witczak 21 1 5 1727 3 4 4 0 0
Sebastian Richter 20 9 5 1197 4 1 2 0 0
Robert Thoran 19 1 4 1591 4 8 2 0 0
Johannes Linner 18 1 0 1569 0 3 2 0 0
Dennis Gläske 18 0 5 1557 6 5 4 0 0
Martin Bräuer 18
1
1
1498
0
0
2
2
0
Maik Thonke 18 2 2 1444 0 0 2 0 0
Maik Druschke 18 0 2 1423 1 2 0 0 0
Tobias Michling 15 0 2 1259 3 4 1 0 0
Sven Bundesmann 15 3 3 1042 0 0 2 0 0
Matthias Richter 14 14 0 151 0 0 1 0 0
Toni Richter 8 3 3 540 0 0 2 0 0
Michael Scheppan 7 0 0 630 0 0 1 0 0
Christian Spiller 7
0 1 563
0 0 1 0 0
Andreas Schippan 7 1 1 546 0 0 0 0 0
Tom Schulz 7 5 1 284 0 0 0 0 0
Levin Kowalewicz 5 1 1 351 0 0 0 0 0
Robert Rotsch 5
2 1
306
1
0 0 0 0
Rene Rönnpagel 5
2 2 306
0 0
0
0 0
Thomas Schippan 3 3 0 127 0 0 0 0 0
Marco Kuba 3 2 0 119 0 0 0 0 0
Matthias Krzyzanek 3
2
1
94
0
0 0 0 0
Mike Stolarski 2 1 0 94 0 0 1 0 0



1.Spieltag: SG Gießmannsdorf – SV Calau 4:2 (1:1)

 

 

Niederlage im ersten Punktspiel

 

 

 

Zum Saisonauftakt reiste die SV Calau nach Gießmannsdorf zum Vorjahres sechsten der Kreisliga.

Das Spiel begann mit viel Tempo, der Gastgeber kam besser ins Spiel und hatte auch die erste Chance im Spiel. Calau versuchte es mit schnellem Kontern oder per Standards. Aus einem Freistoß ergab sich auch eine große Möglichkeit zur Führung. Torsten Künzel spielte perfekt auf den einlaufenden Dennis Glaeske und der vergab aus 5m. Gießmannsdorf drückte fortan immer mehr. Einen Kopfball nach einer Ecke parierte Torwart Christian Spiller bravourös. Wenig später brauchte Calau´s Schlussmann nicht eingreifen, als gleich 3 Spieler des Gastgebers allein auf´s Tor zu liefen und kläglich vergaben. In der 38. Minute dann das 1:0 durch Kevin Schulz der einen perfekt gespielten Angriff abschloss und die, zu diesem Zeitpunkt, verdiente Führung erzielte. Gießmannsdorf ließ nicht locker, scheiterte jedoch in der Folge noch zweimal an Christan Spiller. Die letzte Aktion in Halbzeit Eins brachte den Ausgleich. Ein Eckball von Miro Witczak fand Enrico Hausmann, der unhaltbar einnetzte.

Gießmannsdorf zeigte sich nach der Pause wenig geschockt vom Ausgleich, sie spielten weiter nach vorn. So musste Frank Lehmann für den geschlagenen Christian Spiller den Ball von der Linie kratzen. In Minute 52 bekam Gießmannsdorf einen Elfmeter zugesprochen, den Kapitän René Graßmann sicher verwandelte. Zehn Minuten danach viel der erneute Ausgleich. Stürmer Dennis Glaeske erkämpfte sich den Ball auf der rechten Angriffsseite, spielte das Leder in die Mitte, wo Jens Weichert unglücklich ins eigene Tor köpfte. Eine viertel Stunde vor dem Ende befand sich die Calauer Hintermannschaft im Tiefschlaf, was der Gastgeber zur 3:2 Führung nutzte. Die Heimmannschaft war in der Schlussphase dem 4:2 näher als Calau dem Ausgleich. So rettete zum einen Christian Spiller und zum anderen der Pfosten den knappen Rückstand. 3 Minuten vor dem Ende machte Gießmannsdorf den Sack zu und erzielte durch einem strammen Schuss aus 18m den 4:2 Endstand.

Am nächsten Spieltag steht das erste Heimspiel der Saison gegen GW Lübben II auf dem Programm.    

 

ts

 

SG Gießmannsdorf: 22 Tobias Schulz; 3 Philip Schulze, 5 Kevin Schulz (ab 83.min 12 Jan Döring), 6 Jens Weichert, 7 Ricardo Lehmann, 9 Kevin Utzt (ab 51.min 14 Michael Benesch), 10 Christian Sickora, 11 René Graßmann (C) (ab 80.min 4 Christian Kettner), 13 Manuel Schmidt, 15 Sebastian Blümel, 18 Thomas Grusenick

Trainer: René Graßmann

 

SV Calau: 1 Christian Spiller (C); 2 Maik Thonke, 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 7 Sven Bundesmann (ab 46.min 6 Matthias Richter), 8 Maik Druschke, 9 Dennis Glaeske, 10 Torsten Künzel, 11 Miro Witczak, 14 Sebastian Richter (ab 80.min 5 Rene Rönnpagel)

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 51

 

Schiedsrichter: Max Grasme

1. Assistent: Rico Grasme / 2. Assistent: Roberto Tandel

 

Tore: 1:0 Kevin Schulz (38.); 1:1 Enrico Hausmann (45.); 2:1 René Graßmann (53./FE); 2:2 Jens Weichert (62./ET); 3:2 Ricardo Lehmann (72.); 4:2 Michael Benesch (87.)


2.Spieltag: SV Calau – GW Lübben II 1:0 (0:0)

 

 

Sieg im ersten Heimspiel der Saison

 

 

 

Am Stadtfestsamstag empfing SV Calau die Reserve-Mannschaft von GW Lübben. Nach der Auftaktniederlage in Gießmannsdorf, wollte man einen Fehlstart unbedingt vermeiden.

Der Gast aus Lübben begann gefälliger und hatte mehr Spielanteile als die Schippan-Elf. So besaßen die Grün-Weißen auch die erste Chance durch einen Fernschuss, mit dem Torwart Christian Spiller wenig Mühe hatte. Kurz darauf schwächte sich Lübben selbst, als sich Sebastian Richter nach einem Foul und anschließendem Meckern die Ampelkarte abholte. Von da an bestimmte Calau die Partie immer mehr. Und kam durch Philipp Stolarski´s Schuss aus 14m zur ersten eignen Tormöglichkeit. Der Ball verfehlte das Tor nur knapp. Wie auch wenig später bei Torsten Künzel´s-Kopfball aus 5m. Noch vor der Pause stand Miro Witczak im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem feinen Pass von Philipp Stolarski kam Witczak in eine gute Schussposition, sein Torabschluss war jedoch zu unplatziert. So ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.

Auch im zweiten Abschnitt ging es meist in Richtung Gästetor. Nach 58 Minuten fiel dann das 1:0 durch Miro Witczak, einen 20m Schuss von Robert Thoran fälschte er unhaltbar ab. In der Folge hätte die Spielvereinigung den Sack zu machen müssen. So wurden reihenweise gute Einschussgelegenheiten ausgelassen. Darunter auch ein Schuss an den Querbalken, durch den eingewechselten Calauer Sebastian Richter. Man musste also bis zum Schluss zittern, da am Ende die Spreewaldstädter alles nach vorn warfen und noch zwei Mal gefährlich zum Abschluss kamen. Beide Male war SV-Keeper Christan Spiller zur Stelle und hielt die drei Punkte fest.

Da man es versäumte das Spiel mit dem zweiten Tor zu entscheiden, hätte man sich nicht beschweren brauchen, wenn man den sicher geglaubten Sieg noch verschenkt hätte.

In der kommenden Woche reist man zum Landesklasse-Absteiger aus Lübbenau und sollte dort nicht so verschwenderisch mit seinen Chancen umgehen.

ts

 

SV Calau: 1 Christian Spiller (C); 2 Maik Thonke, 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann,  8 Maik Druschke, 9 Dennis Glaeske, 10 Torsten Künzel (ab 83.min 15 Tom Schulz), 11 Miro Witczak (ab 87.min 6 Matthias Richter), 14 Robert Thoran, 16 Tobias Michling, 17 Philipp Stolarski (ab 74.min Sebastian Richter)

Trainer: Thomas Schippan

 

GW Lübben II: 1 Henry Löwa; 4 Andreas Kozur (C), 5 Rene Schwarz, 6 Maximilian Sattler, 10 Miroslav Veselov, 11 Stefan Jurrack, 12 Florian Mietusch (ab 83.min Steven Neumann), 13 Patrick Bindernagel, 15 Sebastian Richter, 16 Felix Päch (ab 87.min Robert Walter), 18 Steven Lehniger

Trainer: Roland Zacharias 

 

Zuschauer: 38

 

Schiedsrichter: Uwe Andryszak

1. Assistent: Mario Becker / 2. Assistent: Gerhard Deckwer

 

Tor: 1:0 Miro Witczak (58.)

 

Gelb/Rot: 20. Sebastian Richter (GW Lübben II) 


3.Spieltag: TSG Lübbenau – SV Calau 2:0 (1:0)

 

Calau hadert mit Chancenverwertung

 

Nach dem Heimerfolg der Vorwoche gegen GW Lübben II wollte man auch gegen bis dato punktlosen Landesklasse-Absteiger aus Lübbenau punkten.

Dem Gastgeber war eine gewisse Verunsicherung zu Beginn der Partie anzumerken, was sicher mit den beiden Auftaktniederlagen zu tun hatte. Dies nutze SV auch gleich zu zwei guten Chancen. Nach einem Eckball konnte Torsten Künzel zwar auf das Tor köpfen, jedoch war der Ball leichte Beute für TSG-Keeper Pätzold. Auch in der nächsten Szene stand der TSG-Schlussmann im Mittelpunkt. Er klärte einen Angriff weit vor seinem Gehäuse genau vor die Füße von René Rönnpagel, dieser schoss gedankenschnell aus gut 25m und verfehlte das Tor nur knapp. Auch der Gastgeber kam nach 18 Minuten zum ersten Torabschluss, mit einem Lupfer wollte man Christan Spiller überwinden, dieser behielt die Nerven und parierte  problemlos. Dann hämmerte Maik Druschke das Leder an den Querbalken der Spreewaldtstädter, voraus gegangen war ein Eckstoss von Miro Witczak. Mitte der ersten Hälfe verletzte sich Torsteher Christian Spiller und konnte das Spiel nicht mehr fortsetzen. Für ihn ging Trainer Thomas Schippan zwischen die Pfosten. Beide Teams neutralisierten sich nun und als alle dachten es geht torlos in die Kabine, nutze die Heimelf einen Abwehrfehler eiskalt aus und ging 1:0 in Führung.

SV wollte nach dem Wiederanpfiff unbedingt den Ausgleich, so nutze Dennis Glaeske eine Unstimmigkeit in der Hintermannschaft, um allein Richtung Tor zu starten und den Ball neben das Gehäuse zu setzten. Auch Maik Druschke fehlte wenig später die Präzision, als er sich bis zur Grundlinie durchtankte und sein Querpass auf Miro Witczak abgefangen wurde.

In der Folge waren die Gastgeber immer mehr am Drücker. Sie versuchten immer wieder mit Distanzschüssen zum Erfolg zu kommen. In der Schlussphase schwächten sich die Lübbenauer noch einmal selbst, als Steffen Jahn mit Gelb-Rot vom Feld musste. Calau warf nun alles nach vorn und fing sich in der Nachspielzeit das zweite Gegentor ein.

Mit einer besseren Chancenverwertung wäre ein Punktgewinn in Lübbenau auf jeden Fall möglich gewesen. Als nächsten Gegner empfängt SV Calau den Kreisoberliga-Anwärter Lok Calau.         

 

ts

 

TSG Lübbenau: 33 Stefan Pätzold; 3 Marcel Pschipsch (C), 6 Max Grasme, 7 Sebastian Weidemann, 8 Paul Schlorf, 9 Sven Jankowiak, 10 Ergün Caglayan, 11 Alexander Gierga (ab 90.min 12 Enrico Lobsch), 13 Hannes Müller, 15 Steffen Jahn, 17 Denny Weigmann ( ab 67.min 14 Stefan Penschke)

Trainer: Roland Reichelt

 

SV Calau: 1 Christian Spiller (C) (ab 24.min 7 Thomas Schippan); 3 Frank Lehmann, Enrico Hausmann, 5 René Rönnpagel (ab 77.min 6 Matthias Richter), 8 Maik Druschke, 9 Dennis Glaeske, 10 Torsten Künzel, 11 Miro Witczak, 14 Robert Thoran, 16 Tobias Michling, 17 Philipp Stolarski

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 61 

 

Schiedsrichter: Günter Jammasch

1. Assistent: Gino Tandel / 2. Assistent: Stefan Mahro

 

Tore: 1:0 Alexander Gierga (44.); 2:0 Sebastian Weidemann (90.+1)

 

Gelb/Rot: 86. Steffen Jahn (Lübbenau)


4.Spieltag: SV Calau - 1. SV Lok Calau 0:2 (0:0)

 

Offensive zu harmlos - Verdiente Niederlage im Derby

 

 

Fast schon traditionell zu einem frühen Zeitpunkt der Saison standen sich der ersten Mannschaften der SVC und Lok Calau gegenüber. 168 Zuschauer wollten sich das Ortsderby nicht entgehen lassen und sahen in den Gästen einen verdienten Sieger. Den Schwarz-weißen gelang es somit wieder nicht, einen Heimsieg gegen die Eisenbahner einzufahren - der letzte Erfolg auf heimischen Boden datiert aus der Aufstiegssaison 2005/06 (5:3). 

 

Während dem SVC mit drei Punkten aus drei Spielen ein durchschnittlicher Start in die neue Spielzeit gelang, standen die ambitionierten Gäste mit Null Punkten und Null Toren bereits mit dem Rücken zur Wand. Aufgrund der Ergebnisse der vergangenen Derbys konnte man aber auch an diesem Nachmittag nicht mit einem Torfestival rechnen.

Personell musste Thomas Schippan zwei Veränderungen gegenüber der Vorwoche vornehmen. Da mit Christian Spiller (verletzt) und Tobias Michling (Urlaub) beide etatmäßigen Torhüter ersetzt werden mussten, rückte Torsten Künzel vom Sturm zwischen die Pfosten. Darüber hinaus kehrten Martin Bräuer und Maik Thonke zurück, wodurch man wieder zum 4-4-2 zurückkehren konnte.

Die Konsequenz aus diesem System war, dass man den Fokus zunächst auf die Defensive legte. Lok übernahm erwartungsgemäßg die Inititive und versuchte mit Kurzpassspiel Torchancen zu kreieren. Allerdings war ihnen anzumerken, dass auch sie noch keine Sicherheit im eigenen Spiel hatten.

So mussten die Zuschauer bis zur 18. Minute warten, ehe sich eine erste vielversprechende Chance ergab. Christoph Lindner bekam auf der rechten Außenbahn den Ball, nahm Tempo auf, umkurvte Frank Lehmann und kam im Strafraum zum Abschluss. Sein Versuch aus recht spitzen Winkel strich aber über das Tor.

Bei der nächsten Gelegenheit konnte sich Torsten Künzel im Tor auszeichnen. Eine Hereingabe von der linken Seite erreichte Martin Winkler im Strafraum, der frei vor Torsten Künzel vieles richtig machte, aber am stark reagierenden Schlussmann scheiterte, der auch sonst seinen Job sehr souverän erledigte.

Bis zum Pausepfiff blieben die Gäste weiterhin überlegen, konnten sich aber keine weiteren, hochkarätigen Möglichkeiten erarbeiten. Und auch die Angriffsbemühungen des SVC sind schnell erzählt: da Miro Witczak und Dennis Gläske  zu selten von ihren Mitspielern in Szene gesetzt wurden und sie oftmals auf sich allein gestellt waren, hatte die Hintermannschaft der Eisenbahner nur wenig Mühe und Robert Radnick im Tor blieb nahezu beschäftigungslos.

Dieses Bild sollte sich mit fortschreitender Zeit im zweiten Durchgang jedoch ändern. Lok fand offensiv nun noch weniger Mittel, um die Viererkette der Heimelf ernsthaft in Gefahr zu bringen. Lediglich zwei Distanzschüsse von Markus Weise, bei denen Torsten Künzel jedoch nicht eingreifen musste, finden Erwähnung.
Das Zutrauen des SVC in die eigene Offensive stieg kontinuierlich, weil auch die Kräfte der Gäste allmählich nachließen. Allerdings sei zu erwähnen, dass aus trotz der mutigeren Spielweise keine Torgelegenheit erspielt wurde, die als ernsthafte Chance bezeichnet werden kann.

Die Entscheidung in diesem Derby fiel binnen vier Minuten. Zunächst verloren die Schwarz-weißen den Ball in der Vorwärtsbewegung. Mirko Richter eroberte sich die Kugel, setzte sich gut durch und bediente Loks Torjäger Martin Winkler, der in dieser Siuation allein vor dem Tor sicher einschob (77.).

Nur kurze Zeit später war ein Eckstoß der Ausgangspunkt für das 0:2. Die Hereingabe konnte zwar per Kopf geklärt werden, fiel aber Christian Fischer am 16ner vor die Füße. Mit viel Risiko nahm dieser den abgewehrten Ball direkt und versenkte sehenswert im Kasten (81.).

Das Spiel war von dort an entschieden. Lok bekam noch einmal die zweite Luft und hatte nun zwei weitere hochkarätige Chancen, das Ergebnis auszubauen. Aber sowohl Martin Winkler, als auch Jonas Richter vergaben ihre Gelegenheiten aus kurzer Distanz fahrlässig.
Erwähnt sei aber, dass auch Dennis Glaeske noch eine aussichtsreiche Möglichkeit hatte, den Ehrentreffer zu erzielen. Sein Versuch aus rund 11 Metern fand jedoch nur den Weg vorbei am kurzen Pfosten.

Dementsprechend blieb es beim verdienten 2:0-Erfolg für die Gäste, die über den gesamten Spielverlauf die besseren Torchancen hatten und vor allem defensiv zu überzeugen wussten.
Für die "Turbinen" heißt es nun, im nächsten Heimspiel gegen Boblitz offensiv wieder stärker zu überzeugen. Zuvor steht die 1. Runde des Krombacher Kreispokals auf dem Plan. Auch dort heißt der Gegner Boblitz, allerdings muss man auswärts versuchen, die nächste Runde zu erreichen. 

 

ms

 

SV Calau: 1 Torsten Künzel (C); 2 Maik Thonke, 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann (ab 82.Min 15 Tom Schulz), 5 Martin Bräuer, 7 René Rönnpagel (ab 73.min 16 Matthias Richter), 8 Maik Druschke, 9 Dennis Glaeske, 11 Miro Witczak, 14 Robert Thoran, 17 Philipp Stolarski (ab 51.Min 13 Sebastian Richter)

Trainer: Thomas Schippan

 

Lok Calau: 1 Robert Radnick; 2 Daniel Steinert, 5 Matthias Haberland, 6 Enrico Radnick, 7 Mirko Richter, 9 Martin Winkler (ab 89.Min 3 Andreas Liebegall), 10 Mario Hößler, 11 Christian Fischer (C), 12 Philipp Schreiber, 13 Markus Weise (ab 77.Min 17 Jonas Richter), 16 Christoph Lindner (ab 71.Min 15 Felix Peschmann)

Trainer: Thomas Strangfeld  

 

Zuschauer: 168

 

Schiedsrichter: Benjamin Kaiser

1. Assistent: Kai Hoffmann // 2. Assistent: Günter Jammasch

 

Tore: 0:1 Martin Winkler (77.); 0:2 Christian Fischer (81.)


5. Spieltag: SV Calau - SV Boblitz 1:6 (1:1)

Arbeitsverweigerung in Hälfte zwei bringt Heimklatsche

 


Mit dem SV Boblitz gastierte am Wochenende eine Mannschaft in der Ziegelstraße, die vom Leistungsstand her ähnlich wie der SVC einzuordnen war. Dies zeigte auch die Pokalpartie der Vorwoche, in der man sich knapp mit 5:4 durchsetzen konnte. 

Gegenüber des Pokalauftrittes musste Thomas Schippan seine Mannschaft erneut auf einigen Positionen umstellen. Mit Christian Spiller, Martin Bräuer und Tobias Michling kehrten drei wichtige Akteure zurück ins Team, doch die Ausfälle von Spielgestalter Maik Druschke, den beiden Verteidigern Frank Lehmann und Maik Thonke sowie Torjäger Dennis Glaeske schmerzten. Letzterer avancierte in der Vorwoche mit drei Treffern zum entscheidenen Mann.

Diese vielen Umstellungen machten sich in der Anfangsphase zunächst nicht bemerkbar. Durch engagiertes Auftreten kontrollierte man die Begegnung und stand auch defensiv solide.

Nach elf Minuten konnte die Überlegenheit zur 1:0-Führung umgemünzt werden. Miro Witczak, der an diesem Tag auf für ihn ungewohnter Position im zentralen Mittelfeld agierte, spielte einen feinen Pass auf den in die Tiefe starteten Torsten Künzel. Ein Boblitzer Verteidiger konnte das Zuspiel nicht mehr abfangen und so schob Torsten Künzel den Ball überlegt zur Führung ein.

 

Wenige Momente später kamen die Gäste zum ersten Mal gefährlich vor das Gehäuse von Christian Spiller, der den Schuss jedoch gut parieren konnte.
Das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Schwarz-weißen das Geschehen weiterhin im Griff hatten und selbst Möglichkeiten besaßen, einen weiteren Treffer zu erzielen. 

 

So traf Martin Bräuer in der 16. Minute nur den Pfosten, nachdem Steven Maßnigk einen Freistoß von Torsten Künzel nicht festhalten konnte. 
Und auch der Versuch von Robert Rotsch, nachdem dieser von linken Seite in aussichtsreicher Position zum Abschluss kam, fand nicht den Weg ins Tor (39.).

 

Einen weiteren Treffer sahen die 43 Zuschauer aber doch noch vor dem Seitenwechsel. Der agile Andreas Jurischka wurde auf der rechten Seite gut freigespielt und markierte mit einem Flachschuss den zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Ausgleich für seine Farben, mit dem es in die Pause ging (41.).

Von diesem 1:1 schienen die Calauer auch noch nach dem Wechsel geschockt zu sein, anders lässt sich die Leistung der Mannschaft in der zweiten Spielhälfte nicht erklären. 
Nicht einmal 120 Sekunden waren gespielt, da trafen die Boblitzer zum 1:2. Ausgangspunkt war ein Freistoß von der linken Seite, der in der 5-Meter-Raum geschlagen wurde. Da Christian Spiller auf der Linie blieb und Marco Richter allenfalls Geleitschutz bekam, hatte er wenig Probleme, aus kurzer Distanz einzunetzen.

Wiederum nur wenige Aktionen später stand es auch schon 1:3. Im Anschluss an einen Angriff über die linke Seite spielten die Boblitzer den Ball in den Strafraum. Die eigentlich harmlose Hereingabe konnte von Martin Bräuer nicht abgefangen werden und somit hatte Andreas Jurischka nur wenig Mühe, zu seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag abzuschließen (52.).

 

Der kollektive Tiefschlaf führte nach knapp einer Stunde auch schon zur Vorentscheidung. Wiederum tauchte ein Gäste-Angreifer frei vor Christian Spiller auf, der den ersten Schuss noch stark parieren konnte. Der Abpraller landete allerdings vor den Füßen von Christoph Roske, der sicher zum 1:4 einschob (59.).

Kurz nach diesem vierten Treffer hatte Enrico Hausmann die erste Chance für sein Team im zweiten Abschnitt. Sein gut getretener Freistoß von der Strafraumgrenze wurde aber ebenso gut von Steven Maßnigk entschärft (60.).

Dies war jedoch kein Weckruf, um nochmal eine Schlussoffensive zu starten, denn auch in der Folge waren die Bolitzer dem fünften Treffer näher, als der SVC dem Anschluss. So konnte Marco Gerlach beispielsweise leicht durch das Mittelfeld spazieren und einen strammen Schuss aus rund 20 Metern auf die Reise schicken, der an die Querlatte klatschte (73.). 

 

Ein Doppelschlag innerhalb einer Minute besiegelte die endgültige Entscheidung in diesem Spiel. Symptomatisch für das Auftreten im zweiten Abschnitt pennte Tom Schulz bei einem schnell ausgeführten Freistoß, der David Philipp den Weg auf das Tor der Calauer ebnete. Ohne Probleme konnte dieser das 1:5 erzielen (76.).

Es vergingen nur wenige Augenblicke nach dem Anstoß, da tauchte ein Gäste-Angreifer wieder frei vor dem Gehäuse auf. Wie beim 1:3 konnte Kapitän Christian Spiller den ersten Versuch noch gut entschärfen, doch erneut Christoph Roske versenkte den Abpraller problemlos und machte das halbe Dutzend voll.

 

Nicht unerwähnt bleiben soll die letzte Chance der Partie, die der eingewechselte Andreas Schippan für die Heimelf besaß. Nach einem krassen Abwehrfehler schaffte er es jedoch nicht, den Schlussmann der Gäste zu überwinden.

So blieb es nach 90 Minuten beim mehr als ernüchternden 1:6 gegen einen Gegner, der sicher nicht übermächtig agierte. Das kollektive Versagen im zweiten Abschnitt erinnerte stark an die Leistung vor fast einem Jahr, als man ebenfalls gegen den SV Boblitz trotz Führung mit 1:7 unter die Räder kam.

Hinzu kam noch, dass die Verletztenliste auch nach diesem Spiel wieder länger wurde, da Sebastian Richter Mitte der ersten Hälfte und Sven Bundesmann nach 75 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten. 

 

ms

 

SV Calau: 1 Christian Spiller (C); 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 7 Sven Bundesmann (ab 75.min 16 Andreas Schippan), 9 Tobias Michling, 10 Torsten Künzel, 11 Miro Witczak, 13 Sebastian Richter (ab 33.min 6 Rene Rönnpagel), 14 Tom Schulz, 15 Robert Rotsch, 17 Philipp Stolarski

Trainer: Thomas Schippan

 

SG Boblitz: 72 Steven Maßnigk; 3 Alexander Hoschke, 6 Andreas Jurischka, 7 Maximilian Lehmann (ab 85.min 22 Toni Krüger), 8 David Philipp (C), 9 Marco Gerlach, 10 Christoph Roske, 12 Johannes Klein (ab 86.min 20 Jens Piesker), 14 Patrick Herrmann (ab 75.min 5 Andy Pfeiffer), 16 Marco Richter, 19 Maik Wehlan

Trainer: Klaus Muschter

 

Zuschauer: 43

 

Schiedsrichter: Günter Jammasch

1. Assistent: Friedhelm Wegner / 2. Assistent: Sascha Zell

 

Tore: 1:0 Torsten Künzel (11.); 1:1 und 1:3 Andreas Jurischka (41. und 52.); 1:2 Marco Richter (47.); 1:4 und 1:6 Christoph Roske (59. und 77.); 1:5 David Philipp (76.)


6. Spieltag: SV Calau – Wudritz Ragow 1:4 (1:0)

 

Nächste deutliche Heimniederlage

 

Torwart Tobias Michling war in diesem Spiel noch einer der Besten.
Torwart Tobias Michling war in diesem Spiel noch einer der Besten.

Nach dem Heimdebakel gegen den SV Boblitz hatte der SVC den Aufsteiger aus Ragow zum dritten Liga-Heimspiel in Folge zu Gast. Die Ragower hatten mit vier Punkten aus vier Spielen einen ordentlichen Start für einen Aufsteiger hingelegt und rangierten in der Tabelle einen Punkt vor den Calauern.

Auch im Vorfeld dieser Partie musste Thomas Schippan wieder einige Umstellungen vornehmen. Eine davon war der Abwesenheit von Keeper Christian Spiller geschuldet, für den Angreifer Tobias Michling zwischen die Pfosten rückte und somit bereits der fünfte verschiedene Keeper in der noch jungen Saison ist. Um es vorweg zu nehmen: er sollte eine starke Partie zwischen den Pfosten abliefern.
Positiv zu erwähnen ist auch das Comeback von Johannes Linner, der Anfang der zweiten Hälfte eingewechselt wurde und einen soliden Part spielte.

 

Der Beginn der Partie verlief für die Heimelf ähnlich positiv wie in der Vorwoche. Mit der ersten wirklichen Torchance erzielte Dennis Glaeske das 1:0. Einen Eckstoß von der rechten Seite bekamen die Ragower nicht geklärt, wodurch Calau's Angreifer den Ball aus kurzer Distanz kraftvoll im Tor unterbringen konnte.

 

Der Aufsteiger zeigte sich von diesem frühen Gegentreffer allerdings wenig geschockt und suchte von dort an mutig den Weg nach vorne. Mit ansehnlichem Fußball erspielte man sich Chance um Chance. Vor allem über ihre rechte Offensivseite oder nach ruhendem Ball kamen sie fast im Minutentakt zu guten Einschussmöglichkeiten.

 

Noch in der Anfangsphase setzte sich ein Angreifer der Ragower mit einer Einzelaktion gut durch, schloss aber knapp am langen Pfosten vorbei. Auch beim Kopfball nach einem Eckball, der über das Gehäuse ging und bei einer starken Rettungsaktion von Tobias Michling im Eins-gegen-Eins musste die Heimelf tief durchatmen.

Ragow spulte im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs weiter ein enormes Pensum ab und kam insbesondere durch Standardsituationen zu einer Vielzahl an Torchancen.
So geschehen beispielsweise in der 23. Minute, als eine eigentlich schwach getretene Ecke von Enrico Hausmann nicht geklärt werden konnte und der Abschluss aus kurzer Distanz über den Querbalken gejagt wurde.

 

Nur weitere vier Minuten später zappelte der Ball schließlich im Netz. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde flach auf das Tor gezogen. Der einlaufende Ragower Stürmer ging zum Ball und ließ diesen geschickt passieren, wodurch Calaus Torhüter entscheidend irritiert wurde. Zum Unverständnis der Gästefans entschied der Linienrichter jedoch auf Abseits. So hatte die Führung weiter Bestand.

 

Bei der nächsten Gelegenheit der Gäste musste Tobias Michling wieder entscheidend eingreifen, um den Ausgleich zu verhindern. Im Anschluss an einen Freistoß wurde der Hereingabe gut per Kopf verlängert, doch mit letztem Einsatz wurde der Ball noch an die Latte gelenkt (35.).

In Minute 41 machten sich die Calauer das Leben wieder selber schwer. Ein Eckball konnte geklärt werden, doch anstatt den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern, setzte Miro Witczak im eigenen Strafraum zum Fummeln an und verlor das Spielgerät. Bedanken konnte er sich in dieser Situation wieder bei seinem Schlussmann, der den halbhohen Abschluss noch aus der Ecke holen konnte.

 

Das sollte es bis zur Pause aber immernoch nicht gewesen sein. Binnen weniger Augenblicke rettete Enrico Hausmann zunächst einen Schuss auf der Linie. Da das Leder aber wieder nicht entscheidend geklärt werden konnte, musste Tobias Michling erneut seine Klasse unter Beweis stellen und seinem Team mit einer Fußabwehr die knappe und sehr glückliche Führung in die Halbzeit retten.

 

Abgesehen von einem Fernschuss in der 45. Minute, der von Maik Druschke abgegeben wurde, konnten keine weiteren ernsthaften Torgelegenheiten der SVC notiert werden.

 

Mit Beginn der zweiten Hälfte stabilisierte sich die Mannschaft um Kapitän Torsten Künzel und konnte das Spiel zunächts offener gestalten. Abgesehen von einer Schusschance aus kurzer Distanz wirkte der Abwehrverbund nun sicherer (51.) und man kam selbst zu einer guten Chance. Eine Hereingabe von Johannes Linner köpfte Miro Witczak in die Maschen, doch der Treffer fand aufgrund eines Foulspiels von Dennis Glaeske keine Anerkennung.

 

Mitte der zweiten Hälfte musste man dennoch den Ausgleich kassieren. Einmal mehr sorgte eine Standardsituation für Durcheinander. Dieses Mal segelte ein Einwurf(!) an Freund und Feind vorbei bis in den 5-Meter-Raum und fand Paul Voß, der den Ball gut verarbeitete und aus wenigen Metern versenkte (67.).

 

Dieser Treffer gab den Wudritzern wieder mehr Auftrieb und es dauerte nur weitere fünf Minuten, bis sie das Spiel endgültig drehen konnten. Eine Flanke von der rechten Seite wurde in den Strafraum geschlagen und vom Stürmer auf Robert Neumann abgelegt. In aussichtsreicher Position, zentral vor dem Kasten, setzte er das Leder platziert neben den Pfosten zum 1:2.

 

Wie in der Vorwoche warteten die Anhänger der Schwarz-weißen vergebens auf eine Schlussoffensive ihres Teams, da die Ragower weiter am Drücker blieben. Allerdings dauerte es bis zur 89. Minute, ehe sie den Deckel auf dieses Spiel drauf machten.
Der eingewechselte Matthias Richter verlor den Ball an der Außenlinie und konnte seinen Gegenspieler auf dem Weg Richtung Tor nicht mehr einholen. Der Gäste-Angreifer bewies in dieser Situation viel Übersicht, spielte den Ball quer und David Hergesell hatte wenig Mühe zum 1:3 zu vollenden.

 

Den Schlusspunkt in dieser Partie setzten die Gäste mit einem ruhenden Ball in der Nachspielzeit. Den ersten Versuch per Kopf konnte von Tobias Michling noch abgewehrt werden, doch beim Abpraller war nur Paul Voß aufmerksam und schoss zum Endstand von 1:4 ein (90.+1).

Damit ging auch das zweite Heimspiel innerhalb einer Woche trotz früher Führung mächtig in die Hose. Am kommenden kommt es zum Aufeinandertreffen mit dem zweiten Aufsteiger, RW Luckau II. Dies ist für beide Mannschaften ein ganz wichtiges Spiel im Kampf um dringend benötigte Punkte.

 

ms

 

SV Calau: 1 Tobias Michling; 2 Sven Bundesmann (ab 52.min 7 Johannes Linner), 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 6 Rene Rönnpagel, 8 Maik Druschke, 9 Dennis Glaeske, 10 Torsten Künzel (C), 11 Miro Witczak (ab 87.min 3 Mike Stolarski), 14 Tom Schulz (ab 76.min 15 Matthias Richter), 17 Philipp Stolarski

Trainer: Thomas Schippan

 

Wudritz Ragow: 1 Steffen Tätzel; 2 Jan Mücke, 3 Sebastian Reinhardt, 4 Robert Neumann, 5 Matthias Philipp (C), 6 Patrick Marx, 7 Christian Sommer, 8 Dominik Wicha, 10 Paul Voß, 12 Emanuel Drewes (ab 52.min 11 Martin Neitzke), 15 David Hergesell

Trainer: Gerd Wagner

 

Zuschauer: 49

 

Schiedsrichter: Herbert Rumposch

1. Assistent: Daniel Käge / 2. Assistent: Heiko Klauck

 

Tore: 1:0 Dennis Glaeske (5.); 1:1 und 1:4 Paul Voß (67. und 90.+1); 1:2 Robert Neumann (72.); 1:3 David Hergesell (89.)


7. Spieltag: RW Luckau II - SV Calau 3:2 (3:0)

 

Gute Moral nicht belohnt

 

 

Nach sechs absolvierten Partien konnte man bei der Begegnung zwischen den Calauern und RW Luckau II bereits von einem Duell zweier momentaner Abstiegskandidaten sprechen. Beide Mannschaften gingen in den meisten Spielen der noch jungen Saison als Verlierer vom Platz. Die Luckauer konnten allerdings am vergangenen Sonntag ein überraschendes 3:3 beim Titelanwärter Groß Beuchow verbuchen.

 

Während die Gastgeber fast aus dem vollen Schöpfen konnten, verfügte Thomas Schippan einmal mehr über eine nur dünn besetzte Bank. Immerhin kehrten neben Christian Spiller und Sebastian Richter auch die verletzten Michael Scheppan, Frank Lehmann und Johannes Linner zurück in die erste Elf.

 

Das Niveau der Begegnung bewegte sich im ersten Abschnitt über weite Strecken auf einem Level, dass die Tabellenplatzierungen beider Teams wiederspiegelt. 
Die Berstestädter waren zwar um Spielkontrollt bemüht und konnten optische Vorteile verbuchen, doch die meisten Angriffsbemühungen wurden vom größtenteils sicher agierenden Abwehrverbund der Calauer vereitelt.

Besser machte es der SVC allerdings auch nicht. Ein Distanzschuss von Miro Witczak, der knapp über das Tor segelte, war noch die beste Chance im ersten Durchgang. Ansonsten spielte sich das Geschehen über weite Strecken zwischen den Strafräumen ab. 

 

Umso erstaunlicher ist es, dass die Luckauer dennoch mit einem deutlichen Vorsprung in die Pause gehen konnten, da sich der SVC zwischen der 38. und 45. Minute ein kollektive Auszeit nahm, die vom Aufsteiger eiskalt genutzt wurde.

 

Den Anfang machte ein schnell ausgeführter Freistoß auf der linken Seite, wodurch ein Luckauer den Ball unbedrängt in die Mitte Flanken konnte. Da Libero Frank Lehmann den Ball nicht abfangen konnte, erreichte die Hereingabe Robert Noack. Sein Schuss aus rund acht Metern wurde noch zwei Mal abgefälscht und fand so den Weg ins Tor (38.).

Die beiden nächsten Treffer resultierten aus zwei Standardsituationen, die die Probleme der Calauer beim ruhenden Ball einmal mehr offenbarten. Zunächst fand ein Eckstoß von der rechten Seite den Kopf von Robert Noack, der zu seinem zweiten Treffer einnetzen konnte (43.).

 

Ausgangspunkt des 3:0 war eine Ecke von der linken Seite. Christian Spiller konnten den Ball zwar mit einer Faust aus dem Strafraum befördern, doch das Spielgerät landete direkt vor den Füßen von Pierre Lehmann. Mit vollem Risiko nahm Luckaus Mittelfeldmann den Ball direkt und das Leder flog durch den dicht besiedelten Strafraum hindurch ins Tor (45.).
So ging man in einer weitgehend ausgeglichenen Hälfte mit drei Toren Rückstand in die Kabine.

 

Mit viel Wut im Bauch und dem Vorhaben, unabhängig vom Ausgang des Spieles, noch einmal alles versuchen zu wollen, startete der SVC in den zweiten Abschnitt. 

Die nun deutlich verbesserte Einstellung zum Spiel wurde bereits nach knapp fünf Minuten im zweiten Durchgang belohnt - allerdings unter großer Mithilfe eines heimischen Verteidigers. Dennis Glaeske brachte eine Flanke von der rechten Seite ins Sturmzentrum. Doch ehe der Ball seinen Mitspieler am langen Pfosten erreichen konnte, brachte Denny Klinkmüller die Hereingabe in perfekter Stürmermanier mit der Hacke über seinen Kopf und zur Überraschung seines Schlussmanns im eigenen Tor unter. Nur noch 3:1 (50.)!

Leider musste Dennis Glaeske wenige Minuten später verletzungsbedingt ausscheiden. Bereits Mitte der ersten Hälfte knickte er nach einem Kopfball unglücklich um und konnte das Spiel nur deutlich gehandicapt fortsetzen. Nach einem Tritt auf das lädierte Sprunggelenk war für ihn endgültig Schluss und Tom Schulz ersetzte ihn.

 

Dieser schnelle Anschlusstreffer gab den Mannen von Thomas Schippan weiter Auftrieb. In der Folge zeigte die Mannschaft endlich wieder eine couragierte Leistung und übernahm klar die Initiative, auch weil der Aufsteiger zusehens nervös wurde.

 

In der 64. Minute besaß Miro Witczak die große Chance, den Abstand weiter zu verkürzen. Tobias Michling setzte sich am rechten Flügel energisch durch und sah seinen Mitspieler am langen Pfosten. Die Flanke erreichte auch Miro Witczak, doch bei seinem Versuch per Flugkopfball erwischte er das Leder nicht richtig.

 

Eine Viertelstunde vor dem Ende machte sich die Umstellung von Enrico Hausmann bezahlt, der vom linken Flügel ins Sturmzentrum beordert wurde. Einen zu lang getimten Pass, der für Rene Mehlhose eigentlich sichere Beute sein sollte, setzte er gut nach. Der Luckauer Keeper konnte den Ball daraufhin nicht festhalten und verlor ihn an Enrico Hausmann. Beim Versuch, seinen Fehler wieder wett zu machen, agierte er zu ungestüm und brachte den Calauer zu Fall. Ein klarer Elfmeter.

Torsten Künzel übernahm Verantwortung und versenkte den Strafstoß souverän im linken unteren Eck (75.).


Nun bekamen die Zuschauer eine packende Schlussphase zu sehen. Wenige Momente nach dem 3:2 hätte der Aufsteiger beinahe wieder den alten Abstand hergestellt. Frei vor Christian Spiller auftauchend entschied sich der Angreifer aber für einen Querpass, der von einem Verteidiger der Gäste aus der Gefahrenzone geklärt werden konnte.

Im Gegenzug die große Ausglichsmöglichkeit für Enrico Hausmann. Wieder ging es über die rechte Angreifsseite, von wo eine Flanke Calaus Nummer vier erreichte. Sein erster Abschluss fand nur den Weg an den Innenpfosten und beim Abpraller schaffte er es nicht, das Spielgerät auf Tobias Michling quer zu legen.

 

In Minute 79 setzte sich Miro Witczak mit vollem Einsatz gegen gleich drei Gegenspieler im Strafraum durch und spielte den Ball von der Grundlinie quer in den Sechzehner. Über Umwege gelangte Sebastian Richter vor dem nahezu leeren Tor an den Ball, bekam aber nicht genug Druck hinter den Schuss, weshalb er in höchster Not entschärft werden konnte.

 

Aber auch die Heimelf kam zwangsläufig zu Torchancen, da sich zweitweise bis zu acht SV-Spieler in der gegnerischen Hälfte befanden. So konnte ein Angreifer von der Mittellinie zum Sololauf ansetzen und hatte nur noch Christian Spiller vor sich, den er mit einem Lupfer überwand. Einige Luckauer Anhänger bejubelten schon die Entscheidung, doch der Heber trudelte nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei (82.).

 

In den verbleibenden Minuten wollte man natürlich mit aller Macht noch den Ausgleich erzielen, doch die schwindenen Kräfte machten sich nun deutlich bemerkbar. So gab es nur noch eine weitere Chance im Spiel, die allerdings der Aufsteiger besaß. In der Nachspielzeit bekam ein Stürmer den Ball nach einem Konter vor dem leeren Tor serviert, doch anstatt zum vierten Treffer einzuschieben, fabrizierte er eine Bogenlampe, die Christian Spiller doch noch entschärfen konnte.

Dementsprechend feierte die zweite Vertretung von RW Luckau einen knappen Heimerfolg, der nach aussichtsreicher Führung jedoch arg in Gefahr geriet. Die SVC steht nun im fünften Ligaspiel in Serie mit leeren Händen da und bleibt weiter im Tabellenkeller. Die zweite Halbzeit sollte aber hoffentlich Mut für die kommenden Aufgaben machen. 

ms

 

RW Luckau II: 1 Rene Mehlhose; 3 Marian Bernacki (ab 72.min 7 Karsten Tzscciesche), 4 Jakob Richter (C), 5 Robert Noack (ab 84.min 16 Patrick Handrischk), 6 Ronny Laurenat, 9 Denny Klinkmüller, 10 Tim Kranz, 11 Matthias Zeilke, 12 Pierre Lehmann, 13 David Molks (ab 67.min 15 Oliver Trautmann), 14 Alexander Frenzel

Trainer: Thomas Schwittek

 

SV Calau: 1 Christian Spiller (C); 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 6 Michael Scheppan, 7 Johannes Linner, 9 Dennis Glaeske (ab 55.min 14 Tom Schulz), 10 Torsten Künzel, 11 Miro Witczak, 13 Sebastian Richter, 15 Tobias Michling

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 25

 

Schiedsrichter: Jens Rumpelt

1. Assistent: Sascha Zell / 2. Assistent: Heiko Klauck

 

Tore: 1:0 und 2:0 Robert Noack (38. und 43.); 3:0 Pierre Lehmann (45.); 3:1 Denny Klinkmüller (50./ET); 3:2 Torsten Künzel (75./FE)


8. Spieltag: Alemannia Altdöbern - SV Calau 8:2 (2:2)

 

Zwei Halbzeiten - zwei Gesichter

 

 

Mit dem Vorhaben an die gute zweite Hälfte vom Luckau-Spiel anzuknüpfen reiste die Erste am Samstag zum Vorjahreszweiten nach Altdöbern, die in der vergangenen Woche eine schmerzhafte 1:3-Niederlage im Topspiel gegen Beuchow kassierten.
Mit fünf Liga-Niederlagen in Serie war das Selbstvertrauen der Calauer allerdings auch nicht übermäßig ausgeprägt.

 

Die sonst nur wenig rotierenden Alemannen mussten an diesem Spieltag auf einige Stammkräfte verzichten, die unter anderem durch den ein oder anderen Akteur aus der Reserve aufgefüllt wurden. Außerdem streifte sich der etatmäßige Torhüter Steffen Blaske ein Feldspielertrikot über und stürmte an der Seite von Sebastian Läser. 


Auf Seiten des SVC musste schon gewohnterweise die Startelf zur Vorwoche durch Absagen und Rückkehrer auf einigen Positionen verändert werden. Maik Druschke, Robert Thoran und Philipp Stolarski tauchten anstelle von Michael Scheppan (Urlaub), Dennis Glaeske (Verletzung) und Enrico Hausmann (Sperre) auf dem Spielberichtsbogen auf.

 

Die Anfangsphase verlief recht unspektakulär. Altdöbern war natürlich um Spielkontrollte bemüht, doch die Schwarz-weißen hielten gut dagegen und konnten das Spiel offen gestalten.

 

Zum wiederholten Male in dieser Saison konnte man bereits in der Anfangsviertelstunde den Führungstreffer bejubeln. Einen Eckball konnte die Hintermannschaft der Alemannen nicht entscheiden klären, wodurch Miro Witczak am Strafraum zum Abschluss kam. Der Ball schlug unter die Latte ein - das 0:1 nach 14 Minuten.

 

Aber genauso oft, wie man die frühe Führung erzielen konnte, kassierte man früher oder später den Ausgleich. An diesem Tag dauerte es rund fünf Minuten, ehe die Gastgeber ausgleichen konnten. 
Maik Druschke wurde im Mittelfeld hart angegangen, was durchaus mit einem Freistoß geahndet hätte werden müssen. So machten die Gastgeber das Spiel schnell und spielten einen präzisen Pass in die Spitze auf Steffen Blaske, der aus rund elf Metern sicher einschob (19.).

 

Wiederrum nur fünf Minuten hatten die Calauer die passende Antwort auf diesen Gegentreffer parat. Robert Thoran wurde auf der rechten Außenbahn geschickt und brachte den Ball von der Grundlinie hart vor das Tor. Torsten Künzel erkannte die Situation am schnellsten und versenkte das Spielgerät am kurzen Pfosten zur erneuten Führung. (24.).

 

In den weiteren 20 Minuten bis zur Halbzeit erhöhte der Titelaspirant den Druck kontinuierlich, um nicht mit einem Rückstand die Seiten zu wechseln. Doch bis auf wenige echte Torgelegenheiten machte der SVC ihnen das Leben schwer.

Ein Missverständnis in der 40. Minute führte aber doch noch zum 2:2, nachdem man eine Minute zuvor durch einen Lattenkopfball noch das Glück auf seiner Seite hatte. Bei einem Vorstoß über die rechte Angriffsseite schafften die Gastgeber eine Überzahlsituation, wodurch Sebastian Läser den Ball ungestört in die Mitte flanken konnte. Christian Spiller ging, ebenso wie Teamkollege Tobias Michling zum Ball, ohne jedoch ein klares Signal zu senden. Letzterer verlängerte die Flanke unglücklich, Steffen Blaske bedankte sich und schob ohne Probleme ins leere Tor ein. 

 

Trotz des erneuten Ausgleiches zeigte die Mannschaft von Thomas Schippan eine couragierte Leistung und ging etwas überraschend mit einem 2:2 in die Kabine. 

 

Der gute Eindruck der ersten 45 Minuten konnte leider nicht bestätigt werden. Keine 120 Sekunden nach dem Wiederanpfiff ging der SSV das erste Mal an diesem Nachmittag in Führung.

Sie verlagerten das Spiel gut auf die rechte Seite, wo Steffen Blaske Sebastian Läser mit einem schönen Zuspiel in Szene. In gewohnt abgeklärter Manier vollendete Läser zum 3:2 (47.).

 

Die große Möglichkeit zum Ausgleich besaß Miro Witczak bereits in der 49. Minute. Einen Schuss aus rund 18 Metern konnte Oliver Rex mit den Fingerspitzen an die Latte lenken. Da kein Angreifer des SVC dem Abpraller nachsetzte, konnte die Situation endgültig von einem Verteidiger entschärft werden.

 

Leider sollte dies die letzte ernsthafte Offensivaktion der Gäste bleiben. Bis zur 61. Minute stemmte man sich noch gegen die drohende Niederlage, doch mit dem 4:2 durch Sebastian Läser verlor man den Glauben und ergab sich seinem Schicksal. 

 

Wie bei den drei Treffern zuvor kamen die Alemannen über ihre rechte Angriffsseite zum Torerfolg. Die Hereingabe erreichte Läser im Sturmzentrum, der den Ball annehmen konnte, seinen Gegenspieler abschüllte und Christian Spiller umkurvte. Aus nicht ganz einfacher Position vollendete er technisch anspruchsvoll zur Vorentscheidung.

 

Bereits in der 63. Minute erhöhte SSV-Kapitän Franz Schiementz auf 5:2. Er bekam den Ball vor dem Strafraum mit einem Querpass und schoss platziert ins linkere untere Eck.

 

Der nächste Treffer für das Heimteam ging wieder auf das Konto ihres Top-Torjägers. Philipp Stolarski schien die Sitaution an der Grundlinie bereinigt zu haben, verlor den Ball aber an seinen Gegenspieler. Die Hereingabe fand den in der Mitte unbewachten Läser, der per Kopf sein drittes Tor an diesem Nachmittag erzielte (70.).

 

Der Aufstiegsaspirant spielte weiter stark auf und verspührte weiter Torhunger, sah sich aber auch nur noch wenig Gegenwehr gegenüber.
Zu allem Überfluss half, wie beim 2:2, auch der Unparteiische mit. Tobias Michling eroberte sich das Leder gegen seinen Gegenspieler und wurde anschließend klar umgestoßen. Der Pfiff blieb allerdings aus, wodurch Steven Lubitz auf rechts ungehindert marschieren konnte. Er erkannte die Situation und bediente Florian Franke, dessen platzierter Schuss das 7:2 bedeutete (77.).

 

Der letzte Treffer blieb erneut Sebastian Läser vorbehalten, der wiederrum von einem individuellen Fehler profitierte. Einer guten Balleroberung von Martin Bräuer nahe der Eckfahne folgte der sofortige Ballverlust. Wie Slalomstangen ließ Altdöberns Nummer 6 seine Gegenspieler stehen und schoss zum achten Treffer ein, der auch der Schlusspartie dieser Partie sein sollte.

 

Erneut lieferte die Mannschaft von Thomas Schippan eine gute Halbzeit ab, verspielte sich im zweiten Abschnitt aber sämtliche Chancen auf ein positives Resultat. Dieses Phänomen ist charakteristisch für einige Spiele in dieser Saison und reicht am Ende natürlich nicht, um etwas Zählbares einzufahren.

 

In der kommenden Woche ruht der Ligabetrieb, da das Achtelfinale des Kreispokals ansteht. Für die Calauer geht es am Samstag um 14 Uhr nach Golßen, wo man dem Team aus der Landesklasse Mitte gegenüber steht.

ms

 

Alemannia Altdöbern: 1 Oliver Rex; 3 Steven Lubitz, 5 Andreas Lobstein (ab 83.min 19 Ben Zozmann), 6 Sebastian Läser, 7 Franz Schiementz (C), 8 Oliver Hager, 10 Florian Franke (ab 81.min 4 Denny Gimm), 11 Mirko Buder, 17 Thomas Lachmann, 18 Steffen Blaske (ab 75.min 14 Jonny Jones Tschirnhorsky), 20 Henrik Kaleve

Trainer: Norbert Krüger 

 

SV Calau: 1 Christian Spiller (C); 2 Philipp Stolarski, 3 Frank Lehmann, 5 Martin Bräuer, 7 Johannes Linner, 8 Maik Druschke, 10 Torsten Künzel (ab 41.min 4 Tom Schulz), 11 Miro Witczak, 13 Sebastian Richter, 14 Robert Thoran, 15 Tobias Michling

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 65

 

Schiedsrichter: Marcel Quiel

1. Assistent: Daniel Kläge / 2. Assistent: Carsten Jenchen

 

Tore: 0:1 Miro Witczak (12.); 1:1 und 2:2 Steffen Blaske (19. und 40.); 1:2 Torsten Künzel (24.); 3:2, 4:2, 6:2 und 8:2 Sebastian Läser (47., 61., 70. und 85.); 5:2 Franz Schiementz (63.); 7:2 Florian Franke (77.)


9. Spieltag: SG GW Groß Beuchow - SV Calau 2:0 (2:0)

 

Dem Favoriten gut Paroli geboten

 

 

Die Auftritte des SVC in Groß Beuchow waren in den vergangenen Jahren stets hart umkämpft und beide Mannschaften lieferten sich nicht selten Duelle, bei denen die Schiedsrichter auf beiden Seiten fleißig Karten verteilten.
Doch um dem Spiel vorweg zu greifen - an diesem Sonntag lieferten sich beide Mannschaften einen fairen Kampf, bei dem der souveräne Schiedsrichter mit einer einzigen gelben Karte auskam.

 

Die Rollenverteilung vor dem Spiel war klar: Beuchow rüstete im Sommer kräftig auf und stand mit sieben Siegen und einem Unentschieden an der Tabellenspitze. Die Calauer rangierten nach den Samstagspielen am Tabellenende.
Allerdings sendete die Mannschaft im Achtelfinale des Pokals ein Lebenszeichen und siegte überraschend bei Landesklassevertreter 1885 Golßen 1:0.

 

Die Siegerelf wurde bzw. musste auf zwei Positionen verändert werden. Für Johannes Linner rückte Maik Druschke ins zentrale Mittelfeld und Philipp Stolarski nahm zunächst auf der Bank Platz. Für ihn stürmte Robert Rotsch.
Außerdem veränderte Thomas Schippan das System, um der Offensivpower der Beuchower entgegenzutreten. Mit einem 4-3-3 sollte der Gegner weit vom eigenen Tor weggehalten werden und nach Möglichkeit sollten auch offensiv Akzente gesetzt werden.

 

Diese taktische Marschroute hatte zunächst Erfolg. Beuchow suchte natürlich von der ersten Minute an den direkten Weg nach vorne, fand aber in der Anfangsphase kein Weg durch die sicheren Reihen der Gäste.

 

Erst in der 17. Minute gab es den ersten Aufreger. Stefan Müller hatte viel Platz im Mittelfeld und setzte einen strammen Schuss aus der Distanz an den Querbalken. Von dort aus sprang der Ball zurück ins Feld und Christoph Vanecek drückte den Ball per Kopf über die Linie. Allerdings setzte er sich in dieser Situation nur durch einen Schubser gegen Sven Bundesmann durch, wodurch der Treffer zurecht keine Anerkennung fand.

 

Drei Minuten später kombinierten sich die Gastgeber sehenswert durch das Mittelfeld. Philipp Konrad zog aus mehr als 20 Metern ab, setzte den Schuss aber knapp neben den rechten Pfosten. 

 

In der 24. Minute gab es auch für die Calauer die erste gute Chance. Nach einem Abschlag von Torsten Künzel verlängerte Sebastian Richter gut in den Lauf von Tobias Michling, dessen Schuss aus halbrechter Position nur denkbar knapp am linken, oberen Winkel vorbei strich. 

 

In der 29. Minute war die Heimelf wieder am Zug und konnte die 1:0-Führung erzielen. Nach einem Doppelpass setzte Stefan Müller zum Sololauf an und konnte von keinem Calauer vom Ball getrennt werden. Sein eher schwacher Schuss aus rund 14 Metern kam flach auf das Tor von Torsten Künzel, der den Ball in Manier eines Feldspielers mit dem Fuß stoppen wollte. Leider ging der Versuch schief und der Schuss trudelte unter seinem Fuß durch ins Tor.

 

Nur weitere sechs Zeigerumdrehungen später traf Marco Köllner zum 2:0 für seine Mannschaft. Erneut gewährten ihm die Calauer zu viel Platz im Mittelfeld. Sein strammer Versuch aus der zweiten Reihe wurde noch leicht abgefälscht und schlug unhaltbar im linken unteren Eck ein.

 

Die letzten fünf Minuten vor dem Wechsel gehörten dann den Gästen, die in dieser Phase gute Möglichkeiten hatten den wichtigen Anschlusstreffer zu erzielen.

Den Anfang machte ein Pass von Maik Druschke in die Spitze, der zunächst nicht den aufgerückten Martin Bräuer erreichte. Da ein Beuchower Verteidiger das Zuspiel nicht entscheidend klären konnte und Martin Bräuer einen Schritt schneller als Romano Steinberg am Ball war, hatte er die große Chance zum 2:1. Leider befand er sich in keiner guten Position zum leeren Tor und suchte den Pass in die Mitte, wodurch die Gastgeber klären konnten (40.).

 

Nur wenige Augenblicke später kam Miro Witczak zentral vor dem Strafraum an den Ball und suchte den Abschluss. Romano Steinberg konnte den halbhohen Schuss aber sicher zur Seite abwehren. 

 

Die beste Gelegenheit besaß schließlich Sebastian Richter in der 43. Minute. Einen Ballgewinn im Mittelfeld verwertete Miro Witczak schnell und schickte ihn von der Mittellinie an auf die Reise. Da er von seinem Gegenspieler nicht mehr eingefangen werden konnte marschierte er von der rechten Seite alleine in Richtung Beuchower Tor. Sein Abschluss aus kurzer Distanz fand jedoch nur den Weg in das Fangnetz. Zwei seiner Mitspieler warteten im Strafraum vergebens auf einen Querpass. 

 

Auch der erneute Distanzschuss von Miro Witczak aus 18 Metern, der von Tobias Michling und Sebastian Richter eingeleitet wurde, führte nicht zum erhofften Anschluss und konnte am 2:0-Halbzeitresultat nichts mehr ändern.

 

Beide Teams kamen engagiert aus den Kabinen, konnten sich aber zunächst keine Möglichkeiten erspielen. Die SG hatte weiterhin optische Vorteile zu verbuchen, bissen sich aber oft die Zähne an der Viererkette der Calauer aus, die an diesem Nachmittag einen guten Job erledigte.

 

Die ersten nennenswerten Chancen im zweiten Durchgang besaßen wieder die Turbinen. Zunächst setzte Enrico Hausmann einen Freistoß knapp neben das Tor (55.) und auch eine Minute später konnte Romano Steinberg dem Schuss von Maik Druschke, der ebenfalls knapp am Tor vorbei ging, nur noch hinterher schauen. Der Calauer hatte das Spielgerät vorher technisch fein an- und mitgenommen.

 

Ein Treffer für den SVC hätte in dieser Phase sicher noch einmal für deutliche Spannung unter den 92 Zuschauern gesorgt, doch in der Folge legten die Gastgeber wieder einen Gang zu und hatten das Geschehen bis zum Abpiff wieder unter Kontrolle. 

 

In Minute 68 besaß Ronny Zech die Gelegenheit für die endgültige Vorentscheidung zu sorgen. Eine hohe Hereingabe, die stark einer Bogenlampe ähnelte, nahm Beuchows Nummer 11 per Kopf, setzte das Leder aber knapp neben den Kasten.

 

Bis zur nächsten Torraumszene dauerte es bis in die Schlussphase, da sich beide Teams mit fortgeschrittener Spieldauer mit dem Ergebnis abfanden. 
Nach einem Doppelpass zwischen Philipp Konrad und Stefan Müller tauchte Letzterer in bester Position vor Torsten Künzel auf. Dieser behielt aber die Nerven und konnte den zentralen Schuss abwehren.

 

Nach 92 Minuten pfiff Wilfried Fechner die Begegnung ab, die den Beuchowern weitere, insgesamt verdiente drei Punkte in dieser Saison bescherrte. Die Turbinen konnten in der Liga erneut nichts Zählbares erringen, doch sollte man diese Leistung in den kommenden Wochen bestätigen, kommen auch wieder die Erfolgserlebnisse.

 

ms

 

GW Groß Beuchow: 1 Romano Steinberg; 2 Norman Leschke, 7 Philipp Konrad, 8 Dino Pschipsch (C), 9 Mario Mersiovsky, 10 Maik Patorek, 11 Ronny Zech (ab 76.min 12 Oliver Roth), 13 Marco Köllner, 15 Stefan Müller, 17 Christoph Vanecek (ab 46.min 21 Andre Brosda), 19 Maik Deckart (ab 70.min 5 Marcel Turk)

Trainer: Jörg Dehlan

 

SV Calau: 1 Torsten Künzel (C); 2 Robert Thoran, 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 8 Maik Druschke, 9 Miro Witczak (ab 80.min 16 Matthias Richter), 10 Sven Bundesmann, 11 Robert Rotsch (ab 75.min 6 Tom Schulz), 13 Sebastian Richter (ab 65.min 7 Philipp Stolarski), 15 Tobias Michling

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 92

 

Schiedsrichter: Wilfried Fechner

1. Assistent: Riko Grasme/ 2. Assistent: Sascha Zell

 

Tore: 1:0 Stefan Müller (29.); 2:0 Marco Köllner (35.)


10. Spieltag: SV Calau - Eintracht Wittmannsdorf 5:1 (1:0)

 

Auftwärtstrend mit deutlichem Heimsieg bestätigt

 

Der zweifache Torschütze Sebastian Richter.
Der zweifache Torschütze Sebastian Richter.

 

Das letzte Duell mit den Wittmannsdorfern datiert aus der Saison 2009/10. Damals siegte man auf heimischem Boden mit 1:0 und die Eintracht verabschiedete sich in die 1. Kreisklasse.
Seit dem Wiederaufstieg vor dieser Saison präsentierten sich die Gäste als guter Aufsteiger und konnten bereits 13 Punkte sammeln, allesamt allerdings in  der heimischen Parkarena.

 

Nach den beiden Auftritten in Golßen und Groß Beuchow hatte Thomas Schippan nur wenig Grund, seine Mannschaft umzustellen. Allerdings fiel Verteidiger Frank Lehmann kurzfristig aus, für den Andreas Schippan in die erste Elf rückte. Er nahm den Platz zwischen den Pfosten ein, wodurch Torsten Künzel den Libero-Posten bekleidete.

 

Ähnlich wie in den letzten beiden Heimspielen gegen Boblitz und Ragow starteten die Calauer schwungvoll in die Partie und besaßen bereits in der Anfangsphase einige gute Möglichkeiten auf den ersten Treffer.

Den Auftakt machte Enrico Hausmann mit einem Kopfball, als er nach einem Freistoß von Robert Thoran im Strafraum unbedrängt zum Abschluss kam. Er ließ die Chance aber leichtfertig verstreichen (3.).

 

Weiter ging es mit einer Möglichkeit für Robert Rotsch, der von Maik Druschke mit einem langen Ball bedient wurde. Aus kurzer Distanz verfehlte er zunächst den Ball und auch im zweiten Versuch konnte er das Leder nicht im Tor unterbringen, da ein Gäste-Verteidiger vor der Linie für seinen schon geschlagenen Schlussmann klären konnte (5.).

 

Initiator der nächsten Gelegenheit war wieder Maik Druschke. Nach Balleroberung schaltete er schnell um und schickte den an der Mittellinie lauernden Sebastian Richter auf den Weg zum Tor. Da Calaus 13er deutliche Schnelligkeitsvorteile gegenüber seinem Gegenspieler hatte, sah er nur noch Keeper Silvio Müller vor sich. Sein Lupfer auf Höhe des Strafraumes segelte jedoch rechts am Tor vorbei (9.).

 

Die überfällige Führung fiel schließlich weitere vier Minuten später. Robert Thoran erkämpfte sich die Kugel im Mittelfeld und konnte auch von drei Verteidigern nicht gestoppt werden. Enrico Hausmann startete auf dem rechten Flügel Richtung Gehäuse und wurde prompt von Robert Thoran bedient. Mit einem trockenen Schuss ins lange Eck erzielte er das verdiente 1:0. Es war sein zweiter Treffer in dieser Spielzeit.

 

Der Aufsteiger trat bis zu diesem Zeitpunkt offensiv noch gar nicht in Erscheinung und auch die „Turbinen“ schalteten nach diesem Treffer erst einmal einen Gang zurück.
So dauerte es bis zur 27. Minute, ehe sich eine Mannschaft wieder ernsthaft dem Tor näherte, in diesem Fall wieder das Heimteam. Robert Thoran setzte Tobias Michling auf dem linken Flügel gut in Szene und der Angreifer des SVC hatte freie Fahrt auf Silvio Müller. Leider wollte er es in dieser Situation mit einem Schlenzer etwas zu schön machen und setzte den Ball über den Querbalken.

 

 

In Minute 33 besaß der Passgeber selbst seine erste gute Möglichkeit. Erneut konnte er von seinem Gegenspieler nicht aufgehalten werden und startete an der linken Außenbahn zum Solo. Vor dem Tor angekommen fehlte aber die Präzision und sein Versuch trudelte am langen Pfosten vorbei.

 

Trotz der überlegenen Spielweise geriet die Führung vor der Pause noch arg in Gefahr. Nach einem Ballverlust von Miro Witczak kam die Eintracht gefährlich in Tornähe. Martin Bräuer ging in einem Zweikampf zu Boden und bekam das Spielgerät an die Hand, was den Unparteiischen Marcello Jochim dazu veranlasste, auf den Punkt zu zeigen. Andreas Schippan bewahrte sich und seine Mannschaft aber vor dem Ausgleich, weil er den eigentlich präzise getreten Strafstoß bravourös parierte (40.).

 

Auch bei der letzten Chance im ersten Durchgang konnte sich die Nummer 1 der Heimmannschaft auszeichnen und einen Distanzschuss parieren. Der anschließende Kopfball in aussichtsreicher Position verfehlte das Tor, hätte aber aufgrund einer Abseitsstellung keine Anerkennung gefunden (45.).

 

Die Eintracht nahm den Schwung dieser kurzen Schlussoffensive mit in den zweiten Abschnitt und investierte nun deutlich mehr in ihre Angriffsbemühungen.
In der 48. Minute setzte Jeff Ruben zum Alleingang an und konnte von drei Verteidigern des Gastgebers nicht gestoppt werden. Seinen zu zentralen Abschluss bereinigte Andreas Schippan mit einer Faustabwehr.

 

Als das Spiel auf der Kippe zu stehen schien, sorgten sechs starke Minute des SVC für die Entscheidung an diesem Nachmittag.
Den Auftakt zu dieser Phase, in der alles zu klappen schien, machte Sebastian Richter mit dem 2:0 in der 57. Minute. Er leitete seinen Treffer selber ein, als er einen Abschlag auf Maik Druschke weiter leitete. Der Calauer Spielgestalter sah Tobias Michling starten und setzte ihn gut in Szene. Mit einem Querpass bediente Tobias Michling seinen Sturmpartner im Zentrum, der die Vorlage sicher versenkte.

 

Fast eine Kopie dieses Treffers führte keine zwei Minuten später zum 3:0. Dieses Mal schickte Miro Witczak Robert Thoran auf die Reise, der den Ball von der linken Seite in den Strafraum brachte. Wieder tauchte Sebastian Richter frei im Fünfmeterraum auf und hatte erneut keine Probleme zu seinem zweiten Tor an diesem Nachmittag zu vollenden.

 

Es ging weiter Schlag auf Schlag. Das 4:0, und damit die endgültige Entscheidung, ging auf das Konto von Tobias Michling. Sebastian Richter nahm Enrico Hausmann auf dem rechten Flügel mit, dessen Flanke Maik Druschke am kurzen Pfosten erreichte. Der Lupfer des Calauers verfehlte noch das Tor, doch am langen Pfosten lauerte Tobias Michling, der aus kürzester Entfernung keine Mühe mehr hatte (63.).

 

Wiederrum nur wenige Augenblicke hatte der Aufsteiger Glück, dass Sebastian Richter nicht seinen dritten Treffer an diesem Nachmittag markierte. Der Versuch des Angreifers aus dem Stand fand aber nur den Weg an den Pfosten.

 

Trotz dieses deutlichen Rückstandes ergaben sich die Gäste nicht ihrem Schicksal und wollten zu mindestens den Ehrentreffer. So entwickelte sich bis zum Abpfiff ein munteres Spiel für die Zuschauer, weil beide Mannschaften weiter Lust am Offensivfußball gefunden hatten.

 

Für die Wittmannsdorfer besaßen Christian Günther und Patrick Kaatsch aussichtsreiche Chancen auf ein freundlicheres Ergebnis (68. und 69.), für die Schwarz-weißen vergab Maik Druschke eine hundertprozentige Gelegenheit auf den fünften Treffer (77.).

 

Zwischenzeitlich musste die Mannschaft von Thomas Schippan aber doch noch einen Wehrmutstropfen verkraften. Nach einem Ziehen an der rechten Außenbahn kassierte Martin Bräuer seine zweite Gelbe Karte und wurde vorzeitig zum Duschen geschickt (74.). Er fehlt somit am kommenden Wochenende beim Duell gegen den FSV Groß Leuthen/Gröditsch.

 

Trotz dieser Unterzahl gelang es der Heimelf noch ein weiteres Tor nachzulegen. Zum zweiten Mal an diesem Tag avancierte Tobias Michling zum Vorlagengeber. Mit viel Übersicht flankte er von der rechten Seite in den Strafraum, wo Robert Rotsch schneller am Ball war als der heraus stürmende Silvio Müller und so zu seinem ersten Tor in der Kreisliga vollenden konnte (86.).
Kurz zuvor scheiterten die Gäste mit einem strammen Distanzschuss am Innenpfosten.

 

In der sehr üppigen Nachspielzeit von fünf Minuten gelang der Eintracht aber schließlich doch noch der Ehrentreffer. Einen Freistoß an der linken Außenbahn zirkelte Christian Günther vorbei an Freund und Feind in die Maschen. In dieser letzten Szene verletzte sich außerdem der Wittmannsdorfer Stephan Lindow, dem wir auf diesem Wege eine schnelle Genesung übermitteln.

 

Dieser kleine Schönheitsfehler in der letzten Aktion trübte nicht die Freude der Hausherren über den deutlichen Sieg, der vielleicht etwas zu hoch ausfiel. Die guten Leistungen der vergangenen Wochen wurden nun endlich wieder mit Punkten in der Liga belohnt. Einen höheren Sieg feierte der SVC zuletzt vor fast auf den Tag genau zwei Jahren beim 5:0 in Kaden/Duben.
Fünf Heimtreffer sahen die Zuschauer an der Ziegelstraße zuletzt in der Meistersaison 2005/06, als man Lok Calau mit 5:3 besiegte.

ms

 

 SV Calau: 1 Andreas Schippan; 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 6 Miro Witczak (ab 63.min 2 Marko Kuba), 7 Sven Bundesmann, 8 Maik Druschke (ab 85.min 3 Matthias Richter), 10 Torsten Künzel (C), 13 Sebastian Richter (ab 78.min 16 Philipp Stolarski), 14 Robert Thoran, 15 Tobias Michling

Trainer: Thomas Schippan

 

Eintracht Wittmannsdorf: 1 Silvio Müller; 2 Stefan Kienitz, 3 Patrick Kaatsch, 4 Sebastian Blank (ab 16.min 14 Marcus Archut), 5 Stephan Lindow, 6 Marcel Neumann, 7 Steven Jänicke (ab 75.min 12 Matthias Wollenberg), 8 Christopher Geike, 9 Chris Schmidtchen, 10 Christian Günther (C), 11 Jeff Ruben (ab 60.min 13 Thomas Schulz)
Trainer: Thomas Schulz

 

Zuschauer: 38

 

Schiedsrichter: Marcello Jochim

1. Assistent: Riko Grasme/ 2. Assistent: Jens Rumpelt

 

Tore: 1:0 Enrico Hausmann (13.); 2:0 und 3:0 Sebastian Richter (57. und 59.); 4:0 Tobias Michling (63.); 5:0 Robert Rotsch (85.); 5:1 Christian Günther (90.+3)

 

Gelb/Rot: 74. Martin Bräuer (SV Calau) 

 

besondere Vorkommnisse: Andreas Schippan hält Foulelfmeter (40.)


11.Spieltag: SV Calau – FSV Gr. Leuthen/Gröditsch 1:3 (0:2)

 

Calau unterliegt Gr.Leuthen/Gröditsch

 

 

 

 

Nach dem klaren Heimerfolg in der Vorwoche gegen Eintracht Wittmannsdorf kam an diesem Spieltag mit dem Tabellendritten ein anderes Kaliber in die Schusterstadt. Gegen Gr.Leuthen/Gröditsch wollte man nahtlos an die guten Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen. Allerdings musste man die Startformation, wie schon gewohnt, mächtig umstellen. Für Druschke, Hausmann, Rotsch und Bräuer rückten Lehmann, Linner, Philipp Stolarski sowie Routinier Mike Stolarski ins Team.

 

Der Favorit aus Gr. Leuthen riss das Spiel sofort an sich und spielte ballsicher nach vorne, ohne jedoch wirklich gefährlich vor das Schippan-Gehäuse zu kommen. Calau hingegen lauerte auf sich bietende Konterchancen. Bei einer solchen scheiterte Stürmer Miro Witczak am Querbalken. Die Doppeldörfler konnten oft nur mit einem Foulspiel vom Ball getrennt werden und so kam es zu zahlreichen gefährlichen Freistößen. Einer von diesen wurde in der 27. Minute zum 0:1 genutzt. Der einlaufende Kevin Menze konnte das Spielgerät völlig unbedrängt auf das Gehäuse köpfen, wo SV-Keeper Andreas Schippan nicht mehr entscheidend klären konnte.Auch dem 0:2 ging ein Standard voraus, diesmal traf Torjäger Pascal Weisbach per Kopf nach einem Eckball. Die letzte Chance in Hälfte eins war dem Gastgeber vorbehalten. Nach einem Eckball fand Tobias Michling mit seinem Flachschuss in Gäste-Keeper Kevin Sieber seinen Meister.

Die Spielvereinigung kam mit dem Willen aus der Kabine sich gegen die drohende Niederlage zu wehren. Es waren gerade mal 3 Minuten in Abschnitt zwei gespielt, als Leuthen´s Torsteher Kevin Stieber einen Freistoß von Tobias Michling nur abprallen ließ und Miro Witczak gedankenschnell das Anschlusstor erzielte. Beflügelt durch den Treffer spielte SV nun weiter mutig nach vorne und störte die Gäste früh beim Spielaufbau. So erspielte man sich nun gute Möglichkeiten. Eine von diesen hatte Philipp Stolarski, der von Witczak super bedient wurde und aus spitzem Winkel am Keeper scheiterte. Das Spiel drehte sich nach der Pause völlig, Calau hatte die besseren Torchancen und der Gast kam zu gefährlichen Kontern. Der Unterschied war nur die Chancenverwertung: das Heimteam ließ ein ums andere Mal gute Möglichkeiten liegen und auf der Gegenseite schloss Leuthen/Gröditsch einen Konter eiskalt zur Vorentscheidung ab. Kevin Menze traf in Minute 75 zum 1:3. In der letzten Viertelstunde warf Calau alles nach vorn und kam auch mit S. Richter und Witczak noch einmal zu guten Einschussmöglichkeiten. Beide Abwehrreihen ließen aber keine weiteren Treffer zu.

So blieb es bei dem Auswärtssieg des Meisterschaftsanwärters aus Gr.Leuthen/Gröditsch.

 

ts

 

SV Calau: 16 Andreas Schippan; 2 Sven Bundesmann, 3 Frank Lehmann (ab 52.min Maik Thonke), 4 Mike Stolarski, 7 Johannes Linner, 9 Miro Witczak, 10 Torsten Künzel (C), 13 Sebastian Richter, 14 Robert Thoran, 15 Tobias Michling, 17 Philipp Stolarski

Trainer: Thomas Schippan

 

FSV Gr.Leuthen/Gröditsch: 1 Kevin Sieber; 3 Christoph Wolling, 5 Rene Kopsch (ab 76.min Marko Cusig), 6 Kevin Menze, 7 Silvio Lehmann, 8 Sebastian Milke, 9 Pascal Weißbach (C), 10 Ingo Selbitz, 11 Holger Henke, 13 Stefan Feldner (ab 85.min Piere Rasch), 15 Stephan Greschke

Trainer: Frank Boywitt

 

Zuschauer: 36

 

Schiedsrichter: Mike Guttke

1. Assistent: Kevin Sieber / 2. Assistent: Sebastian Richter

 

Tore: 0:1 Kevin Menze (27.); 0:2 Pascal Weisbach (36.); 1:2 Miro Witczak (48.); 1:3 Kevin Menze (75.)


12. Spieltag: SV 1885 Golßen - SV Calau 1:4 (1:4)

 

Souveräner Sieg im "6-Punkte-Spiel"

 

 

Positive Erinnerungen ruft der letzte Auftritt in Golßen hervor. Vor fünf Wochen siegte man an gleicher Stelle gegen die erste Mannschaft überraschend mit 1:0 und zog damit ins Viertelfinale des Pokales ein.

 

An diesem Sonntag stand man der zweiten Mannschaft der 1885er gegenüber, die sich noch sieglos am Tabellenende befanden. Da auch die Calauer bis dato nur zwei Punkte mehr als die Heimelf auf dem Konto hatten, war die Partie ein echtes Kellerduell.

 

Zum ersten Mal in dieser Saison stand Thomas Schippan ein 15-Mann starker Kader zur Verfügung, der ihm deutlich mehr Möglichkeiten bei der Aufstellung gab, als in vielen Spielen zuvor.
Doch auch der Kontrahent konnte eine schlagfertige Elf auf den Rasen schicken. Da die erste Mannschaft an diesem Wochenende spielfrei hatte, fanden sich mit Richard Willimzik, Sebastian Korb und Marcus Schlichting drei Spieler in der Anfangsformation, die sonst eine Liga höher ihre Schuhe schnüren.

 

Marcus Schlichting war es auch vorbehalten, seine Farben mit wohl einem der schnellsten Tore der Kreisliga-Geschichte in Führung zu schießen. Handgestoppte 10 Sekunden dauerte es, da verwertete er einen Distanzschuss, der ihm vom Innenpfosten vor die Füße sprang, zum 1:0.

Schlechter konnte es für die SVC kaum losgehen, doch man zeigte sich vom Blitzstart der Gastgeber unbeeindruckt und drängte sofort auf den Ausgleich.
Enrico Hausmann zog in der dritten Minute von der linken Außenbahn nach Innen und prüfte mit einem platzierten Flachschuss Steven Noack im Tor der Golßener.

Nur weitere zwei Minuten später konnte der Rückstand bereits egalisiert werden. Nachdem Miro Witczak an der Mittellinie gefoult wurde, schaltete Johannes Linner schnell und bediente Enrico Hausmann mit einem präzisen Freistoß. Den herauslaufenden Torwart überwand er mit einem gefühlvollen Lupfer zum 1:1 (5.).

 

Auch die nächste Möglichkeit war dem agilen Enrico Hausmann vorbehalten. Robert Thoran konnte sich am rechten Flügel durchsetzen und flankte den Ball auf seinen einlaufenden Teamkollegen am kurzen Pfosten, der seinen Flugkopfball jedoch über das Tor setzte.

Nach dieser turbulenten Anfangsphase verflachte das Spiel in der Folge. Die Spielvereinigung hatte zwar insgesamt etwas mehr vom Spiel, doch beide Mannschaften leisteten sich viele Fehler im Spielaufbau, wodurch die 51 Zuschauer kaum noch gefährliche Offensivaktionen zu sehen bekamen.

 

Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe sich die Gäste wieder eine Chance erspielten, die auch prompt zum 1:2 verwertet wurde. Torsten Künzel setzte sich im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und brachte das Leder scharf vor das Tor. Gemeinsam mit seinem Gegenspieler konnte Robert Thoran die Hereingabe auf kurzer Distanz über die Linie drücken. Es war der erste Saisontreffer für den Torjäger dieser Spielzeit.

 

Bis zur Halbzeit schafften es die Calauer es, den knappen Vorsprung in einen beruhigende Führung auszubauen.

Eben noch Torschütze, glänzte Robert Thoran in der 45. Minute als Vorlagengeber. Durch einen langen Einwurf von Enrico Hausmann hatte er von der linken Außenbahn freien Weg zum Tor und legte uneigennützig auf seinen Sturmpartner Torsten Künzel quer. Mit einer Grätsche schaffte es Calau‘s Spielführer vor seinem Bewacher an den Ball zu gelangen und zu seinem vierten Saisontor einzuschieben.

 

Doch nur wenige Minute später legten die Gäste sogar noch einen weiteren Treffer nach. Ähnlich wie beim 1:1 brachte Johannes Linner einen Freistoß aus dem Mittelfeld vor das Tor. Da die Abwehr der Gastgeber das Spielgerät nicht entscheidend klären konnte, schnappte sich Enrico Hausmann die Kugel und traf mit einem platzierten Flachschuss aus 20 Metern zum 1:4 (45.+1). Auch für ihn war es der vierte Treffer dieser Spielzeit.

 

Wenige Augenblicke waren im zweiten Durchgang gespielte, da prüfte Robert Thoran mit einem Schlenzer Steven Noack im Tor der Gastgeber, der den Versuch aber mit einer guten Parade zur Ecke abwehren konnte.

 

Die Golßener verstärkten nach dem Wechsel ihre Offensivbemühungen, um mit einem schnellen Anschlusstreffer womöglich noch einmal Spannung in die Partie zu bekommen. Bis zur 60. Minute konnte sie auch ein Paar wenige Strafraumszenen verbuchen, die allesamt jedoch keine wirkliche Gefahr für das Tor von Andreas Schippan darstellten.

 

Der Glaube an eine Aufholjagd schwand allmählich und so hatten die Schwarz-weißen spätestens nach einer Stunde wieder alles im Griff. Bezeichnend dafür waren zwei Chancen innerhalb kürzester Zeit, die beinahe zum fünften Treffer geführt hätten.
Erst scheiterte Robert Thoran aus spitzem Winkel am Schlussmann der Heimmannschaft und bei der anschließenden Ecke traf Miro Witczak nur das Außennetz.

 

71 Minuten dauerte es, ehe sich Andreas Schippan das erste Mal wirklich auszeichnen konnte. Einen strammen Drehschuss von der Strafraumkante wehrte er im kurzen Eck sicher ab.

Mit fortschreitender Spielzeit ließen die Kräfte des Tabellenschlusslichtes nach und die SVC kam vermehrt, auch durch den Schwung der eingewechselten Spieler, zu einer Vielzahl guter Kontermöglichkeiten.

 

Allein zwischen der 78. und 80. Minute hatte man einen weiteren Treffer vier Mal auf dem Fuß. Durch gutes Zusammenspiel zwischen Tobias Michling, Maik Druschke und Sebastian Richter befand sich Letzterer auf freien Weg zum Tor, schob den Ball aber Zentimeter am linken Pfosten vorbei.

 

Bei der nächsten Chance verwertete Tobias Michling eine Flanke von Robert Rotsch am Strafraum technisch stark und zwang Steven Noack mit einem strammen Schuss aus der Luft zu einer Faustabwehr. Der Nachschuss von Sebastian Richter strich knapp über den Querbalken.

 

Der anschließende Abstoß fiel  wiederrum Sebastian Richter vor die Füße, der dieses Mal Tobias Michling uneigennützig in Szene setzte. In zentraler Position vor dem Kasten ließ Calau’s 15er die 100%ige  liegen und brachte nur einen harmlosen Schuss auf das Tor.

 

Der letzte Aufreger einer größtenteils fairen Begegnung war den Gastgebern vorbehalten. Einen guten Kopfball aus zentraler Position konnte Andreas Schippan mit einer starken Parade noch aus dem Eck fischen und bewahrte seine Mannschaft somit vor dem zweiten Gegentreffer (86.).

 

Alles in allem setzte sich die Elf von Thomas Schippan nach 90 Minuten verdient mit 4:1 durch, rangiert nun auf dem 11. Platz und verschafft sich dadurch zunächst ein Polster von fünf Punkten auf den einzigen Abstiegsplatz.

 

Die beiden kommenden Wochen stehen ganz im Zeichen des TSV Missen. Am kommenden Sonntag kommt es im Viertelfinale des Kreispokals zum Aufeinandertreffen in Missen, ehe man sich eine Woche später an der Zielgelstraße zum 13. Spieltag der Kreisliga gegenüber steht.

 

ms 

 

SV 1885 Golßen1 Steven Noack; 2 Caspar Bock (ab 82.min 6 Tony Reichert), 5 Felix Lehmann, 8 Michael Kroll, 9 Marcus Schlichting, 10 Richard Willimzik (ab 88.min 7 Sebastian Runzer), 11 Reik Horack, 12 Karsten Habisch (ab 46.min 16 Christopher Kroll), 13 Marco Miecke, 14 Christian Hecker (C), 15 Sebastian Korb

Trainer: Rainer Pießnack

 

SV Calau: 16 Andreas Schippan; 2 Sven Bundesmann, 3 Frank Lehmann (ab 64.min 11 Robert Rotsch), 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 7 Johannes Linner, 8 Maik Druschke, 9 Miro Witczak, 10 Torsten Künzel (C) (ab 49.min 13 Sebastian Richter), 14 Robert Thoran (ab 74.min 6 Maik Thonke), 15 Tobias Michling 

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 51

 

Schiedsrichter: Gino Tandel

1. Assistent: Wilhelm Tarnow / 2. Assistent: Günter Jammasch

 

Tore: 1:0 Marcus Schlichting (1.); 1:1 und 1:4 Enrico Hausmann (5. und 45.+1); 1:2 Robert Thoran (36.); 1:3 Torsten Künzel (44.) 


13. Spieltag: SV Calau - TSV Missen 2:2 (1:1)

 

Erstes Remis im letzten Hinrundenspiel

 

Tobias Michling verwandelte den Freistoß zum 1:0 (25.)
Tobias Michling verwandelte den Freistoß zum 1:0 (25.)

 

Die Erinnerungen an den Pokal-Fight waren noch frisch, da standen sich die SV Calau und der TSV Missen erneut gegenüber. Dieses Mal trafen sich beide Mannschaften jedoch an der Ziegelstraße, und zwar zum 13. und somit letzten Spieltag der Hinrunde.

 

Der TSV rangierte vor dem Spiel auf Rang sechs der Tabelle und sammelte mit 18  Zählern bereits doppelt so viele wie die Heimelf. Sie gingen dementsprechend als leichter Favorit in die Begegnung.

 

Hinzu kam noch, dass Thomas Schippan mehr als ein Drittel des Kaders aus der Vorwoche nicht zur Verfügung stand. Mit Andreas Schippan und Philipp Stolarski kehrten aber nur zwei Spieler zurück. Dementsprechend stellte sich die erste Elf praktisch von alleine auf.

 

Auf Seiten der Gäste mussten verletzungsbedingt ebenfalls Umstellungen vorgenommen werden. Die verletzten Marco Hertrampf und Tony Faden wurden durch Jens Kühne und Sebastian Apitz ersetzt.

 

Ähnlich wie vor sechs Tagen konnte keines der beiden Teams zunächst deutliche Vorteile verbuchen. Die erste Möglichkeit hatten die Missener in der zehnten Minute. Nach einem Konter, angetrieben über den flinken Andy Gottschling, kam Sebastian Apitz aus 16 Metern frei zum Abschluss. Der Schuss ging jedoch knapp über den Kasten.

 

Nach etwas mehr als einer Viertelstunde konnte die erste Chance für den Gastgeber notiert werden. Tobias Michling ließ auf der linken Seite zwei Gegenspieler stehen, ging in den Strafraum und visierte das lange Eck an. Sein trockener Schuss verfehlte das Gehäuse um wenige Zentimeter.

 

Seine Abschlussqualitäten konnte Tobias Michling in der 25. Minute erneut unter Beweis stellen. Erst holte er auf dem Weg Richtung Tor, in etwa 25 Metern Entfernung, einen Freistoß raus, den er sich dann selbst zu Recht legte. Mit einem strammen Versuch an der Mauer vorbei erzielte er das 1:0. Gordon Handt kam zwar noch die Hände an den Ball, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern.

 

Die Gäste hatten in der Folgezeit deutlich zu viel Platz im Mittelfeld und kamen so des Öfteren in aussichtsreiche Positionen. Eine dieser Situationen nutzten sie in der 33. Minute schließlich zum verdienten Ausgleich. Robert Schönfelder sah sich auf dem Weg zum Strafraum keiner Gegenwehr gegenüber und vertendelte die Gelegenheit eigentlich schon mit einer Mischung aus Schuss und Pass. Der abgewehrte Ball sprang jedoch genau vor die Füße von Andy Gottschling, der aus 18 Metern mit viel Übersicht erfolgreich abschließen konnte.

 

Es dauerte nur rund drei weitere Minuten, da musste man auf Calauer Seite tief durchatmen. Ein Eckball der Missener stiftete viel Gefahr im eigenen Strafraum, doch das Leder konnte im letzten Moment noch so eben aus dem Gewühl heraus geklärt  werden.

 

In der Pause machte das Trainergespann der „Turbinen“ klar, dass man sich steigern musste, möchte man nicht die 10. Pleite im 13. Spiel kassieren.
Und so ging man im zweiten Abschnitt deutlich konzentrierter und mit mehr Einsatz zu Werke, als dies über weite Strecken im ersten  Durchgang der Fall war.

 

Zwar konnte man sich kein Übergewicht erspielen, doch zumindest gelang es nun, die Gäste größtenteils vom eigenen Tor wegzuhalten. Die Folge war, dass Chancen auch in den zweiten 45 Minuten nur Seltenheitswert hatten.

 

Toni Richters sehenswerter Distanzschuss in Minute 57 findet noch am ehesten Erwähnung. Sein Versuch aus rund 35 Metern konnte von Gordon Handt kurz vor dem Einschlag über die Latte gelenkt werden.

 

Wenn der TSV einmal gefährlich wurde, dann fast ausschließlich über ihren Flügelstürmer Andy Gottschling. In der 67. Minute setzte er von der linken Außenlinie zum Solo über den halben Platz an. Am rechten Strafraumeck kam er letztlich zum Abschluss, fand in dieser Situation aber in Andreas Schippan seinen Meister.

 

Eine ähnliche Situation führte nur wenige Zeigerumdrehungen später zum 1:2. Wieder startete Andy Gottschling, der von seinem Bewacher an diesem Nachmittag nie wirklich in den Griff zu bekommen war, an der linken Außenbahn durch. Nach einem Tunnel stand ihm nur noch Andreas Schippan gegenüber, der den Abschluss zwar noch erreichte, das Tor aber nicht mehr verhindern konnte (71.).

 

Die Gäste konnten sich über ihre Führung allerdings nur vier Minuten freuen. Zunächst besaß Enrico Hausmann im Anschluss an eine Ecke die große Möglichkeit zum 2:2. Sein Schuss wurde von Daniel Richter aber auf der Linie geklärt. Beim anschließenden Versuch, die Situation endgültig zu bereinigen, sprang Jerome Handt der Ball im Strafraum an die Hand. Assistent Herbert Rumposch hob sofort die Fahne und signalisierte das Vergehen.
In der Vorwoche nicht unter den Schützen schnappte sich Torsten Künzel nun die Kugel und schoss den Ball ins linke Eck. Wie beim 1:0 bekam Gordon Handt seine Hände noch ans Leder, konnte den Treffer aber auch dieses Mal nicht verhindern.

 

Der schnelle Ausgleich beflügelte die Calauer noch einmal. In der verbleibenden Spielzeit versuchte man nicht, das Ergebnis zu verwalten, sondern ging auch noch auf das dritte Tor. Eine 100%-ige Chance konnte jedoch nicht verbucht werden, wodurch das Spiel nach 90 Minuten erneut unentschieden endete.

 

Alles in allem teilten sich beide Mannschaften verdient die Punkte, da jedes Team in bestimmten Phasen die Oberhand hatte. Für die Schwarz-weißen war es im 13. Spiel das erste Remis, dass den Rückstand auf Wittmannsdorf (3:7 in Boblitz) und die TSG Lübbenau (Spiel wurde abgesagt) weiter verringert.

 

Am kommenden Samstag startet man bereits in die Rückrunde. Zu Gast am Samstag um 13 Uhr wird die SG Gießmannsdorf sein, die am Wochenende den Beuchowern überraschend die erste Saisonniederlage zufügten. 

ms

 

SV Calau: 1 Andreas Schippan; 2 Sven Bundesmann, 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 7 Johannes Linner, 9 Miro Witczak, 10 Torsten Künzel (C), 14 Philipp Stolarski, 15 Tobias Michling, 17 Toni Richter (ab 82.min 6 Matthias Richter)

Trainer: Thomas Schippan

 

TSV Missen1 Gordon Handt; 2 Sebastian Bronk, 3 Alexander Bronk, 6 Karsten Handro (C), 7 Jens Kühne, 8 Michael Kupsch, 10 Jerome Handt, 11 Andy Gottschling, 14 Robert Schönfelder (ab 59.min 9 Steven Wende), 15 Sebastian Apitz, 17 Daniel Richter

Trainer: Jürgen Hornick

 

Zuschauer: 38

 

Schiedsrichter: Wilfried Fechner

1. Assistent: Herbert Rumposch / 2. Assistent: Frank Bohla

 

Tore: 1:0 Tobias Michling (25.); 1:1 und 1:2 Andy Gottschling (33. und 71.); 2:2 Torsten Künzel (75./HE)


14.Spieltag: SV Calau – SG Gießmannsdorf 0:3 (0:2)

 

Niederlage im ersten Spiel des neuen Jahres

 

 

 

 

Die Rückrunde begann für SV Calau mit einen Nachholspiel gegen die SG Gießmannsdorf. Nach dem man in der letzten Woche das Testspiel gegen Corona Gehren erfolgreich absolvierte, wollte man auch in dieser Woche den Platz nicht als Verlierer verlassen.

Der Gast aus Gießmannsdorf nahm gleich zu Beginn das Zepter in die Hand und erspielte sich klare Feldvorteile. So hatten sie auch die erste gute Chance im Spiel, ein Missverständnis zwischen Torwart Torsten Künzel und Frank Lehmann konnte jedoch nicht genutzt werden. Der Gastgeber hingegen spielte meist nach Ballgewinn schnell nach vorn und kam durch Stürmer Dennis Glaeske zum ersten Torabschluss. Zehn Minuten vor der Pause fiel dann der Führungstreffer für den Gast. Calau konnte den Ball nicht entscheidend klären, so wurde Sebastian Blümel von seinem Mitspieler perfekt frei gespielt und versenkte den Ball mit einem satten Schuss ins lange Eck zum 0:1. Nur 4 Minuten danach jubelte wieder die SG Gießmannsdorf, dieses Mal fälschte Frank Lehmann einen Schuss von Ricardo Lehmann unhaltbar ab und es stand 0:2. Die letzte Gelegenheit war der SVC vorbehalten. Nach einem Eckstoß kam Maik Druschke zu einem Kopfball, der das Gehäuse knapp verpasste.

Obwohl man mit zwei Treffern hinten lag wollte man die Partie nicht so einfach verloren geben und im zweiten Abschnitt noch mal alles probieren, um in die Partie zurück zu kommen. Man begann auch sehr druckvoll und kam durch Dennis Glaeske gefährlich vor das Gäste-Gehäuse, eine scharfe Hereingabe von Sturmpartner Robert Thoran verpasste er nur knapp. In der 63. Minute dann die wohl größte Chance für die Spielvereinigung, einen gut geschossenen Ball von Dennis Glaeske parierte Gäste-Torwart Tobias Schulz stark. Gießmannsdorf hatte in der Folge kaum Probleme und verwaltete den sicheren Vorsprung, SV fiel einfach zu wenig ein um die Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Eine Minute vor dem Ende köpfte Enrico Hausmann das Spielgerät noch einmal an den Querbalken, er nutzte dabei eine Unsicherheit des SGG-Keepers aus. Der Gastgeber war bis zum Schluss um eine Ergebniskosmetik bemüht und wurde in der Nachspielzeit klassisch ausgekontert. Nach dem Tor von Christian Kettner (90.+3) pfiff Schiedsrichter Olaf Mahling die Partie sofort ab.

Der Sieg von Gießmannsdorf geht in Ordnung, fiel aber zu hoch aus. In der ersten Hälfe hatten die Gäste klare Feldvorteile, jedoch ließ die SV-Hintermannschaft kaum Torchancen zu. Durch zwei individuelle Fehler brachte man sich auf die Verlierer-Straße. In Abschnitt Zwei konnte man dann gute Möglichkeiten selbst nicht nutzen und kam somit nicht mehr zurück ins Spiel.

 

ts

 

SV Calau: 1 Torsten Künzel (C); 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 6 Maik Thonke, 7 Johannes Linner, 8 Maik Druschke, 9 Miro Witczak, 11 Dennis Glaeske, 13 Sebastian Richter, 14 Robert Thoran, 15 Philipp Stolarski (ab 54.min Sven Bundesmann)

Trainer: Thomas Schippan 

 

SG Gießmannsdorf: 22 Tobias Schulz; 4 Christian Kettner, 5 Kevin Schulz, 6 Jens Weichert, 7 Ricardo Lehmann, 9 Kevin Utzt, 12 Stefan Guth, 13 Manuel Schmidt, 15 Sebastian Blümel, 17 Henry Sämisch (ab 84.min Thomas Grusenick ab 90. min Marco Lehmann), 19 Steffen Lehmann (C) (ab 76.min Lukas Lott)

Trainer: Stefan Vogt 

 

Zuschauer: 42

 

Schiedsrichter: Olaf Mahling

1. Assistent: Jens Rumpelt / 2. Assistent: Bernhard Plessow

 

Tore: 0:1 Sebastian Blümel (36.); 0:2 Ricardo Lehmann (40.); 0:3 Christian Kettner (90.+3)


15. Spieltag: GW Lübben II - SV Calau 2:2 (0:2)

 

Zwei Punkte trotz schwacher Leistung verschenkt

 

Vieles sprach im Vorfeld der Partie bei GW Lübben II für den SVC. Das Selbstvertrauen nach den jüngsten Erfolgen ist deutlich gewachsen und Thomas Schippan hatte an diesem Sonntag fast seine gesamte Stammelf zur Verfügung. Darüber hinaus entschied man das Hinspiel knapp mit 1:0 für sich.

 

Doch in genau diesem Hinspiel erwiesen sich die Lübbener als harte Nuss und waren damals, trotz langer Unterzahl, mindestens ebenwürdig. In der Vorwoche trotzten sie dem Spitzenteam aus Beuchow fast einen Punkt ab und unterlagen erst in der Nachspielzeit. Die Calauer sollten also gewarnt sein.

 

Die Anfangsphase der Partie spiegelte die Tabellenstände beider Mannschaften gut wieder. Es war ein zerfahren Spiel, dass für die Zuschauer nur wenig Strafraumszenen parat hatte. Grün-weiß war bemüht, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, doch sie scheiterten bei vielen Angriffen an ihrer spielerischen Limitation.
Die Gäste hatten das Geschehen somit ganz gut im Griff, rissen offensiv aber auch keine Bäume aus.

 

Mitte der ersten Halbzeit zeigten die Calauer aber eine Qualität, die zu Saisonbeginn nur selten vorhanden war – Effektivität vor des Gegners Tor.
Beim 0:1 wurde ein schwacher Abschlag des Lübbener Keepers abgefangen und schnell umgeschaltet. Tobias Michling setzte den auf der linken Außenbahn einlaufenden Enrico Hausmann in Szene, der überlegt zu seinem 5. Saisontor abschloss.

 

Es dauerte nur weitere vier Minuten, da erhöhte Robert Thoran auf 2:0. Dieses Mal war ein eigener Abschlag der Ausgangspunkt. Maik Druschke verwertete den Ball und schickte seinen Mitspieler mit einem langen Pass in Richtung des Gehäuses von Andreas Pudlitz. Robert Thoran machte es Enrico Hausmann gleich und versenkte das Leder mit dem linken Fuß trocken im rechten unteren Eck.

 

Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es nach etwas mehr als 30 gespielten Minuten. Nach einem Schlag auf den Oberschenkel konnte Miro Witczak das Spiel nicht mehr fortsetzen und wurde durch Toni Richter ersetzt. Dies hatte zu Folge, dass die Mannschaft auf einigen Positionen umgestellt wurde.

 

Die letzten nennenswerten Möglichkeiten in den ersten 45 Minuten hatte der Gastgeber. Eine Flanke von der linken Außenbahn rutschte ins Sturmzentrum durch, wo ein Angreifer Andreas Schippan mit einem platzierten Flachschuss prüfte.
Doch ebenso wie wenige Momente später bei einem Versuch aus der zweiten Reihe hielt Calau‘s Torhüter mit einer guten Parade die Null für sein Team.

 

Der SVC ging demnach mit einer recht komfortablen 2:0-Führung in die Kabine, doch das Schlusslicht zeigt schon in den ersten Momenten des Wiederbeginns, dass sie sich hier keinesfalls aufgaben.

 

Allein zwischen den 48. und 50. Minute hatten sie drei hochkarätige Chancen auf das 1:2. Zunächst bekam Martin Bräuer einen langen Schlag nicht mit dem Kopf geklärt. Nach einem Querpass versagten dem Lübbener Stürmer in zentraler Position aber die Nerven (48.).

 

Bei einem Kopfball im Anschluss an einen Eckstoß stand Maik Druschke goldrichtig und klärte das Leder noch auf der Linie. Und auch als ein Grün-weißer von der Grundlinie in Richtung Kasten von Andreas Schippan stürmte und den Ball quer spielte, hatte der SVC großes Glück, dass der die Hereingabe vor dem leeren Tor nicht verwertet werden konnte (50.).

 

Nach diesen turbulenten Minuten beruhigte sich das Spielgeschehen erst einmal wieder. Die Gastgeber waren weiterhin gewillt, den Anschlusstreffer zu erzielen, konnten aber zunächst keine weiteren gefährlichen Aktionen verbuchen.
Von den Calauern kam im zweiten Abschnitt offensiv so gut wie nichts mehr. Einige verheißungsvolle Kontermöglichkeiten wurden vor allem durch unpräzise Zuspiele bereits im beim Aufbau liegen gelassen, weswegen Andreas Pudlitz nahezu beschäftigungslos war.

 

Die wohl spielentscheidende Szene ereignete sich in der 72. Minute. Maik Druschke legte sich den Ball an der Mittelline an seinem Gegenspieler vorbei und hatte danach freie Bahn zum Tor. Toni Richter stand in dieser Situation im Abseits, griff aber nicht ins Spielgeschehen ein. Assistent Frank Bohla sah es dennoch als erwiesen an, hier auf Abseits zu entscheiden. Zu zweit und nur noch den gegnerischen Torhüter vor sich wurde diese sehr gute Gelegenheit zurückgepfiffen.

 

Als der Unmut über diese Entscheidung noch groß war, nutzten die Lübbener die Unkonzentriertheit der Gäste aus und trafen im Gegenzug zum 1:2. Von der linken Außenbahn fand eine Flanke in Mathias Lange einen dankbaren Abnehmer, der aus kurzer Distanz einköpfen konnte.

 

Grün-weiß war nun natürlich weiter im Aufwind und konnte in der 79. Minute sogar ausgleichen. Wieder wurde von links geflankt, wieder wurde Mathias Lange wenige Meter vor dem Kasten nicht entscheidend gestört und wieder vollendete der Lübbener souverän, dieses Mal allerdings mit dem Fuß. Andreas Schippan war bei beiden Einschlägen machtlos.

 

In den verbleibenden rund zehn Minuten war keine Mannschaft gewillt, noch einmal volles Risiko zu gehen. Eine gute Gelegenheit besaß jede Seite aber doch noch.
Zunächst hatte die Heimmannschaft die Chance auf den Siegtreffer, als eine Direktabnahme denkbar knapp den rechten Pfosten passierte.

 

Praktisch mit der letzten Szene kam Tobias Michling nach einer zu kurz abgewehrten Ecke von der Strafraumkante zum Abschluss, nahm das Leder mit viel Risiko und jagte es über das Gehäuse ins Fangnetz.

 

Es blieb also beim Unentschieden, dass sich für die Calauer nach dem Abpfiff eher wie eine Niederlage anfühlte, weil man es nach einer souveränen Pausenführung nicht geschafft hat, den Sieg über die Zeit zu retten.
Allerdings haben sich die Lübbener diesen einen Punkt mehr als verdient. Sie steckten zu keinem Zeitpunkt der Partie auf und hatten im zweiten Abschnitt ein deutliches Chancenplus zu verzeichnen.

 

Mit diesem einen Punkt schob sich der SVC aber immerhin an der TSG aus Lübbenau vorbei und rangiert nach 14 Spielen auf dem zehnten Platz. Angesichts des miserablen Startes in die Saison herrscht durchaus Zufriedenheit über die aktuelle Platzierung. Sollte man die Leistungen der vergangen Wochen auch im neuen Jahr bestätigen, sind weitere Verbesserungen in der Tabelle nicht ausgeschlossen.

 

ms

 

GW Lübben II17 Andreas Pudlitz; 3 Johannes Janke, 4 Andreas Kozur (C), 5 Mathias Lange, 6 Maximilian Sattler (ab 85.min 11 Eric Zacharias), 7 Steven Lehniger, 8 Thomas Schade (ab 88.min 44 Steven Neumann), 9 Michael Lange, 10 Steven Schiela, 15 Sebastian Richter (ab 46.min 12 Florian Mietusch), 16 Felix Päch

Trainer: Roland Zacharias

 

SV Calau: 16 Andreas Schippan; 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 6 Maik Thonke, 8 Maik Druschke, 9 Miro Witczak (ab 34.min 11 Toni Richter), 10 Torsten Künzel (C) (ab 90.min 12 Mathias Richter), 13 Sebastian Richter (ab 75.min 7 Philipp Stolarski), 14 Robert Thoran, 15 Tobias Michling 

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 38

 

Schiedsrichter: Sascha Zell

1. Assistent: Günter Jammasch / 2. Assistent: Frank Bohla

 

Tore: 0:1 Enrico Hausmann (23.); 0:2 Robert Thoran (26.); 1:2 und 2:2 Mathias Lange (72. und 79.)


16.Spieltag: SV Calau- TSG Lübbenau 2:0 (0:0)

 

Joker Sebastian Richter bringt SV Calau auf die Siegerstraße

 

 

 

 

Im Duell der Tabellennachbarn empfing SV Calau den Landesklasse-Absteiger aus Lübbenau. Mit einem Heimsieg wollte man an den Spreewaldstädtern vorbei ziehen und sich ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen. 

Da Stammtorhüter Andreas Schippan wieder arbeitsbedingt verhindert war, hütete wie schon letzte Woche, Torsten Künzel das SV-Gehäuse. Schon mal vorweg genommen: er sollte an diesem Tag nicht all zu viel zu tun bekommen. Ansonsten konnte Trainer Thomas Schippan aus den Vollen schöpfen. Die Partie begann verhalten und beiden Mannschaften war eine gewisse Nervosität anzumerken. Der Gastgeber kam aber im Laufe der ersten Hälfe immer besser ins Spiel und versuchte aus Abwehrfehlern der Gäste Kapital zu schlagen. So war es Enrico Hausmann, der nach eben so Einem, plötzlich frei vorm Tor stand, jedoch war sein Abschluss zu harmlos. Bis zu dieser ersten nennenswerten Szene waren auch schon 27 Minuten gespielt. Wenig später war es Stürmer Robert Thoran der sich im eins-gegen-eins durchsetzen konnte und am Torwart scheiterte. Auch Tobias Michling sein Freistoß aus 20m, der das Tor knapp verfehlte, sei noch erwähnt. Auch der Gast kam Ende der ersten Hälfe zu zwei guten Torchancen, erst klärte Torsten Künzel einen Kopfball aus Nahdistanz zur Ecke und dann erfehlte 

TSG- Sturmspitze Max Grasme mit seinen Kopfball das SV-Tor. So ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen.

Anfang der zweiten Hälfte machten die Spreewaldstädter mehr Druck und zwangen die SV-Hintermannschaft zu einigen Fehlern. Allerdings überstand man diese Druckphase schadlos und spielte fort an wieder gefälliger nach vorn. So war es Tobias Michling, der nach gut einer Stunde mit seinem scharfen Volleyschuss das rechte obere Toreck nur um wenige Zentimeter verfehlte. Dann kam die 78. Minute, Dennis Glaeske spielte einen Diagonalpass zum kurz zuvor eingewechselten Sebastian Richter, dieser nahm die Kugel perfekt an und zog sofort ab. Der Ball landete am Innenpfosten und von dort im Tor. Die Gäste warfen nun alles nach vorn und so boten sich gute Konterchancen für die Schusterstädter. 5 Minuten vor dem Ende vergab Dennis Glaeske eine solche, anstatt den mitlaufendem Enrico Hausmann zu bedienen, schoss er selbst und traf aus spitzen Winkel nur das Außennetz. In der Nachspielzeit fing Maik Druschke das Leder ab, schickte Philipp Stolarski auf die Reise, welcher mit viel Übersicht Stürmer Dennis Glaeske bediente und der wenig Mühe hatte, den Ball im Tor unterzubringen.

Der Sieg der Gastgeber war verdient, da man weniger Fehler machte und die besseren Torchancen verbuchen konnte. In der nächsten Wochen geht es im Stadt-Derby gegen den Kreisoberliga-Aspiranten Lok Calau.

 

ts

 

SV Calau: 1 Torsten Künzel (C); 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 5 Michael Scheppan, 6 Maik Thonke (ab 70.min 2 Sven Bundesmann), 7 Johannes Linner, 8 Maik Druschke, 9 Miro Witczak, 11 Dennis Glaeske, 14 Robert Thoran (ab 75.min 13 Sebastian Richter), 16 Tobias Michling (ab 83. 17 Philipp Stolarski)

Trainer: Thomas Schippan

 

TSG Lübbenau: 27 Paul Schlorf; 2 Marcel Rusch (C), 3 Marcel Pschipsch, 5 Martin Schiemann (ab 62.min 11 Sven Jankowiak), 6 Max Grasme, 7 Sebastian Jank, 8 Steven Lehmann, 9 Aleksander Salamon, 10 Ergün Caglayan (ab 77.min 4 Bartosz Arendarczyk), 12 David Lux, 15 Steve Sopora

Trainer: Roland Reichelt

 

Zuschauer: 31

Schiedsrichter: Mike Guttke

1. Assistent: Frank Bohla  / 2. Assistent: Dennis Köhler

               

Tore: 1:0 Sebastian Richter (78.); 2:0 Dennis Glaeske (90.+1)


17.Spieltag: 1.SV Lok Calau- SV Calau 0:3 (0:2)

 

Klarer Sieg an der Viersener Straße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wettergott meinte es mit den Akteuren und Zuschauern des Calauer Lokalderbys nicht gut. Teils starker Regen und heftiger Wind erschwerten die Bedingungen für die Akteure auf dem Geläuf des SV Lok Calau. Und auch das spielerische Niveau passte sich in weiten Phasen der Begegnung dem Wetter an.

 

Die Vorzeichen vor dem Spiel waren deutlich anders, als dies noch in der Hinrunde der Fall war. Damals siegten die Eisenbahner mit 2:0, auch weil sie, im Gegensatz zum SVC, fast aus dem Vollen schöpfen konnten. Die Situation war nur umgekehrt. Während die Gastgeber auf gut ein halbes Dutzend potentieller Stammkräfte verzichten musste, konnten die "Turbinen" an diesem Spieltag auf fast den gesamten Kader zurück greifen.

Trainer Thomas Schippan und Co-Trainer Steffen Schäfer vertrauten der selben Elf, die eine Woche zuvor gegen die TSG Lübbenau überzeugte. Somit blieb Torsten Künzel zwischen den Pfosten, obwohl die etatmäßige Nummer 1, Andreas Schippan, wieder mit an Bord war. Und auch Martin Bräuer fand sich zunächst auf der Bank wieder.

 

Beide Mannschaften begannen verhalten und konnten sich offensiv kaum in Szene setzen. Lok versuchte das Spiel über die Außen aufzuziehen, wurden dabei aber zumeist von der an diesem Tag stark aufspielenden SV-Defensive gestoppt. 
Auf der anderen Seite versuchte die SVC das ein ums andere Mal, seine schnellen Offensivkräfte mit Pässen in die Spitze in Szene zu setzen, doch auch dies gelang nur äußerst selten.

 

So resultieren fast alle nennenswerten Chancen in der ersten halben Stunde aus Distanzschüssen. Auf Seiten der Gastgeber war dafür allen voran Daniel Ruben verantwortlich. Erst setzte er einen Schuss aus halbrechter Position neben, und wenig später von der Strafraumgrenze über das Gehäuse. Lok's Nummer 7 war auch an der Gelegenheit von Mario Hößler beteiligt, als er sich auf dem rechten flügel durchsetzte und seinen Mitspieler in der Mitte bediente. Der Angreifen schoss den Ball mit einem Drehschuss über den Querbalken.

 

Die bis dato beste Chance der Schwarz-weißen hatte Tobias Michling in der 25. Minute. Aus gut 30 Metern zog er ab und zwang Robert Radnick zu einer starken Parade. Selber Akteur war es auch, der wenige Minuten später an der Strafraumecke zu viel Platz hatte. Sein Schlenzer verfehlte das rechte obere Eck nur knapp.

 

Bei seiner dritten Möglichkeit machte er er schließlich besser. Ein Einwurf von Enrico Hausmann fand Miro Witczak, der sich im Strafraum stark gegen seinen Bewacher durchsetzte und eben Tobias Michling bediente, der am anderen Strafraumende sträflich frei gelassen wurde. Mit einem flachen Schuss überwand der Robert Radnick, war dabei aber auch etwas mit dem Glück im Bunde (35.).

 

Nur weitere fünf Minuten später erhöhten die "Turbinen" gar auf 2:0. Robert Thoran schlug einen Eckball von der linken Seite auf den langen Pfosten, wo sich Maik Druschke von seinem Bewacher löste und aus kurzer Distanz mit einer Direktabnahme vollendete. Für den Spielmacher, der vor der Saison zurück kehrte, war es der erste Saisontreffer. Dafür hatte er sich nicht das schlechteste Spiel ausgesucht.

 

Mit dieser Führung ging es auch zum Pausentee, obwohl das Heimteam kurz vor dem Abpfiff noch eine gute Chance verzeichnete. Wieder war es Daniel Ruben und wieder war es ein Distanzschuss. Sein Versuch fand in dieser Szene auch den Weg auf das Tor, wo er seinen Meister aber in Torsten Künzel fand, der den strammen Schuss zur Ecke klären konnte.

 

Wie erwartet kam die Elf von Thomas Strangfeld mit viel Wut aus der Kabine und wollte mit einem schnellen Anschlusstreffer zurück ins Spiel finden. Etwa zehn Minuten drückte Lok auf das SV-Gehäuse, ohne sich aber eine wirkliche Chance zu erarbeiten.
Die hatte aber Robert Thoran auf der anderen Seite. Mit einem Sprint von der Mittellinie schüttelte er Bewacher Felix Peschmann ab und drang in den Sechzehner ein, wo er sich das Leder kurz vor der Tor aber ein Stück zu weit vorgelegt hat und am Schlussmann der Gastgeber scheiterte (53.).

 

Mit fortschreitender Spieldauer schwand der Glaube des Tabellensechsten und die "Turbinen" hatten das Geschehen immer mehr unter Kontrolle. In der 68. Minute war es wieder Robert Thoran, der das Spiel endgültig hätte entscheiden können. Bei seinem ersten Versuch von der Strafraumkante traf er das Spielgerät erst nicht richtig und sein anschließender Abschluss strich knapp am langen Pfosten vorbei.

 

Besser machte es schließlich sein Sturmpartner Dennis Glaeske in Minute 72. Er nutzte seine Kopfballstärke nach einem Eckball von Enrico Hausmann und überwand Robert Radnick, der in dieser Szene sicher nicht völlig von der Schuld zu befreien ist.

Die Gastgeber kassierten mit diesem Tor nun genauso viele Treffer in einem Spiel, wie in allen übrigen sechs Heimspielen zuvor.

 

In der Schlussphase war die Lok-Elf auch weiterhin um den Anschlusstreffer bemüht, konnte sich aber in dieser Phase keine zwingende Chance erspielen. Die SVC spielte die Partie mit der sicheren Führung im Rücken souverän zu Ende und gewann schließlich mit 3:0.

 

Insgesamt geht der Sieg für die Mannschaft von Thomas Schippan absolut in Ordnung, weil man defensiv kaum etwas zu ließ und in der Offensive die Möglichkeiten konsequent nutzte. 
Mit diesem Dreier konnte man den Vorsprung auf den nächsten Verfolger, die TSG Lübbenau, auf sechs Punkte ausbauen und den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld endgültig herstellen.

 

ms

 

SV Calau: 1 Torsten Künzel (C); 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann (ab 80.min 5 Martin Bräuer), 6 Maik Thonke, 7 Johannes Linner, 8 Maik Druschke, 9 Miro Witczak, 11 Dennis Gläske (ab 88.min 2 Sven Bundesmann), 14 Robert Thoran (ab 75.min 13 Sebastian Richter), 15 Michael Scheppan, 17 Tobias Michling 

Trainer: Thomas Schippan

 

Lok Calau: 1 Robert Radnick; 2 Daniel Steinert, 5 Falko Kinastowski (ab 77.min 13 Denis Junkert), 6 Patrick Raschick, 7 Daniel Ruben (ab 59.min 4 Lars Wolf), 9 Christoph Lindner, 10 Mario Hößler (ab 85.min 17 Uwe Rautenberg), 11 Christian Fischer (C), 12 Philipp Schreiber, 14 Marcus Lehnert, 15 Felix Peschmann
Trainer: Thomas Strangfeld

 

Zuschauer: 98

 

Schiedsrichter: Steffen Schötz

1. Assistent: Benjamin Kaiser  / 2. Assistent: Marcel Quiel

               

Tore: 0:1 Tobias Michling (35.); 0:2 Maik Druschke (40.); 0:3 Dennis Gläske (72.)


18. Spieltag: SV Boblitz - SV Calau 1:0 (0:0)

 

Überlegenheit nicht mit Punkten belohnt

 

Die SV-Kicker standen nach dem Abpfiff fast fassungslos auf dem Rasen. Im Spiel beim SV Boblitz, ihres Zeichens aktuell Viertplatzierter, kassierte man eine Niederlage, die mehr als vermeidbar war.

 

Das Spiel startete verheißungsvoll für die "Turbinen", die in den Anfangsminuten druckvoll nach vorne spielten und die offensivstarken Gäste somit weit weg vom eigenen Tor hielten. Diese Überlegenheit hielt allerdings nicht lange an, denn über weite Strecken der ersten Hälfte zeigten beide Mannschaften wenig ansehnlichen Fußball.

Dabei standen sich die Mannen von Thomas Schippan oft selbst im Weg, da sie in vielen Situationen eher verbal, als fußballerisch auffällig wurden und die Konzentration für das Wesentlich abging.

 

Dennoch hatte man bis zur Pause zwei sehr gute Möglichkeiten zum ersten Tor. In der 21. Minute bediente Robert Thoran Sturmpartner Dennis Glaeske mit einem Pass in die Schnittstelle, doch dieser scheiterte zunächst am Schlussmann und später am Außennetz.

Die zweite Möglichkeit besaß Philipp Stolarski, dessen Schuss nach einem Eckball von Kai Hoffmann entschärft wurde. Und auch der Nachschuss von Sebastian Richter fand nicht den Weg über die Linie.

Die einzige Möglichkeit für die Boblitzer ergab sich nach einem ruhenden Ball. Der Freistoß aus rund 25 Metern konnte vom Calauer Schlussmann aber sicher entschärft werden (31.). Folgerichtig ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen. 

 

In den zweiten 45 Minuten konnte die Spielvereinigung endlich an die Leistung aus den vergangenen Spielen anknüpfen. Defensiv hatte man in einem insgesamt hart geführten Duell weiterhin alles im Griff und ließ nichts zu. Offensiv schaffte man es nun eins ums andere Mal sich große Chancen zu erarbeiten.

 

Innerhalb von nur drei Minuten hatte Robert Thoran zwei Mal das 0:1 auf dem Fuß. Zunächst führte ein Befreiungsschlag dazu, dass Calaus 14er allein auf Kai Hoffmann zu lief, in ihm aber seinen Meister fand (67.). Fast eine identische Sitution spielte sich in der 67. Minute, als Maik Druschke seinen Mitspieler auf die Reise schickte, aber der Angreifer der SVC wieder nicht einnetzen konnte. 

 

Chancen für die Calauer gab es darauf weiter in kurzen Abständen. Nach einem Durcheinander im Anschluss an einen Eckball setzte Martin Bräuer das Spielgerät knapp neben das Gehäuse (73.). In der nächsten Szene wurde Robert Thoran als Vorlagengeber auffällig, als seine Hereingabe von Kai Hoffmann nur abgeklatscht werden konnte, er den Nachschuss von Dennis Glaeske aber wieder stark parieren konnte (79.). Spätestens nach dieser Szene konnte sich die Heimelf bei ihrem Torhüter bedanken, dass es aus ihrer Sicht noch 0:0 stand.

 

Eine weitere Einschussmöglichkeit war Miro Witczak vorbehalten. Wiederrum setzte sich Robert Thoran auf rechts gut durch und brachte die Hereingabe punktgenau in den Strafraum, wo Miro Witczak aber nicht mehr genug Druck hinter den Ball bekam und dieser somit sichere Beute war (81.).

 

Das Fußball oftmals nicht gerecht ist, zeigte sich in der 90. Minute. Die Calauer waren auch in den letzten Minuten dem entscheidenden Treffer deutlich näher und investieren viel Kraft in den Angriff. Dies rächte sich, als die Schwarz-gelben nach einem Ballgewinn schnell umschalteten. Die erste Flanke von der linken Seite konnte noch geklärt werden, doch beim zweiten Versuch kam Norman Berger an der Strafraumkante an den Ball und versenkte die Kugel unter die Latte. Zu allem Unglück kam hinzu, dass die Hereingabe von einem SVC-Verteidiger unglücklich abgefälscht wurde, da sie sonst hätte geklärt werden können.

 

Die Nachspielzeit sollte diesem unglücklichen Nachmittag noch die Krone aufsetzen. Erst netzte Dennis Glaeske mit einem Heber zum 1:1 ein, dessen Treffer aber aufgrund einer vermeintlicher Abseitsentscheidung keine Anerkennung fand.
Praktisch mit dem Schlusspfiff war wieder Dennis Glaeske zur Stelle und konnte erneut einschießen, doch wieder wurde der Treffer von Schiedsrichter Daniel Kläge nicht gegeben. Zuvor war Robert Thoran einen Schritt schneller als der herausstürmende Keeper Kai Hoffmann am Ball, was vom Unparteiischen als Foulspiel gewertet wurde. Nicht die einzige umstrittene Entscheidung des Schiedsrichtergespanns, dass während der gesamten Partie nicht das Gefühl vermittelte, ein souveräner Leiter der Partie gewesen zu sein.

Somit konnte die Heimelf nach 90 teils turbulenten Minuten einen glücklichen Heimsieg bejubeln, der sie weiter im Kampf um die Aufstiegsplätze hält. Die SVC verpasste es dagegen mit einem Erfolg weiter Boden in der Tabelle gut zu machen und rangiert weiter auf der zehnten Position.

 

ms

 

SG Boblitz: 1 Kai Hoffmann; 3 Alexander Hoschke, 5 Andy Pfeiffer (ab 89.min 4 Lukas Baer), 6 Constantin Stroia (ab 36.min 18 Steven Maßnigk), 7 Norman Berger, 10 Christoph Roske (ab 46.min 14 Patrick Hermann), 11 Jan Hammer (C), 12 Johannes Klein, 16 Marco Richter, 20 Felix Kullick, 22 Toni Krüger

Trainer: Klaus Muschter

 

SV Calau: 10 Torsten Künzel (C); 3 Frank Lehmann, 5 Martin Bräuer, 6 Maik Thonke, 7 Johannes Linner, 8 Maik Druschke, 9 Miro Witczak, 11 Dennis Gläske, 14 Robert Thoran, 16 Tobias Michling (ab 8.min 13 Sebastian Richter), 17 Philipp Stolarski (ab 72.min 2 Toni Richter)

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 51

 

Schiedsrichter: Daniel Kläge

1.Assistent: Philipp Holzhüter / 2.Assistent: Dennis Köhler

 

Tor: 1:0 Norman Berger (90.)

 

Gelb/Rot: 81.Felix Kullick (Boblitz)

               81. Martin Bräuer (Calau)


19. Spieltag: SV Wudritz Ragow - SV Calau 3:4 (2:2)

 

Hart erkämpfter Auswärtserfolg

 

Die Erinnerungen an das Hinspiel gegen Wudritz Ragow waren für die SVC wenig positiv. Trotz einer frühen Führung unterlag man klar mit 1:4, was auch in dieser Höhe verdient war, da sich die Gäste damals stark präsentierten. 

 

Im Vorfeld des Rückspiels standen die Vorzeichen für die "Turbinen" wieder nicht gut, da sich bei der bitteren Niederlage in Boblitz mit Frank Lehmann, Maik Druschke und Tobias Michling gleich drei Akteure teils schwer verletzten und ebenso wie Martin Bräuer (gesperrt), Andreas Schippan und Michael Scheppan nicht einsatzbereit waren. 

Dafür gab Winter-Neuzugang Levin Kowalewicz sein Debüt bei der Ersten und war bereits bei seinem Spiel eine echte Verstärkung auf der Verteidiger-Position.

 

Trotz dieser Tatsachen konnte man aber auch nicht davon ausgehen, dass die Ragower als klarer Favorit in die Partie gingen. Nach einem starken Saisonstart holte der Aufsteiger in nunmehr acht aufeinanderfolgenden Spielen keinen Sieg und rutschte somit ins untere Mittelfeld ab. 

 

Die Unsicherheit, bedingt durch die Negativserie, war den Ragowern zu Beginn anzumerken. Schon in der ersten Minute hatten die Calauer in Person von Toni Richter und Miro Witczak eine Doppelchance, als sie jeweils an der Strafraumkante zum Abschluss kamen. Bei beiden Versuchen bewahrte Stefan Schmogrow sein Team mit einer guten Parade vor dem Rückstand.

 

Diesen wiederrum konnte er aber wenig später auch nicht verhindern, als Philipp Stolarski und Robert Thoran die Heim-Abwehr tief in deren Hälfte unter Druck setzten und einen Fehlpass provozierten. Robert Thoran behielt in dieser Situation die Übersicht und bediente Dennis Glaeske im Zentrum, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und sicher verwandelte (5.).

 

Die Antwort des SV Wudritz ließ aber nicht lange auf sich warten. Kapitän Robert Neumann wurde im Mittelfeld nicht entscheidend gestört und brachte das Spielgerät auf den linken Flügel. Von dort aus erreichte eine Hereingabe Dennis Halka im Strafraum, der vor Torsten Künzel an den Ball kam und per Direktabnahme einnetzte (7.).

 

Doch das war noch nicht das Ende einer turbulenten Anfangsphase, denn wiederum nur drei Minuten später ging die Spielvereinigung erneut in Front. Ausgangspunkt war ein Befreiungsschlag von Sebastian Richter vom eigenen Strafraum, der zur Steilvorlage für Robert Thoran wurde. Eigentlich hatte sowohl sein Gegenspieler, als auch Stefan Schmogrow den kürzeren Weg zum Ball, doch Calaus Angreifer spielte seine Schnelligkeit aus und legte sich das Spielgerät am heimischen Keeper vorbei. Vor dem leeren Tor war das Versenken des Leders schließlich nur noch reine Formsache (10.).

 

Von diesem erneuten Rückschlag mussten sich die Ragower ein Paar Minuten erholen, nahmen aber spätestens nach 20 Minuten das Zepter in die Hand. Kurz zuvor wäre ihnen beinahe zwei Mal der Ausgleich gelungen. Zunächst hatten die Gäste Glück, dass ein heimischer Angreifer einen zu kurz abgewehrten Ball knapp über den Querbalken setzte. Nur wenige Augenblicke später konnte sich Torsten Künzel das erste Mal wirklich auszeichnen. Durch zu passives Abwehrverhalten auf dem linken Flügel konnten die Gastgeber den Ball in den Strafraum bringen, den ein Stürmer am kurzen Pfosten erreichte. Durch einen starken Reflex im kurzen Eck bewahrte der SV-Keeper seine Mannschaft aber vor dem 2:2 (18.).

 

Im weiteren Verlauf hielt der Aufsteiger den Druck hoch und war ein ums andere Mal dem Ausgleich nahe, der schließlich in der 36. Minute fiel - wenn auch durch eine strittige Entscheidung. In höchster Not brachte Enrico Hausmann seinen Körper robust zwischen Torsten Künzel und einen Angreifer, um sich so den Ball zu erobern. Schiedsrichter Klaus-Dieter Volgenau wertete dieses Einsteigen als zu hart und zeigte auf den Punkt. Torjäger Dennis Halka ließ sich auch diese Chance nicht nehmen und versenkte den Strafstoss im rechten oberen Eck. 

 

Bereits in der 38. wäre die SVC beinahe zum dritten Mal in dieser Halbzeit in Führung gegangen. Dennis Glaeske schaffte es nach einem Eckball nicht, den Ball aus drei Metern einzuköpfen, sondern traf stattdessen den Pfosten.
Der Befreiungsschlag des SV Wudritz kam postwendend zurück und fiel Toni Richter vor die Füße, der einen Tick eher als Stefan Schmogrow an das Spielgerät kam, aber bis an die Grundlinie abgedrängt wurde. Anstatt den freistehend Miro Witczak zu bedienen entschied er sich für den Schuss und scheiterte am Außenpfosten. 

 

Der letzte Aufreger vor dem Wechsel sollte negative Folgen für die Schwarz-weißen haben. Nach einem Freistoß prallte Torsten Künzel heftig mit einem Angreifer zusammen und knickte dabei zudem um. Für den Aushilfskeeper war ein Weiterspielen danach nicht mehr möglich, wodurch Trainer Thomas Schippan zwischen die Pfosten ging. 

 

Die Ragower wollten ihren Schwung vom Ende der ersten Hälfte mit in den zweiten Abschnitt nehmen und waren weiter bemüht, das Spiel endgültig zu drehen. Ein Handspiel im Strafraum, dass dem Schiedsrichter keine andere Wahl ließ, als erneut auf Elfmeter zu entscheiden, brachte sie wieder ins Hintertreffen. Enrico Hausmann trat selbstbewusst an und traf sicher zum 2:3 (53.).

 

Allen Akteuren war der weitere Spielverlauf klar. Die Gastgeber sollten ihre offensiven Bemühungen weiter verstärken, wohingegen der SVC ein langer Kampf bevor stand, um dieses Ergebnis über die Zeit zu bringen. Allerdings löste die Elf von Thomas Schippan dieses Vorhaben mit Bravour und stemmte sich aufopferungsvoll gegen die Angriffe. Zudem fiel den Ragowern aus dem Spiel heraus nichts ein und ihre zahlreichen Standardsituationen wurden entweder schlecht ausgeführt oder konnten von der SV-Defensive geklärt werden. 

 

Dieses Bild sahen die 65 Zuschauer nahezu die gesamte zweite Halbzeit, in dem Wissen, dass der Heimelf ein Treffer zum Ausgleich genügt. Dies war ab der 82. Minute aber nicht mehr der Fall, denn dann erhöhten die Calauer sogar auf 2:4. Nach einem langen Ball konnte Robert Thoran erneut seine Schnelligkeit ausnutzen und sich das Leder am Schlussmann vorbei legen. An der Grundlinie zu Stehen kommend behielt er auch hier die Übersicht und flankte auf Philipp Stolarski, der sicher einschießen konnte. 

 

Die Moral der Gastgeber hatte von dort an einen deutlichen Dämpfer bekommen und Dennis Glaeske wäre wenig später beinahe der fünfte gelungen. Sein sehr guter Schuss aus 16 Metern konnte aber noch so eben aus dem Winkel gefischt werden. 

 

Der Schlusspunkt dieser turbulenten, umkämpften und zuweilen hart geführten Partie war dem Aufsteiger vorbehalten. In der üppigen Nachspielzeit von mehr als fünf Minuten führte eine Standardsituation doch noch zum Erfolg. Paul Voß kam im Zentrum unbedrängt zum Kopfball und konnte mit Hilfe der Latte noch das 3:4 erzielen, was schlussendlich aber nicht mehr als statistischen Wert hatte (90.+5). 

 

So bejubelten die SV-Kicker nach dem Abpfiff einen knappen Erfolg, den sie sicher aufgrund ihrer kämpferischen Leistung verdient hatten. Ragow hatte im ersten Abschnitt insgesamt mehr vom Spiel, wirkte nach dem erneuten Rückstand im zweiten Durchgang aber zu ideenlos.

 

Durch diesen Erfolg schoben sich die Calauer an den Ragowern vorbei auf Rang neun und haben mit diesen drei Zählern in der Rückrunde schon jetzt so viele Punkte eingefahren, wie in der gesamten Hinrunde.
Am kommenden Wochenende ist spielfrei, ehe es am 26.04. mit einem Heimspiel gegen RW Luckau II weiter geht.

ms

 

Wudritz Ragow: 1 Stefan Schmogrow; 2 Jan Mücke, 3 Sebastian Reinhardt (ab 65.min 14 Martin Lehmann), 4 Robert Neumann (C), 6 Patrick Marx, 7 Christian Sommer, 8 Dominik Wicha, 9 Paul Scharlow, 10 Paul Voß, 13 Dennis Halka, 16 Dennis Wachholz

Trainer: Gerd Wagner

 

SV Calau: 10 Torsten Künzel (C)(ab 40.min 16 Thomas Schippan); 3 Toni Richter (ab 90.+2 min 2 Marko Kuba), 4 Enrico Hausmann, 5 Robert Thoran (ab 90. min 12 Matthias Richter), 6 Maik Thonke, 7 Johannes Linner, 8 Levin Kowalewicz, 9 Miro Witczak, 11 Dennis Glaeske, 13 Sebastian Richter 17 Philipp Stolarski

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 65

 

Schiedsrichter: Klaus-Dieter Volgenau

1. Assistent: Manfred Haarich / 2. Assistent: Wilfried Fechner

 

Tore: 0:1 Dennis Glaeske (5.); 1:1 und 2:2 Dennis Halka (7. und 35./FE); 1:2 Robert Thoran (10.); 2:3 Enrico Hausmann (53./HE); 2:4 Philipp Stolarski (82.); 3:4 Paul Voß (90.+5)

20.Spieltag: SV Calau - RW Luckau II 1:0 (1:0)

 

Frühes Tor entscheidet Spiel

 

 



Nach der einwöchigen Spielpause und insgesamt sechs Wochen ohne Heimpartie empfing die Spielvereinigung zum 20. Spieltag die zweite Mannschaft von RW Luckau, die vor dem Spiel auf Rang 12 und damit nur vier Punkte vor dem Abstiegsrang standen.

 

Die Calauer hingegen konnten sich durch drei Erfolge aus den letzten vier Begegnungen aller Abstiegssorgen entledigen und befinden sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle wieder.

Ein Heimsieg gegen die Berstestädter war das erklärte Ziel vor der Partie, zumal man noch Wiedergutmachung aus dem Hinspiel zu leisten hatte. Damals reichten indiskutable zehn Minuten vor der Pause, um dem Aufsteiger den Sieg zu ermöglichen.

 

Trotz dieses Vorhabens war Thomas Schippan aufgrund von Personalmangel dazu gezwungen, gleich sieben Feldspieler ins Rennen zu schicken, die ihre Einsätze zumeist in der Defensive bekommen. Einzig Dennis Glaeske, Toni Richter und Philipp Stolarski verstehen sich als reine Offensivkräfte.

 

Dennoch erwischten die „Turbinen“ einen optimalen Start. Bereits in der vierten Minuten bediente Philipp Stolarski Dennis Glaeske auf dem rechten Flügel, der seinen Gegenspieler stehen ließ und den Ball von der Grundlinie flach in den Strafraum brachte. Enrico Hausmann stand goldrichtig, legte sich das Spielgerät noch kurz vor und jagte selbiges in den linken oberen Winkel.

 

Die Luckauer zeigten sich von diesem frühen Rückschlag aber wenig geschockt und wollten schnell den Ausgleich herstellen. Bis zur ersten wirklichen Chance dauerte es jedoch eine Viertelstunde. Eine Hereingabe von der rechten Seite konnte Christian Spiller zunächst nicht festhalten, doch beim Nachschuss konnte er die Situation mit einer Parade bereinigen.

Ein ruhender Ball führte zur nächsten Möglichkeit für die Landesklassen-Reserve. Nach einem Eckball kam ein Angreifer nahe des 5-Meter-Raumes unbedrängt zum Kopfball, setzte diesen aber recht weit am langen Pfosten vorbei.

 

Dies sollte es mit nennenswerten Torchancen im ersten Durchgang auch schon gewesen sein. Luckau war zwar auch weiterhin das aktivere Team, fand gegen die zweikampfstarke SV-Defensive aber so gut wie kein Mittel. Auf der anderen Seite merkte man den Schwarz-weißen an, dass im Angriff wichtige Akteure fehlten, die für sonst für das kreieren von Torraumszenen verantwortlich sind.

 

Der zweite Abschnitt begann mit einer von vielen Standardsituationen um den Strafraum der Heimelf. Aus halbrechter Position schoss ein Luckauer den Ball an der Mauer vorbei, doch Christian Spiller tauchte rechtzeitig ab (46.).

 

Die Berstestädter hielten den Druck in den zweiten 45 Minuten stets hoch und versuchten durch spielerische Elemente zum Erfolg zu kommen. Torchancen aus dem Spiel heraus ergaben sich für sie aber während der gesamten Partie nicht.

 

So dauerte es bis zur 76. Minute, ehe sie erneut auffällig wurden. Auch diese Chance resultierte aus einem ruhenden Ball, dieses Mal aus halblinker Position. Wieder wurde der Ball vorbei an der Mauer auf das Tor gezirkelt, doch wieder war Christian Spiller zur Stelle, der seiner Mannschaft an diesem Nachmittag ein sicherer Rückhalt war.

 

In  Minute 80 wurde dann endlich das Heimteam offensiv wieder aktiv. Der eingewechselte Robert Thoran sah Dennis Gläske auf der linken Angriffsseite starten und erreicht diesen mit einem langen Ball. Vorbei an seinem Gegenspieler sah sich der Stürmer nur noch Maik Friemelt gegenüber, konnte ihn aber nicht überwinden.

 

Das zweite Tor – und damit die mögliche Vorentscheidung – gelang Robert Thoran in der 90. Minute, dessen Treffer aber aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition keine Anerkennung fand. Alleine vor dem Kasten wollte er auf seinen Sturmpartner Dennis Glaeske quer legen, doch das Spielgerät sprang durch einen Verteidiger wieder vor die Füße von Robert Thoran, der nur noch ins leere Tor schieben musste. Zum Erstaunen will der Assistent hierbei eine Abseitsposition gesehen haben.

 

Somit musste die SVC in der verbliebenen Nachspielzeit noch um den Sieg zittern, da die Gäste alles nach vorne warfen. Aber auch die letzten Angriffe des Aufsteigers wurden wie in der gesamten Spielzeit mit viel Einsatz verteidigt, wodurch Enrico Hausmanns Tor aus der vierten Minute das Tor des Tages blieb.

 

Nach 90 Minuten stand somit ein hart umkämpfter und insgesamt glücklicher Sieg zu Buche, der hoffentlich weiteres Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gibt. Zunächst geht es am Donnerstag, den 1. Mai, im Pokal-Halbfinale gegen Wacker Schönwalde, ehe zwei Tage später Kreisliga-Spitzenreiter Altdöbern an der Ziegelstraße gastiert.

 ms

 

SV Calau: 1 Christian Spiller (C); 3 Frank Lehmann, 4 Michael Scheppan, 5 Martin Bräuer, 6 Maik Thonke, 7 Johannes Linner, 8 Levin Kowalewicz, 9 Toni Richter (ab 70.min 14 Robert Thoran), 10 Enrico Hausmann (ab 86.min 15 Matthias Krzyzanek), 11 Dennis Glaeske, 17 Philipp Stolarski (ab 46.min 13 Sebastian Richter)

Trainer: Thomas Schippan

 

RW Luckau II: 1 Maik Friemelk; 2 Sebastian Pietzrok (ab 64.min 8 Frederic Hermann), 3 Marian Bernacki (C), 4 Jakob Richter, 5 Karsten Tscchiesche, 6 Ronny Laurenat, 9 Denny Klinkmüller, 10 Tim Kranz, 11 Matthias Zeilke (ab 79.min 8 Eric Frauendörfer), 14 Sven Mehlhose, 15 Oliver Trautmann
Trainer: Thomas Schwittek

 

Zuschauer: 32

 

Schiedsrichter: Wilfried Fechner

1. Assistent: Kai Hoffmann / 2. Assistent: Jens Rumpelt

 

Tore: 1:0 Enrico Hausmann (4.)


21. Spieltag: SV Calau - Alemannia Altdöbern 1:4 (0:1)

 

Nichts zu holen gegen den Spitzenreiter

 

 

 

 

Laut Rückrundentabelle war die Begegnung zwischen der SVC und Altdöbern ein echtes Spitzenspiel. Der Spitzenreiter konnte alle seine sieben Partien gewinnen, während die Calauer mit 13 gesammelten Zählern auf dem dritten Rang dieser Wertung standen.
In der Gesamtabrechnung werden die Unterschiede schon deutlicher, denn da trennen die Mannschaften einige Zähler und Plätze mehr im Klassement. Hinzu kam, dass sich die „Turbinen“ nach einer desolaten zweiten Halbzeit im Hinspiel mit 2:8 geschlagen geben musste.

 

Beide Mannschaften hatten in der Woche um den 1. Mai ein straffes Programm abzuspulen. Neben den Kreisliga-Partien stand zwei Tage vor dieser Begegnung das Halbfinale des Kreispokals an, wo sich die beiden Kreisligisten den favorisierten Teams aus der Landesklasse geschlagen geben mussten. Die Calauer zogen sich mit einem 0:2 gegen Wacker Schönwalde noch achtbar aus der Affäre, doch die Alemannen kamen beim 0:7 in Lübben deutlicher unter die Räder.

 

Die Gäste schienen die klare Niederlage zu Beginn besser verarbeitet zu haben. Von der ersten Minute an suchten sie strikt den Weg nach vorne und konnten oftmals nur durch Fouls am und um den Strafraum gestoppt werden. Eine solche Situation führte in der achten Minute auch zum ersten Ausrufezeichen, als Florian Franke einen Freistoß von halblinks um die Mauer zirkelte und an den Pfosten setzte.

 

Der erste Treffer für Altdöbern ließ schließlich nicht mehr lange auf sich warten. Kapitän Franz Schiementz wurde im Strafraum angespielt und leitete den Ball sehenswert auf Steve Römer weiter, der das Leder aus zentraler Position trocken versenkte und Torsten Künzel keine Chance ließ (13.).

 

Die Gastgeber mussten froh sein, in der Anfangsphase nicht höher in Rückstand zu geraten, kämpften sich mit zunehmender Spielzeit aber immer besser in die Partie. Spätestens ab Mitte des ersten Durchgangs sahen die 69 Zuschauer ein recht ausgeglichenes Spiel, bei dem die Calauer offensiv aber kaum in Erscheinung traten. Ein abgefälschter Freistoß von Robert Thoran konnte noch als beste Chance verbucht werden.

 

Anders sah es beim Tabellenführer aus. Sobald sie im Angriffsspiel nicht konsequent gestört wurden oder Fehler der Heimelf provozierten, spielten sie ihre Qualität aus. So auch in der 34. Minute, als Florian Franke nach einem Ballgewinn das Spiel schnell machte und den links mitlaufenden Maik Becker bediente. Schon vorbei an Torsten Künzel schaffte es der Angreifer aber nicht, den Ball im fast leeren Tor unter zu bringen.

Nur wenige Minuten zuvor hatten die Schwarz-weißen außerdem Glück, dass Johannes Linner eine Direktabnahme nach einem Eckball noch auf der Linie klären konnte (30.). Mit einer knappen aber verdienten Führung für die Gäste wurden somit die Seiten getauscht.

Die Spielvereinigung wollte nach dem Wechsel zunächst nicht den Fehler machen den Alemannen ins offene Messer zu laufen und war zunächst einmal weiter um defensive Ordnung bemüht.
Diese ging aber verloren, als ein Freistoß von der linken Seite zum 0:2 führte. Andreas Lobstein kam am langen Pfosten eingelaufen und konnte die Hereingabe ohne Gegenwehr aus kurzer Distanz einnicken (55.).

 

Das die Gastgeber doch nochmal ins Spiel zurück kamen lag an der schnellen Antwort auf diesen Treffer. Nach einem langen Ball setzte sich Dennis Glaeske energisch gegen seinen Gegenspieler durch, umkurvte Steffen Blaske im Tor und brachte das Leder vor das Tor. Der zur Halbzeit  eingewechselte Sebastian Richter hatte keine Mühe zu vollenden (60.).

 

Das Tor näherte das Selbstbewusstsein der Calauer, die nun ihre Chance witterten und in der 67. Minute beinahe zum Ausgleich gekommen wären. Toni Richter verlängerte gut mit dem Kopf in den Lauf von Robert Thoran, der von der rechten Seite alleine auf Steffen Blaske zulief. Anstatt abzuschließen entschied er sich aber für den Haken und verlor somit den Ball an Andreas Lobstein.

 

Praktisch im Gegenzug bestraften die Altdöberner das Auslassen dieser Möglichkeit mit dem dritten Tor. Ein Freistoß von Maik Becker aus dem Halbfeld segelte an allen Spielern im Strafraum vorbei und schlug nach einem Aufsetzer im rechten oberen Eck ein (67.).

 

Fortan hatte der Tabellenführer wieder alles im Griff und dominierte die Partie bis zum Schlusspfiff. Steve Römer blieb es vorbehalten, nach dem ersten Tor auch für den Schlusspunkt zu sorgen. Im Anschluss an eine Flanke von der rechten Seite löste er sich von Sven Bundesmann und brachte die Kugel per Direktabnahme im kurzen Eck unter (78.).

 

Altdöbern präsentierte sich von der Pokal-Schlappe unbeeindruckt und fuhr einen absolut verdienten Sieg ein. Ihnen fehlen nach diesem Erfolg nur noch zwei Siege um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesklasse auch praktisch perfekt zu machen.

Die Spielvereinigung hingegen zeigte wie schon gegen Schönwalde eine ansprechende Leistung, musste sich der größeren Qualität des Gegners aber erneut geschlagen gaben. Durch den Sieg der Ragower verlor man Platz neun in der Tabelle, der aber nach wie vor erreichbar ist.

 

Weiter geht es am kommenden Samstag mit einem weiteren Heimspiel. Dann wartet mit dem Tabellenzweiten Groß Beuchow erneut ein harter Gegner auf die Mannschaft von Thomas Schippan.

 

ms

 

SV Calau: 10 Torsten Künzel (C); 2 Michael Scheppan, 3 Frank Lehmann, 5 Martin Bräuer (ab 75.min 16 Levin Kowalewicz), 6 Maik Thonke, 7 Johannes Linner, 8 Toni Richter, 10 Sven Bundesmann, 11 Dennis Glaeske (ab 88.min 4 Matthias Richter), 14 Robert Thoran, 15 Philipp Stolarski (ab 46.min 13 Sebastian Richter)

Trainer: Thomas Schippan

 

Alemannia Altdöbern: 1 Steffen Blaske; 3 Andreas Lobstein, 5 Steven Lubitz, 7 Franz Schiementz (C), 9 Maik Becker, 10 Stephan Pollock, 11 Mirko Buder, 13 Markus Raschick, 16 Oliver Lemke (ab 77.min 20 Henrik Kaleve), 17 Florian Franke, 18 Steve Römer (ab 83.min 4 Jonny Jones Tschirnhorsky)

Trainer: Norbert Krüger 

 

Zuschauer: 69

 

Schiedsrichter: Manfred Haarich

1. Assistent: Frank Bohla / 2. Assistent: Herbert Rumposch

 

Tore: 0:1 und 1:4 Steve Römer (12. und 78.); 0:2 Andreas Lobstein (55.); 1:2 Sebastian Richter (60.); 1:3 Maik Becker (67.)


22.Spieltag: SV Calau - GW Groß Beuchow 1:3 (0:1)

 

Philipp Konrad sichert Beuchow den Sieg

 

Das Spiel gegen Groß Beuchow stellte für die Erste das letzte von drei Heimspielen in Folge gegen hochkarätige Gegner dar. Zuvor hatte man schon gegen Schönwalde und Altdöbern die klare Außenseiterrolle inne und auch gegen den Tabellenzweiten käme ein Punktgewinn einer Überraschung gleich.

 

Dennoch stellte Thomas Schippan sein Team offensiver ein als in den beiden Spielen zuvor. Mit eigenem Angriffsspiel und mehr Mut wollte man die Beuchower möglichst weit weg vom eigenen Tor halten, was aber während der gesamten Partie kaum gelang.

 

Grün-weiß drückte der Partie von Beginn an seinen Stempel auf und suchte konsequent mit Kombinationsspiel den Weg nach vorne. Dabei zeigten sie gute Ansätze, strahlten im gesamten ersten Durchgang nur selten echte Torgefahr aus. Marco Köllners Distanzschuss, der knapp über den Querbalken ging, war lange Zeit die beste Möglichkeit.

 

Auf der anderen Seite beschränkten sich die Angriffe der "Turbinen" fast ausschließlich darauf, Mittelstürmer Robert Thoran mit langen Bällen in Szene zu setzen. Dieser hatte in vorderster Front einen harten Job und musste sich oft alleine einigen kräftezehrenden Zweikämpfen gegenüberstellen. Mangels Unterstützung seiner Mitspieler blieben Torgelegenheiten jedoch lange Zeit aus.

 

In einer ereignisarmen ersten Hälfte sorgte Philipp Konrad in der 34. Minute für das einzige echte Highlight. Nach einem Konter der Gäste schien die Situation eigentlich schon geklärt, als Martin Bräuer den Diagonalball abfing. Philipp Konrad setzte aber gut nach, eroberte sich das Leder zurück und schloss aus rund 20 Metern mit einem sehenswerten Schuss in das rechte obere Eck seine Farben in Führung.

 

Eine Chance für die Calauer gab es vor der Pause dann doch noch. Fast mit dem Pausenpfiff prüfte Martin Bräuer mit einem Flachschuss Marcel Pohling. Der Beuchower Schlussmann machte sich lang und konnte den Versuch im linken unteren Eck entschärfen.

 

Etwas mehr als fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als wieder Philipp Konrad zur Stelle war und das 0:2 erzielte. Nach einer brenzligen Szene im Strafraum konnte Maik Thonke zunächst noch gut verteidigen, ehe Johannes Linner den Ball aus dem Strafraum beförderte. Allerdings landete das Spielgerät genau vor den Füßen von Beuchows Nummer 7, der Torsten Künzel mit einem Flachschuss überwinden konnte (51.).

 

Es dauerte nur weitere zehn Minuten, als Philipp Konrad endgültig zum Mann des Spiels avancierte. Ein Beuchower Angreifer konnte nicht vom Ball getrennt werden und bediente seinen Teamkollegen, der aus spitzem Winkel einschießen konnte. Torsten Künzel bekam zwar noch die Hände an den Ball, konnte die endgültige Vorentscheidung aber auch nicht verhindern.

 

Positiv ist zu erwähnen, dass sich die SVC nach diesem 0:3 nicht seinem Schicksal ergab, sondern nun etwas mehr investierte. Belohnt wurde man dafür in der Schlussphase mit dem Ehrentreffer. Enrico Hausmann wurde im Strafraum ungeschickt zu Fall gebracht und eröffnete Dennis Glaeske somit per Strafstoß die Möglichkeit zum Anschluss. Calaus Angreifer nutzte die Gelegenheit, indem er Marcel Pohling mit einem platzierten Schuss keine Chance ließ (78.).

 

Dies sollte aber nicht mehr als eine Resultatverbesserung sein, denn der Tabellenzweite ließ nahezu die gesamte Spielzeit kaum einen Zweifel daran aufkommen, wer als Sieger den Platz verlässt.

 

Nach einem spielfreien Wochenende bestreitet die Erste ihr nächstes Spiel bei Eintracht Wittmannsdorf, die zwei Plätze über den Calauern platziert sind. Dort wird man hoffentlich wieder aktiver am Spiel teilnehmen, um weitere Punkte einzufahren. 

ms

 

SV Calau: 10 Torsten Künzel (C); 2 Michael Scheppan, 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 6 Maik Thonke, 7 Johannes Linner, 11 Dennis Glaeske, 13 Sebastian Richter, 14 Robert Thoran, 15 Philipp Stolarski

Trainer: Thomas Schippan

 

GW Groß Beuchow: 1 Marcel Pohling; 4 Benjamin Jank, 7 Philipp Konrad (ab 72.min 12 Oliver Roth), 8 Dino Pschipsch (C), 9 Mario Mersiovsky, 10 Maik Patorek, 13 Marco Köllner, 15 Stefan Müller, 17 Christoph Vanecek, 19 Maik Deckart, 21 Andre Brosda (ab 69.min 25 Maik Wagner)

Trainer: Jörg Dehlan

 

Zuschauer: 59

 

Schiedsrichter: Mike Guttke

1. Assistent: Michael Hannuschke/ 2. Assistent: Jens Rumpelt

 

Tore: 0:1, 0:2 und 0:3 Philipp Konrad (34., 51. und 61.); 1:3 Dennis Glaeske (78./FE)


23. Spieltag: Eintracht Wittmannsdorf - SV Calau 2:2 (0:2)

 

Punkteteilung beim Aufsteiger

 

 

Bei sommerlichen Temperaturen verschlug es die Erste am 23. Spieltag nach Wittmannsdorf, wo man auf die gastgebende Eintracht traf. Der Aufsteiger rangierte vor dem Spieltag zwei Plätze und sieben Zähler vor den Calauern, die aber das Hinspiel deutlich mit 5:1 für sich entscheiden konnten.

 

Auf wunderbarem Geläuf hielten die Akteure von Beginn an wenig von taktischen Zwängen und kannten oft nur den Weg nach vorne. Bis zur 17. Minute verzeichneten beide Teams einige Möglichkeiten, die aber eher in der Kategorie Halbchancen einzuordnen sind. Dann führte eine Hereingabe von links dazu, dass ein Angreifer der Eintracht im Sechzehner frei zum Abschluss kam, aber knapp verzog.

 

Fünf Minuten später ließ Marko Kuba seinen Gegenspieler auf der Außenbahn gewähren, der seinen Teamkollegen an der Strafraumgrenze fand. Vorbei an Martin Bräuer und Frank Lehmann sah sich der Wittmannsdorfer nur noch Andreas Schippan gegenüber, jagte das Spielgerät jedoch über den Querbalken.

 

Praktisch im Gegenzug führte ein Freistoß aus dem Halbfeld zur bis dato größten Gelegenheit der SVC. Johannes Linner spielte einen klugen Ball in die Spitze, wo wenige Meter vor dem Gästekeeper Enrico Hausmann das Zuspiel nicht verwerten konnte.

Einer noch besseren Chance sah sich Dennis Glaeske in der 28. Minute gegenüber. Die Wittmannsdorfer Defensive spekulierte bei einem Zuspiel von Enrico Hausmann auf Abseits, weswegen Dennis Gläske freie Fahrt zum Tor hatte. Sein flacher Abschluss trudelte denkbar knapp am linken Pfosten vorbei.

 

Die sich in dieser Phase abzeichnende Führung für die Schusterstädter gelang schließlich Enrico Hausmann. Ein Abschlag von Andreas Schippan fand Torsten Künzel im Mittelfeld, der das Leder weiter in die Spitze spielte. Wieder blieb die Fahne des Assistenten unten und Enrico Hausmann schloss aus 16 Metern mit links zur Führung ab (30.).

 

Den Treffer seines Sturmkollegen wollte Dennis Gläske nicht unbeantwortet lassen. Erneut war ein Abstoß von Andreas Schippan auf Torsten Künzel der Ausgangspunkt. Mit dem Ball am Fuß legte der Kapitän noch ein paar Meter zurück und setzte Dennis Glaeske mit einem Diagonalpass in Szene. Energisch behauptete sich Calaus Nummer 11 gegen seinen Verteidiger, ließ selbigen mit einem Haken nochmals ins Leere laufen und versenkte die Kugel im rechten unteren Eck (39.).

 

Fast mit dem Halbzeitpfiff hatte die SV-Defensive noch eine brenzlige Szene zu überstehen. Ein Eintrachtler konnte ohne Gegenwehr durch das Mittelfeld gehen und spielte einen feinen Pass in die Spitze, wo sein Mitspieler Andreas Schippan überwinden konnte. Mit letztem Einsatz ging Martin Bräuer dem Versuch hinterher und kratzte den Ball wohl noch vor dem vollständigen Überqueren von der Linie (44.).

 

Mit einer Zwei-Tore-Führung für die „Turbinen“ ging es in den zweiten Abschnitt, wo die Calauer vor allem in den ersten zehn Minuten nach dem Wechsel drauf und dran waren, das vorentscheidende 0:3 zu erzielen. Dennis Glaeskes Möglichkeit in der 46. Minute, die Silvio Müller mit einer starken Parade entschärfte, war nur eine der guten Chancen für die Spielvereinigung.

 

Somit blieb das Spiel weiterhin spannend, obwohl der Aufsteiger offensiv nur selten ein Mittel fand. Ein abgefälschter Schuss aus der zweiten Reihe brachte die Heimelf endgültig zurück ins Spiel. Alexander Kaatsch fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und hatte Glück, dass Johannes Linner dem Ball noch eine entscheidende Richtungsänderung gab (63.).

 

Im Gegenzug hätte Enrico Hausmann der Hoffnung der Gastgeber wieder einen Dämpfer verleihen können. Sein Kopfball fand auch den Weg ins Tor, doch der Treffer wurde aufgrund einer Abseitsposition nicht anerkannt.

 

In der 82. Minute ging es für Andreas Schippan im Tor der Calauer nicht weiter. Eine Schulterverletzung zwang ihn dazu, seinen Platz zwischen den Pfosten zu räumen. Trainer Thomas Schippan musste sich daraufhin das Trikot drüber streifen. Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung war es erneut Alexander Kaatsch, der mit einem harten und platzierten Freistoß das 2:2 für seine Farben erzielte (87).

 

Beiden Mannschaften war in den verbliebenen Minuten anzumerken, dass sie den hohen Temperaturen ihren Tribut zollen mussten. Niemand wollte mehr das entscheidende Risiko eingehen, weswegen es nach 95 Minuten beim leistungsgerechten Unentschieden blieb.

 

ms

 

Eintracht Wittmannsdorf: 1 Silvio Müller; 2 Stefan Kienitz, 3 Patrick Kaatsch, 4 Sebastian Blank, 5 Alexander Kaatsch, 6 Marcel Neumann, 7 Marcus Archut (ab 46.min 12 Jürgen Lehmann), 8 Christopher Geike (ab 85.min 15 Steven Jänicke), 9 Chris Schmidtchen (ab 46.min 14 Matthias Wollenberg), 10 Christian Günther (C), 11 Patrick Ternick
Trainer: Wolfgang Lopper

 

SV Calau: 16 Andreas Schippan (ab 83.min 12 Thomas Schippan); 2 Maik Thonke, 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 6 Sven Bundesmann, 7 Johannes Linner, 8 Marko Kuba, 10 Torsten Künzel (C), 11 Dennis Gläske, 15 Philipp Stolarski

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 46

 

Schiedsrichter: Olaf Mahling

1. Assistent: Frank Bohla / 2. Assistent: Jens Rumpelt

 

Tore: 0:1 Enrico Hausmann (30.); 0:2 Dennis Glaeske (39.); 1:2 und 2:2 Patrick Kaatsch (63. und 87.)


24.Spieltag: FSV Gr.Leuthen/Gröditsch – SV Calau 2:0 (1:0)

 

Gäste spielen eine Stunde in Unterzahl

 

 

 

 

Das die Aufgabe beim Tabellendritten nicht einfach werden würde, war allen Beteiligten klar. Trotzdem wollte man sich keines Falls verstecken und aus einer sicheren Abwehr bei Kontern für Gefahr sorgen. Dies gelang Anfangs nur bedingt, da der Gastgeber schnell die Spielkontrolle übernahm. Die Calauer-Hintermannschaft stand gut, ließ außer Schüssen aus der zweiten Reihe nichts zu. Als in der 17. Minute ein Ball hoch in den SV-Strafraum flog, ging Stürmer Silvio Lehmann bei einem Zweikampf zu Boden. Der gut postierte Schiedsrichter wollte die Partie weiter laufen lassen, jedoch wollte sein Assistent eine Regelwidrigkeit erkannt haben. So gab es Elfmeter für die Heimelf. Pascal Weisbach ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte die Führung für seine Farben. Nun kam auch der Gast zu seinen Chancen, einen Freistoß von Johannes Linner ließ Keeper Stieber vor die Füße von Enrico Hausmann fallen, der spitzelte den Ball aber nur über das Tor. Wenig später war es wieder ein Linner- Freistoß der für Gefahr sorgte und wieder war es Hausmann, der dieses Mal mit dem Kopf das Gehäuse verfehlte. Nach einer halben Stunde stand erneut Hausmann im Mittelpunkt, nach einem Zweikampf sah er die gelbe Karte, konnte im Anschluss seinen Mund nicht halten und wurde mit der Ampelkarte zum Duschen geschickt. Durch die Überzahl konnte Gr. Leuthen nun noch besser ihren Kombinationsfussball aufziehen. So musste Calau´s Schlussmann Torsten Künzel noch zweimal vor der Pause klären.

Die zweite Hälfte begann wie die erste endete, Leuthen ließ Ball und Gegner laufen, konnten das Gehäuse der Spielvereinigung jedoch nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Erst ein Freistoß brachte die Vorentscheidung, Martin Baschin hämmerte den Ball aus gut 20 Metern in die Maschen. Nun schaltete die Heimelf einen Gang runter und ließ SV wieder mehr zur Entfaltung kommen. So kamen die Gäste noch zu einer sehr guten Chance, wieder war es ein Freistoß der scharf Richtung FSV- Gehäuse getreten wurde, der Ball flog an Freund und Feind vorbei und landete vor den Füßen von Toni Richter. Der war aber zu überrascht und schoss den Ball über das Tor. Den Schlusspunkt in der Partie setzte der Gastgeber, bei einem strammen Schuss konnte sich Keeper Torsten Künzel noch einmal auszeichnen.

Am Ende stand ein ungefährdeter Sieg der Doppeldörfler, da sich Calau früh im Spiel selbst schwächte, konnte man den Gegner nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen.

 

 ts

 

SV Calau: 10 Torsten Künzel (C); 2 Maik Thonke, 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 5 Levin Kowalewicz (ab 66.min 6 Matthias Krzyzanek), 7 Johannes Linner, 8 Maik Druschke (ab 80.min 18 Matthias Richter), 11 Dennis Glaeske, 14 Sven Bundesmann, 15 Miro Witczak, 17 Philipp Stolarski (ab 46.min Toni Richter)

Trainer: Thomas Schippan

 

FSV Gr.Leuthen/Gröditsch: 1 Kevin Stieber; 2 Stefan Ternick, 3 Martin Baschin, 5 Rene Kopsch, 6 Steven Feller (ab 68.min 8 Christoph Wolling), 7 Silvio Lehmann, 9 Pascal Weisbach (C), 10 Ingo Selbitz, 13 Marcus Plessow, 14 Piere Rasch, 15 Stephan Greschke

Trainer: Frank Boywitt

 

Zuschauer: 47

 

Schiedsrichter: Mike Guttke

1.Assistent: Philipp Holzhüter / 2.Assistent: Jens Rumpelt

 

Tore: 1:0 Pascal Weisbach (18./FE); 2:0 Martin Baschin (65.)

 

Gelb/Rot: 31. Enrico Hausmann (Calau)


25.Spieltag: SV Calau – SV 1885 Golßen II 1:0 (0:0)

 

Mühevoller 1:0-Sieg 

 

 

 

 

Der Gast spielte fast die komplette Partie in Unterzahl. So wartete man zu Spielbeginn auf Golßen´s elften Mann. Kaum hatte man die Mannschaft aufgefüllt, musste Kapitän Felix Lehmann das Spielfeld verletzt verlassen. Eine schwere Verletzung am Daumen machte ein weiterspielen unmöglich.

Calau startete verheißungsvoll in das Spiel, nach einer Eingabe von der rechten Angriffsseite durch Robert Thoran scheiterte Philipp Stolarski, aus Nahdistanz, am Gästekeeper. Auch die zweite Chance im Spiel hatte der Youngster, diesmal versuchte er es mit einem strammen Fernschuss und fand seinen Meister in Steven Noack. Dann war es Robert Thoran der sich zweimal versuchte, erst verzog er aus aussichtsreicher Position, später kam sein Schuss an der vielbeinigen Abwehr nicht vorbei. Mit zunehmender Spieldauer zogen sich die Gäste immer tiefer in die eigene Hälfte zurück. Die Heimelf tat sich schwer Torchancen heraus zu spielen. Eine gute hatte man noch vor der Pause, gleich vier SV-Kicker probierten sich hintereinander aus ein Tor zu erzielen und immer wieder war ein Abwehr-Bein oder der Torhüter zur Stelle. Also ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen. 

Im zweiten Abschnitt verflachte das Spiel zunehmender. Calau fand kein Mittel das Abwehr-Bollwerk zu durchbrechen.Erst eine Standardsituation in der 63. Minute brachte das erlösende 1:0, einen Freistoß von Johannes Linner verwertete Stürmer Robert Thoran. Im Anschluss hatte die Landesklasse-Reserve ihre beste Phase im Spiel, sie hatte nun zum Teil sogar mehr vom Spiel. Zehn Minuten vor dem Ende dann fast die Entscheidung, wieder ging ein Freistoß von Linner voraus. Diesmal fand er Dennis Glaeske, doch der schoss am Gehäuse vorbei. Den Schlusspunkt im letzten Heimspiel der Saison, setzte Toni Richter, der mit seinem satten Schuss den Querbalken erschüttern ließ. 

SV Calau tat sich schwer gegen ein in Unterzahl spielenden und tiefstehenden Gast aus Golßen. Zum letzten Spiel der Saison reist man am kommenden Sonntag zum TSV aus Missen.

 

ts

 

SV Calau: 10 Torsten Künzel (C); 2 Maik Thonke (ab 60.min 9 Miro Witczak), 3 Frank Lehmann, 5 Martin Bräuer, 6 Sven Bundesmann, 7 Johannes Linner, 8 Maik Druschke, 11 Dennis Glaeske (ab 89.min 18 Matthias Richter), 13 Toni Richter, 14 Robert Thoran, 17 Philipp Stolarski (ab 66.min Robert Rotsch)

Trainer: Thomas Schippan

 

SV 1885 Golßen II: 1Steven Noack; 2 Sven Wrobel, 3 Michael Handke, 4 Oliver Kaeks, 5 Felix Lehmann (C), 6 Tony Reichert, 7 Christopher Damm, 8 Michael Kroll, 11 Philipp Göllnitz, 17 Christian Knöfel

Trainer: Rainer Pießnack

 

Zuschauer: 33

 

Schiedsrichter: Falk Deckwar

 

Tor: 1:0 Robert Thoran (63.)


26. Spieltag: TSV Missen - SV Calau 3:0 (1:0)

 

Saisonabschluss verpatzt


Es war ein besonderer letzter Spieltag, an dem sich der TSV Missen und die SV Calau gegenüber standen, denn nach vielen Jahren wird der FK Spreewald durch eine Fusion mit den FK Elbe-Elster und Senftenberg ab der kommenden Saison als FK Südbrandenburg auftreten.
So besonders dieser Umstand war, so überschaubar war die Bedeutung des Spiels zwischen diesen beiden Teams. Lediglich die Verteidigung der aktuellen Tabellenpositionen sowie ein versöhnlicher Saisonabschluss hießen die Vorgaben vor der Partie.

 

Die Verfolgung dieser Ziele schien TSV in der Anfangsphase ernster zu nehmen, denn sie starteten schwungvoll und die Calauer Defensive war bei der ein oder anderen Strafraumszene mit dem Glück im Bunde.

 

Den Anfangsdruck des Gastgebers überstehend übernahmen die Calauer nach und nach die Spielkontrolle. Vor allem über die rechte Angreifsseite und in Person von Enrico Hausmann wurde die Hintermannschaft der Missener immer öfter vor Probleme gestellt. 
So überraschte es nicht, dass Enrico Hausmann mit einem energischen Dribbling in den Strafraum eindringen konnte, dort durch einen leichten Kontakt zu Fall kam, der einen Elfmeterpfiff zur Folge hatte. Dennis Gläske schnappte sich selbstbewusst das Leder, konnte jedoch mit einem schwachen und unplatzierten Versuch Gordon Handt nicht überwinden (23.).

 

Nach einer halben Stunde war Robert Thoran für die zweite große Möglichkeit der Calauer veranwortlich, als er nach einem Pass aus der eigenen Hälfte seinen Gegenspieler abschüttelte und sich nur noch Missens Schlussmann gegenüber sah. Im letzten Moment legte er sich den Ball etwas zu weit vor und scheiterte ebenfalls an Gordon Handt.

 

Die Rechnung für das Auslassen dieser beiden Chancen folgte fünf Minuten später. Kapitän Karsten Handro wurde zentral in der Calauer Hälfte angespielt, hatte weit und breit keinen Gegenspieler um sich und fasste sich aus rund 30 Metern ein Herz. Der stramme Versuch schlug im rechten Eck zur Führung der Heimelf ein. 

 

Bis zur Pause sahen die 81 Zuschauer noch einen echten Aufreger. Jerome Handts Versuch aus der Drehung konnte von Torsten Künzel entschärft, aber nicht weit genug geklärt werden. In der Folge riss Frank Lehmann Tony Mudrick im Strafraum zu Boden, was den zweiten Elfmeterpfiff an diesem Nachmittag bedeutete. Allerdings hätte Schiedsrichter Mike Guttke vorher ein Foul am Calauer ahnden können, wodurch es nach schmeichelhaften Elfmetern nun Unentschieden stand. 
Andy Gottschling machte es Dennis Glaeske nach, denn auch sein Versuch war weder hart, noch platziert getreten und landete in den Armen von Torsten Künzel.

 

Das überschaubare spielerische Niveau aus Durchgang eins zog sich auch durch weite Teile der zweiten Hälfte, die dennoch keine Langweile aufkommen ließ.

Innerhalb kürzester Zeit hatten Jerome Handt und Tony Mudrick die Möglichkeit, die Führung für ihre Farben zu verdoppeln. Ersterer scheiterte mit einem Flachschuss an Calaus Nummer 10, Tony Mudrick verpasste es, eine 4-gegen-3 Kontersituation sauber zu Ende zu spielen (59.).

 

Auf der anderen Seite war wieder Enrico Hausmann an den nächsten beiden Chancen für die Schwarz-weißen beteiligt, die jeweils aus Freistößen aus dem Halbfeld resultierten. Zunächst setzte er eine zu kurze Abwehr per angedeutetem Fallrückzieher über den Querbalken (63.) und nur zwei Minuten später verpasste er die Hereingabe von Robert Thoran im 5-Meterraum nur um Zentimeter.

 

Die Entscheidung zugunsten der Gastgeber fiel zwischen der 72. und 75. Minute. Ausgangspunkt des zweiten Missener Tores war ein Schuss von Jerome Handt, den Torsten Künzel halten konnte. Tony Mudrick schaltete am schnellsten und brachte den Abpraller ohne Probleme im verwaisten Tor unter. 

 

Dem 3:0 war erneut ein Elfmeterpfiff vorausgegangen. Frank Lehmann bekam das Leder im Sechzehner aus kurzer Distanz an die Hand verursachte somit Strafstoß Nummer drei an diesem Nachmittag. Passend zum Charakter dieser Partie schnappte sich Gordon Handt, seines Zeichens Schlussmann des TSV, den Ball und behielt als einziger Schütze an diesem Nachmittag die Nerven.

 

In der verbleibenden Viertelstunde sehnten die SV-Kicker den Schlusspfiff herbei und hatten Glück, dass der Tabellensiebte das Ergebnis nicht noch höher ausfallen ließ.

Dennoch war die Niederlage, besonders aufgrund der Überlegenheit und des verschossenen Elfmeters in Halbzeit eins, durchaus vermeidbar.

Durch den gleichzeitigen Sieg der TSG Lübbenau bei RW Luckau II rutschten die Calauer einen Platz ab und beenden die Saison mit 27 Zählern auf dem zehnten Rang.

 

ms

 

TSV Missen1 Gordon Handt; 2 Sebastian Bronk, 5 Tony Mudrick, 6 Karsten Handro (C), 7 Jens Kühne, 8 Michael Kupsch, 9 Robert Schönfelder, 10 Jerome Handt, 11 Andy Gottschling (ab 80.min 15 Sebastian Apitz), 13 Marco Hertrampf (ab 65.min 14 Lars Kupsch), 17 Daniel Richter (ab 76.min 4 Sebastian Lehmann)

Trainer: Jürgen Hornick

 

SV Calau: 10 Torsten Künzel (C); 2 Maik Thonke, 3 Frank Lehmann (ab 80.min 18 Matthias Richter), 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 6 Matthias Krzyzanek (ab 65.min 13 Sebastian Richter),  7 Johannes Linner, 8 Levin Kowalewicz, 11 Dennis Gläske (ab 72.min 17 Philipp Stolarski), 14 Robert Thoran, 16 Michael Scheppan

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 81

 

Schiedsrichter: Mike Guttke

1. Assistent: / 2. Assistent: Wilfried Fechner

 

Tore: 1:0 Karsten Handro (35.); 2:0 Tony Mudrick (72.); 3:0 Gordon Handt (75./FE)

 

Besondere Vorkommnisse: Gordon Handt hält Foulelfmeter von Dennis Gläske (23.)

                                        Torsten Künzel hält Foulelfmeter von Andy Gottschling (45.)


Spielerstatistik
Name Po-Sp Ein Aus Min Tore Vorlage G G-R Rot
Torsten Künzel 5 0 1 426 1 1 1 0 0
Frank Lehmann 5 0 1 426 0 0 2 0 0
Robert Thoran 4 0 0 390 1 2 0 0 0
Miro Witczak 4 0 0 390 1 1 3 0 0
Maik Thonke 4 0 0 390 0 0 1 0 0
Enrico Hausmann 4 0 1 355 0 1 1 0 0
Philipp Stolarski 4 2 0 230 1 0 0 1 0
Tobias Michling 3 0 0 300 1 0 0 0 0
Johannes Linner 3 0 0 300 0 1 2 0 0
Martin Bräuer 3 0 1 295 0 0 1 0 0
Dennis Glaeske 3 0 1 269 3 2 1 0 0
Maik Druschke 3 0 1 258 0 0 0 0 0
Sebastian Richter 3 1 1 208 1 0 0 0 0
Matthias Richter 3 3 0 72 0 0 1 0 0
Sven Bundesmann 2 1 0 144 0 0 1 0 0
Tom Schulz 2 0 2 133 0 0 0 0 0
Toni Richter 2 1 1 117 0 0 1 0 0
Robert Rotsch 2 2 0 64 0 0 0 0 0
Rene Rönnpagel 2 1 1 56 0 0 0 0 0
Christian Spiller 1 0 0 120 0 0 0 0 0
Andreas Schippan 1 0 0 90 0 0 0 0 0
Levin Kowalewicz 1 0 0 90 0 0 0 0 0
Marco Kuba 1 0 0 90 0 0 0 0 0
Michael Scheppan 1 0 1 62 0 0 0 0 0
Matthias Krzyzanek 1 1 0 5 0 0 0 0 0


Pokal Vorrunde: Hertha Niewitz – SV Calau 1:2 (0:0)

 

Calau eine Runde weiter

 

 

 

 

In der Pokal-Vorrunde musste die Spielvereinigung aus Calau zur 1.Kreisklasse Mannschaft von Hertha Niewitz reisen. Es war kein leichtes Spiel gegen den Vorjahres sechsten.

Der Kreisligist, der in dieser Partie die Favoritenrolle innehatte, begann engagiert und hatte in der Anfangsphase zwei Gelegenheiten durch Dennis Glaeske. Erst war sein Kopfball zu schwach, wenig später zirkelte er einen Ball von der rechten Strafraumkante auf das Gehäuse.

Die nächste Chance hatte man nach einem langen Abschlag, als sich der Niewitzer- Libero verschätzte und Miro Witczak dadurch den Ball vor die Füße bekam und aus spitzem Winkel nur den Pfosten traf. Danach wurde die Heimelf stärker, versuchte vermehrt mit Weitschüssen zum Erfolg zu kommen. Die beste Einschussmöglichkeit hatten die Gastgeber fünf Minuten vor der Halbzeit, als sie zu dritt Richtung Calau-Tor starteten, aber den Ball nicht an Keeper Tobias Michling vorbei bekamen. Aber auch auf der Gegenseite wurde eine Riesenchance vertan. Eine präzise Flanke von Dennis Glaeske köpfte Robert Thoran völlig freistehend aus 3 Metern an die Latte, von dort sprang ihm der Ball an die Hand und es ging mit einem 0:0 in die Kabine.

SV trauerte der möglichen Führung nicht lange nach und setzte wieder auf Angriff. So scheiterte Neuzugang Maik Druschke zweimal an Hertha´s Schlussmann. Auch Dennis Glaeske konnte den Ball aus Nahdistanz nicht im Tor unterbringen, voraus gegangen war ein fein getretener Freistoß von Miro Witczak. In der 70. Minute dann die überfällige Führung, Dennis Gläske bedient Stürmer Robert Thoran und der markiert aus 15 m das 1:0 für die Gäste. Niewitz warf nun alles nach vorn und hatte in Minute 78 den Ausgleich auf dem Fuß. Bei einem Flankenball verschätzt sich Torwart Michling und der Niewitzer Rene Hannuschke bringt das Kunststück fertig, das Leder aus 1m nicht über die Linie zu buxieren. Auch danach hatte der Gastgeber noch gute Chancen den Ausgleich zu erzielen, doch entweder waren die Abschlüsse zu ungenau oder leichte Beute für den Schlussmann. In der 90. Minute dann ein Konter der Calauer, bei dem Robert Thoran Sturmpartner Miro Witczak bediente und letzterer das entscheidende 2:0 erzielte. In der Nachspielzeit fiel noch der Anschlusstreffer für Niewitz, voraus gegangen war ein Fehler von Torwart Michling. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Günter Jammasch das Spiel ab und die Spieler des Gastes freuten sich über das Erreichen der Hauptrunde. Dort wartet am 07.09. Kreisligist Schwaz-Gelb Boblitz.

 

ts

 

Hertha Niewitz: 22 Stefan Hannuschke; 2 Jens Hannuschke, 5 Andre Schwietzke, 7 Marcel Helmann, 9 Kevin Haarisch (C), 10 Oliver Studier, 13 Silvio Fechner, 14 Robert Paulick, 16 Steven Baatz (ab 46.min 4 Rene Hannuschke), 19 Christopher Gehrhardt (ab 62.min 17 Christian Ceicoschi), 20 Matthias Haupt

Trainer: Mario Baatz

 

SV Calau: 16 Tobias Michling; 2 Maik Thonke, 3 Frank Lehmann, 5 Tom Schulz (ab 53.min 6 Matthias Richter), 8 Maik Druschke, 9 Dennis Glaeske (89.min 7 Rene Rönnpagel), 10 Torsten Künzel (C), 11 Miro Witczak, 14 Robert Thoran, 15 Marko Kuba, 17 Philipp Stolarski

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 21

 

Schiedsrichter: Günter Jammasch

1. Assistent: Roberto Tandel / 2. Assistent: Ralf Britze

             

Tore: 0:1 Robert Thoran (70.); 0:2 Miro Witczak (89.); 1:2 Oliver Studier (90.)


1.Pokalrunde: SG Boblitz – SV Calau 4:5 (2:2)

 

Torflut in der ersten Pokalrunde

 

Nachdem sich SV Calau in der Vorrunde in Niewitz durchgesetzt hatte, musste man in der 1.Runde zum Ligakonkurrenten nach Boblitz reisen.

Die Zuschauer sollten bei dieser Begegnung auf ihre Kosten kommen und 9 Tore zusehen bekommen.

Es ging auch schon in der 9.Minute los mit dem Tore schießen. Der Boblitzer Marcel Trömel eroberte sich im Mittelkreis den Ball, startet ein Solo bis zum Strafraum und schießt den Ball unhaltbar in die Maschen. Calau ließ in der Folge drei Riesenausgleichschancen liegen. Erst in Minute 31 erzielte Dennis Gläske den überfälligen Ausgleich. Nach einem Pass von Enrico Hausmann lief Glaeske allein auf´s Tor und behielt die Nerven. Der Gastgeber antwortete postwendend wieder, war es Marcel Trömel der durch eine Einzelaktion seine Farben in Führung brachte. Calau zeigte sich wenig geschockt und glich erneut durch Dennis Glaeske aus, diesmal kam die Vorarbeit von Miro Witczak. Mit diesem 2:2 Unentschieden ging es dann auch in die Kabine.

Boblitz startete besser im zweiten Abschnitt und SV-Keeper Andreas Schippan konnte sich im 1 gegen 1 auszeichnen. Auf der Gegenseite schlug Torjäger Dennis Glaeske zum dritten Mal zu, diesmal per Kopf, nach einem Eckball von Torsten Künzel. Somit ging der Gast erstmalig in dieser Partie in Führung und baute diese dann auch noch weiter aus. Beim 2:4 konnte Dennis Glaeske als Vorbereiter glänzen, seine präzise Flanke aus vollem Lauf köpfte Sturmpartner Sebastian Richter wuchtig in die Maschen. Durch einen direkt verwandelten Freistoss von Torsten Künzel hatten die schwarz-weißen einen komfortablen 3 Tore-Vorsprung. Dieser wurde innerhalb von 3 Minuten wieder leichtfertig verspielt. Boblitz nutzte den kollektiven Tiefschlaf der Gäste aus und so stand es 4:5. Natürlich warf die Heimelf in der Schlussphase alles nach vorn und erspielte sich noch aussichtsreiche Möglichkeiten. Andreas Schippan im Gästetor stand nun einige Male im Mittelpunkt und musste in höchster Not retten. Die Schusterstädter brachten den knappen Vorsprung über die Zeit und konnten das Erreichen des Achtelfinales feiern.

Schon am nächsten Wochenende kommt es erneut zum aufeinander Treffen mit den Schwarz-Gelben aus Boblitz. Diesmal wird die Partie in Calau ausgetragen und schon um 13 Uhr angepfiffen.

 

ts

 

SG Boblitz: 72 Steven Maßnigk; 6 Andreas Jurischka, 7 Maximilian Lehmann (ab 85.min 5 Andy Pfeiffer, 8 David Philipp (C), 10 Christoph Roske, 12 Johannes Klein, 14 Patrick Herrmann (ab 75.min 9 Marco Gerlach), 15 Marcel Trömel, 19 Maik Wehlan, 22 Toni Krüger (57.min 20 Felix Kullick)

Trainer: Klaus Muschter

 

SV Calau: 16 Andreas Schippan; 2 Maik Thonke, 3 Frank Lehmann (ab 36.min 7 Sven Bundesmann), 4 Enrico Hausmann, 5 Rene Rönnpagel (ab 55.min 17 Philipp Stolarski), 8 Maik Druschke, 9 Dennis Glaeske, 10 Torsten Künzel (C), 11 Miro Witczak, 13 Sebastian Richter, 14 Tom Schulz (ab 80.min 15 Robert Rotsch)

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 47

 

Schiedsrichter: Riko Grasme

1. Assistent: Daniel Kläge / 2. Assistent: Hans-Peter Pfau

 

Tore: 1:0, 2:1 Marcel Trömel (9., 32.); 1:1, 2:2, 2:3 Dennis Glaeske (31., 35., 53.); 2:4 Sebastian Richter (58.); 2:5 Torsten Künzel (65.); 3:5 David Philipp (70.); 4:5 Andreas Jurischka (72.) 


Pokalachtelfinale: SV 1885 Golßen – SV Calau 0:1 (0:0)

 

Calau gewinnt Pokalachtelfinale bei SV 1885 Golßen

An diesem Samstag stand für die SV Calau die nächste Pokalrunde auf dem Programm. Dabei hatte die Losfee den Männern um Trainer Thomas Schippan mit dem Landesklassenvertreter SV Golßen, eine denkbar schwere Aufgabe zum Lösen gegeben.

 

Trotz der schlechten Ergebnisse im bisherigen Verlauf der Saison und der dünnen Personaldecke, hatte man sich fest vorgenommen, an die viel versprechenden Ansätze anzuknüpfen.

Man konnte sich sicher sein, dass man nur mit Kampf- und Laufbereitschaft über die volle Spielzeit der höherklassigen Mannschaft die Stirn bieten kann.

So pfiff Schiedsrichter Hagen Studier bei idealen Witterungsbedingungen  die Partie pünktlich an.

 

Von Beginn an war sichtbar, dass die Turbinen sich an diesem Nachmittag viel vorgenommen hatten und auf keinen Fall das Spiel her schenken wollten. So gelang es in den ersten zwanzig Minuten, durch eine hohe Laufbereitschaft  aller Mannschaftsteile hinweg, das Spiel ausgeglichen zu gestalten und so die spielerische Überlegenheit der Gastgeber zu neutralisieren.

So spielte sich das Geschehen größtenteils im Mittelfeld ab.

 

Überraschender Weise konnte man in dieser Zeit zu einigen guten Chancen kommen. Durch das Stören der Golßener im Spielaufbau konnten viele Balleroberungen verzeichnet werden. So wurde Michling in der 16. Minute von Bräuer steil zur Eckfahne geschickt. Dessen Flanke wurde vom Bein eines Verteidigers gefährlich abgefälscht, so dass der Schlussmann der Hausherren gerade noch so zur Ecke abwehren konnte.

In der 19. Minute eroberte Thoran von einem Abwehrspieler den Ball und spielte blitzschnell auf Michling weiter, der völlig frei 16 Meter vor dem Tor stand. Leider dauerte die Ballverarbeitung des Calauer Stürmers viel zu lange, so dass der Schuss in den Beinen des Libero landete.

Wahrscheinlich die größte Chance auf Seiten der Gäste wurde durch Linner eingeleitet. Nach dessen klugen Pass in den Lauf von Michling lief man zusammen mit Richter auf einen einzigen Abwehrspieler zu. Michling schoss aus vollem Lauf auf das Tor. Der Schuss konnte jedoch ohne Probleme vom Schlussmann der Hausherren pariert werden. Ein Pass zum Mitspieler wäre in dieser Situation wohl aussichtsreicher gewesen.

Ab der 25. Minute nahm dann endgültig die Landesklassenelf das Heft in die Hand. Die Calauer mussten dem hohen Tempo der ersten Minuten Tribut zollen. Man stand nicht mehr nah genug an den gegnerischen Männern, dass diese über außen immer wieder gefährliche Verstöße kreieren konnten. Aushilfstorwart Künzel musste einige Male gefährliche Kopfbälle der Golßener Stürmer entschärfen. Jedoch war das Spiel der Gastgeber wenig variabel, die es immer nur mit Flanken aus dem Halbfeld  probierten. Die Calauer Verteidiger Bräuer, Bundesmann und Lehmann hatten sich darauf aber schnell eingestellt. Außer wenigen ungefährlichen Kopfbällen neben das Tor, ließ man  nur noch wenig bis zur Halbzeit zu.

 

Nach der Halbzeit legten die Calauer los wie die Feuerwehr. In der Pause konnte man wohl wieder Kräfte sammeln.

Nach einem Abschlag von Künzel wurde der Ball von Michling sehenswert zu Stolarski weitergeleitet. Dieser zog an der Strafraumgrenze ab, sein Schuss verfehlte das Tor aber knapp.

Die Heimmannschaft wurde wieder zunehmend im eigenen Spielaufbau gestört, so dass man dort viele Balleroberungen verbuchen konnte. Dadurch ergab sich eine Schussmöglichkeit für Hausmann, dessen Schuss jedoch zu ungenau war.

5 Minuten später setzte sich Witczak nach einer gelungenen Kombination mit Stolarski auf der rechten Seite durch und spitzelte den Ball auf Richter. Dieser konnte jedoch aus 5 Metern den Ball nicht am Schlussmann der Golßener vorbei schieben.

Nach diesen 15 Minuten Druckphase der Gäste bestimmten wieder die Platzherren das Geschehen. Die Calauer wurden wieder weit in die eigene Hälfte gedrängt und konnten kaum noch für Entlastung sorgen. Dennoch gelang es der favorisierten Mannschaft kaum sich zwingende Chancen zu erspielen. Brenzlig wurde es nur nach Standards oder hohen Hereingaben. Die Abnahmen verfehlten aber ihr Ziel oder wurden von Künzel entschärft.

In der 82. Minute wurde einer der seltenen Entlastungsangriffe der Calauer über Hausmann eingeleitet. Dieser spielte einen Pass auf Thoran, der seinen Gegenspieler ausspielte und auf den gegnerischen Libero zu sprintete. Thoran spielte den Ball auf den startenden Stolarski. Der Pass war jedoch viel zu ungenau und landete in den Armen des herausstürmenden Golßener Schussmannes. Zumindest dachten das alle. Kurioser Weise ließ dieser den Ball wieder fallen und spielte ihn sich selber durch die Beine, genau vor die Füße von Stolarski. Dieser hatte dann keine Probleme den Ball in das freie Tor zu schießen.

Die Heimmannschaft warf nun natürlich alles nach vorne, fand aber in der restlichen Zeit kein Mittel gegen die kämpferische Abwehrarbeit der Gäste.

 

Mit diesem glücklichen Auswärtserfolg zieht die SV Calau nicht ganz unverdient, durch die hohe kämpferische Leistung, in die nächste Pokalrunde ein. 

Um auch in der Liga wieder in die Erfolgsspur zu finden, muss man an diese geschlossene Mannschaftsleistung nahtlos anknüpfen.

 

 rt

 

SV 1885 Golßen: 22 Torsten Schmidt; 3 Thomas Nachtigall, 4 Dirk Rösler, 5 Hendrik Fege, 6 Michael Wildt, 8 Ronny Leubner (C), 9 Marcus Schlichting, 10 Ronny Grün (ab 62.min 14 Felix Lehmann), 12 Thomas König, 13 Robert Schade, 17 Sebastian Korb

Trainer: Siegmund Rose

 

SV Calau: 1 Torsten Künzel (C); 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer, 7 Johannes Linner, 8 Philipp Stolarski, 9 Miro Witczak, 10 Sven Bundesmann, 13 Sebastian Richter (ab 90.min Matthias Richter), 14 Robert Thoran, 15 Tobias Michling

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 45

 

Schiedsrichter: Hagen Studier

1. Assistent: Kai Hoffmann / 2. Assistent: Wilhelm Tarnow 

 

Tor: 0:1 Philipp Stolarski (83.)


Pokalviertelfinale: TSV Missen - SV Calau 3:4 n.E. (1:1, 0:0)

 

Sieg im Elfmeterschießen - SVC gewinnt spannendes Viertelfinale knapp

 

 

Zum Viertelfinale des Kreispokals gastierte die Erste beim Ligakontrahenten TSV Missen. Beide Mannschaften setzten sich in den bisherigen Runden ausschließlich auf des Gegners Platz durch, wobei die Missener eine Runde weniger zu absolvieren hatten. Sie siegten jeweils souverän bei Vertretern aus der 1. Kreisklasse: 4:0 in Schlepzig und 7:0 in Lubolz.

Die Calauer qualifizierten sich über einen Vorrundensieg in Niewitz (2:1) sowie Erfolge in Boblitz (5:4) und Golßen (1:0) stets knapp für die nächste Runde – und im Viertelfinale sollte es noch enger als in den Runden zuvor zugehen.

 

Gegenüber dem Sieg bei Golßen II veränderte Thomas Schippan seine Elf auf zwei Positionen. Für den arbeitsbedingt fehlenden Andreas Schippan kehrte Christian Spiller zwischen die Pfosten und Maik Thonke ersetzte Sven Bundesmann als Manndecker.
Positiv auch an diesem Wochenende, dass der Calauer Coach mit fünf Wechselspielern wieder eine breite Bank zur Verfügung hatte, zu der auch Toni Richter gehörte. Er gab im Laufe des Spiels sein Saisondebüt.

 

Auf schwierigem Geläuf startete die Partie verhalten. Missen suchte, gewohntermaßen für eines ihrer Heimspiele, den Weg nach vorne, spielte aber zu fehlerbehaftet und fand zunächst kein Mittel gegen die sichere Defensive der Calauer.
Die wiederrum brachten trotz drei nomineller Angreifer keinen ordentlichen Spielfluss zu Stande, da die Bälle oft überhastet oder zu unpräzise gespielt wurden.

 

Die erste Möglichkeit konnten sie dennoch verbuchen. Robert Thoran hebelte mit einem langen Ball die Viererkette aus und bediente den von außen einlaufenden Enrico Hausmann, der noch so eben von Gordon Handt an den Ball kam. Sein Versuch mit Links auf das fast leere Tor ging aber am selbigen vorbei (11.).

 

Zehn Minuten später setzte der TSV das erste Ausrufezeichen. Nach einem Eckball von der rechten Seite verwertete Jerome Handt den Ball per Direktabnahme und zwang Christian Spiller zu einer Glanzparade, indem er den flachen Schuss reaktionsschnell entschärfen konnte.

 

Die weiteren 25 Minuten bis zum Wechsel sind schnell erzählt: beide Mannschaften lieferten sich ein sehr umkämpftes Spiel, das aber eher das Prädikat „Not gegen Elend“ verdient hat, da es niemand schaffte, wirklich Ordnung in die eigenen Reihen zu bekommen.
Leistungsgerecht ging es mit einem torlosen Unentschieden zum Pausentee.

 

Bis zur ersten Chance in der zweiten Halbzeit dauerte es nicht einmal 120 Sekunden. Johannes Linner brachte von der linken Außenbahn eine Flanke in das Sturmzentrum, die eigentlich sichere Beute für Gordon Handt im Missener Tor hätte sein müssen. Allerdings wurde er von Maik Druschke unter Druck gesetzt und konnte den Ball dadurch nicht festhalten. Calaus Nummer 8 brachte das Spielgerät mit einem direkten Schuss auch auf den Kasten, wo er von einem Verteidiger der Heimelf aber noch entscheidend zur Ecke abgefälscht wurde.

 

In Minute 53 gab es plötzlich die große Gelegenheit für die Missener auf das erste Tor des Tages. Miro Witczak ging auf Höhe der Strafraumkante zu ungestüm gegen Michael Kupsch zu Werke und brachte diesen mit einem Schubser zu Fall.  Schiedsrichter Jens Godlinski stand nur wenige Meter vom Ort des Geschehens entfernt und zeigt sofort auf den Punkt.
Missens Außenstürmer Andy Gottschling trat zum Elfmeter an und verlud Christian Spiller mit einem Schuss in die rechte untere Ecke.

 

Diese Führung wäre in der 56. Minute beinahe schon egalisiert worden. Die Abwehr der Gastgeber bekam das Spielgerät nach einem Eckball nicht aus der Gefahrenzone und Tobias Michling schickte einen flachen Schuss in Richtung langes Eck. Der leicht abgefälschte Ball strich nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei.

 

Bei der nächsten Chance konnte sich Gordon Handt zum ersten Mal an diesem Nachmittag auszeichnen. Torsten Künzel trat zum Freistoß an der linken Außenbahn an. Als viele mit einer Flanke rechneten setzte er seinen Versuch über die Mauer auf das kurze Ecke, wo die Nummer 1 des TSV den Ball noch so eben aus dem Winkel fischen konnte.

 

Diese beiden Aktionen zeigen, dass die Calauer den Ausgleich nun mit aller Macht wollten, doch weitere hochkarätige Einschussmöglichkeiten konnten in der Folge nicht verzeichnet werden.
Einen Aufreger gab es jedoch, als sich Tobias Michling im Strafraum gegen zwei Bewacher durchsetzte und zu Fall gebracht wurde. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb in dieser Situation aber stumm.

 

Die einzig wirklich gefährliche Szene nach dem Elfmetertor hatten die Missener wieder in Person von Andy Gottschling. An der linken Strafraumkante ließ er seinen Gegenspieler aussteigen, setzte seinen strammen Schuss aber knapp über den Kasten.

 

Somit rannte den Gästen Zeit weg, um sich mit einem Treffer doch noch in die Verlängerung zu retten. Dann allerdings kam der Auftritt von Tobias Michling. Mit dem Ball am Fuß legte er von der Mittellinie Meter zurück und jagte das Leder aus rund 30 Metern auf den Kasten. Der ebenso harte wie platzierte Schuss ließ Missenes Schlussmann keine Chance und schlug im rechten oberen Winkel ein. Ein fantastischer Treffer zum perfekten Zeitpunkt – es war die 90. Minute.

 

In einer üppigen, aber angebrachten Nachspielzeit von fünf Minuten riskierte keine Mannschaft noch den Lucky Punch, wodurch es noch einmal 30 Minuten Aufschlag gab.

 

Das Spielgeschehen änderte sich auch in der Verlängerung nicht. Die 120 Zuschauer sahen weiterhin ein Spiel auf Augenhöhe, dass nie hochklassig, aber stets spannend und umkämpft war. Beide Teams kämpften aufopferungsvoll, was sich auch anhand der gelben Karten belegen lässt.  Insgesamt verteilte Jens Godlinski neun Verwarnungen, doch alle Spieler gingen stets fair miteinander um.

 

Im zweiten Abschnitt der Verlängerung besaß jede Mannschaft noch eine große Gelegenheit für den vermutlich entscheidend Treffer. Zunächst setzte sich ein TSV-Angreifer auf der linken Seite durch und brachte eine scharf Hereingabe vor das Tor. Robert Schönfelder hätte wenige Meter vor dem Kasten nur noch den Fuß hinhalten müssen, verpasste die Kugel aber.

 

Fast mit Ablauf der 120 Minuten hatte Tobias Michling ebenfalls das 2:1 auf dem Fuß. Ein Eckball von der linken Seite sprang Calaus 15er am langen Pfosten überraschend vor die Füße, doch er setzte den schwer zu verarbeitenden Ball aus kurzer Distanz knapp über den Querbalken.

Somit kam es zum Äußersten in diesen Pokalfight – der Sieger musste im Elfmeterschießen ermittelt werden.

 

Die Gastgeber mussten vorlegen, doch Jerome Handt setzte den Ball als erster Schütze über den Kasten. Besser machte es Miro Witczak für die Calauer, als er sicher verwandelte.
Der erst in der 120. Minute eingewechselte Sebastian Apitz trat als nächster an und traf zum 1:1. Mit einem schwachen und unplatzierten Elfmeter scheiterte Tobias Michling an Gordon Handt. Andy Gottschling brachte seine Mannschaft das erste Mal in Führung und als auch Johannes Linner nicht treffen konnte, hatte sich das Blatt gewendet.
Nun war Christian Spiller gefragt und er brachte seine Mannschaft tatsächlich mit einer Parade gegen Sebastian Bronk wieder zurück. Als Robert Thoran seinen Elfer sicher versenkte, stand bei jeweils noch einem ausstehenden Schützen 3:3 in der Gesamtrechnung.
Als letzter Missener setzte Kapitän Karsten Handro den Ball neben das Gehäuse und eröffnete Christian Spiller somit die Riesenchance zum entscheidenden Treffer. Calaus Keeper brachte den Ball souverän im Tor unter und wurde beim anschließenden Jubel unter seinen Mitspielern begraben.

 

Ein echter Pokalfight fand nach 120 Minuten plus Elfmeterschießen in den Calauern einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieger. Somit steht der SVC erstmals wieder seit 2006 im Halbfinale des Kreispokals und konnte die letzten sechs Pokalspiele auf fremden Platz für sich entscheiden.


Dennoch ist man unter den letzten vier verbliebenen Mannschaften, zu denen auch die Landesklassenteams Wacker Schönwalde, GW Lübben sowie Kreisliga-Spitzenreiter Altdöbern gehören, klarer Außenseiter. Aber das war man auch schon bei der Partie in Golßen, deren Ausgang bekannt ist.

 

Der TSV hat bereits in der kommenden Woche die Chance zur Revanche für das Pokalaus, wenn man sich zum 13. Spieltag der Kreisliga an der Ziegelstraße gegenüber steht.

 

ms 

 

TSV Missen1 Gordon Handt; 2 Sebastian Bronk, 3 Alexander Bronk, 5 Tony Faden (ab 55.min 4 Patrick Lindner), 6 Karsten Handro, 8 Michael Kupsch (C), 10 Jerome Handt, 11 Andy Gottschling, 12 Daniel Richter (ab 120.min 15 Sebastian Apitz), 13 Marco Hertrampf (90.min 7 Jens Kühne), 14 Robert Schönfelder

Trainer: Jürgen Hornick

 

SV Calau: 1 Christian Spiller (C); 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann (ab 85.min 13 Mathias Richter), 5 Martin Bräuer, 7 Johannes Linner, 8 Maik Druschke (ab 78.min 6 Toni Richter), 9 Miro Witczak, 10 Torsten Künzel (ab 66.min 11 Robert Rotsch), 12 Maik Thonke, 14 Robert Thoran, 15 Tobias Michling 

Trainer: Thomas Schippan

 

Zuschauer: 120

 

Schiedsrichter: Jens Godlinski

1. Assistent: Jens Rumpelt / 2. Assistent: Frank Bohla

 

Tore: 1:0 Andy Gottschling (53./FE); 1:1 Tobias Michling (90.)

 

Elfmeterschießen: Jerome Handt (TSV Missen) verschießt

                           Miro Witczak (SV Calau) trifft zum 1:2

                           Sebastian Apitz (TSV Missen) trifft zum 2:2

                           Tobias Michling (SV Calau) scheitert an Gordon Handt

                           Andy Gottschling (TSV Missen) trifft zum 3:2

                           Johannes Linner (SV Calau) scheitert an Gordon Handt

                           Sebastian Bronk (TSV Missen) scheitert an Christian Spiller

                           Robert Thoran (SV Calau) trifft zum 3:3

                           Karsten Handro (TSV Missen) verschießt

                           Christian Spiller (SV Calau) trifft zum 3:4                        


Pokal-Halbfinale: SV Calau - Wacker Schönwalde 0:2 (0:0)

Dem Favoriten lange Paroli geboten

 

 

 

 

Die Überraschung blieb leider aus. Beim Pokal-Halbfinale gegen Wacker Schönwalde musste sich die Erste vor 217 Zuschauern mit 0:2 geschlagen geben. Nach einer torlosen ersten Halbzeit sorgte ein Eigentor von Levin Kowalewicz für die Führung des Favoriten. In der Folge verstärkten die "Turbinen" ihre Offensivbemühungen, kassierten in der Schlussphase aber den zweiten Treffer. Wacker zog verdient ins Finale ein, hatte mit den gut eingestellten Calauern aber mehr Probleme, als vermutet.

 

SV Calau: 10 Torsten Künzel (C); 2 Michael Scheppan (ab 62.min 13 Sebastian Richter), 3 Frank Lehmann, 4 Enrico Hausmann, 5 Martin Bräuer (ab 85.min 6 Matthias Krzyzanek), 7 Johannes Linner, 8 Levin Kowalewicz, 9 Toni Richter (ab 75.min 17 Philipp Stolarksi), 11 Dennis Glaeske, 14 Robert Thoran, 15 Maik Thonke

Trainer: Thomas Schippan

 

Wacker Schönwalde: 1 Felix Knappe; 3 Andre Possling, 6 Max de Araujo Freitas, 8 Wirlei Jorge Ferreira Junior (ab 62.min 7 Rene Sauerbrei), 11 Bruno Zelder, 12 Sean O'Brien, 14 David Hansel (ab 76.min 9 Rene Krumbiegel), 15 Manuel Pfeiler (ab 41.min 13 Marco Bullan), 17 Arno Zelder, 20 Rene Heppelter, 21 Ken Märting (C)
Trainer: Mike Friedrich

 

Zuschauer: 217

 

Schiedsrichter: Tom Schultchen

1. Assistent: Uwe Andryszak / 2. Assistent: Olaf Mahling

 

Tore: 0:1 Levin Kowalewicz (55./ET); 0:2 Rene Sauerbrei (75.)