Saisonrückblick der Ersten: Hinter den Erwartungen zurück geblieben

 

Was war das für ein Saisonstart? 7:1 im Pokal beim starken Aufsteiger aus Goyatz, 6:1 im Pokal bei Eintracht Koßwig, drei Siege und 10:1 Tore nach den ersten drei Spieltagen. Trotz ambitionierter Ziele im Vorfeld der Spielzeit waren viele sicher von den Leistungen der Spielvereinigung überrascht. Doch einige Wochen später war der starke Saisonbeginn nur noch Makulatur und man fand sich im Mittelfeld der Tabelle wieder. Den Anfang des Absturzes stellte eine 3:1-Niederlage beim Aufsteiger aus Walddrehna dar, bei der man neben dem Spiel mit Enrico Hausmann auch den bis dahin besten Akteur der Calauer verlor. In seinen drei Einsätzen steuerte er bereits je drei Treffer und Vorlagen bei, was verdeutlicht, welche Qualität den Calauern damit im weiteren Verlauf fehlten sollte. Aus den weiteren fünf Partien gelang der Mannschaft nur noch ein Punktgewinn, und zwar zu Hause gegen den Absteiger aus Niewitz. Nach diesem Negativlauf konnten mit Siegen gegen Luckau II und in Boblitz sowie einem Remis gegen Eintracht Wittmannsdorf zwar noch sieben Punkte eingefahren werden, dennoch überwinterte man nach zwei weiteren Niederlagen nur auf Rang 8.

 


Ähnlich verheißungsvoll wie die Hinserie begann auch das Jahr 2015. Gegen die SG Gießmannsdorf gelang ein klarer Heimsieg, dem allerdings wieder ein nicht zu erklärender Einbruch folgte. Wiederrum stand nach weiteren fünf Begegnungen nur ein weiterer Punkt zu Buche (zu Hause gegen Walddrehna), wodurch man den Abstiegsrängen nach und nach gefährlich nah kam. Durch Erfolge in Niewitz und Luckau sowie einem Heimsieg gegen Boblitz konnte sich die Mannschaft aber schnell wieder aus den unteren Regionen verabschieden und beendete die Spielzeit schließlich auf dem achten Rang.

 

Von den gesammelten 30 Punkten wurden 18 Zähler (fünf Siege, drei Unentschieden, fünf Niederlagen, 18:20 Tore) an der heimischen Ziegelstraße gesammelt und zwölf Punkte (vier Siege, neun Niederlagen, 29:35 Tore) auf fremden Sportplätzen eingefahren.  

 

Trainer Thomas Schippen vertraute in den 26 Spielen ganzen 33 Akteuren, von denen Johannes Linner die meisten Einsätze (24) und Minuten (2140) abspulte. Ihm folgen Martin Bräuer, Frank Lehmann und Torsten Künzel mit jeweils 23 Einsätzen. „Oldie“ Lothar Thierbach kam bei einem Einsatz immerhin auf 13 Minuten Spielzeit. Die häufigsten Auswechslungen fallen auf Toni Richter, der sieben Mal vorzeitig den Platz verließ, während Philipp Stolarski und Marten Wittek die Statistik der Einwechslungen anführen (jeweils sechs).

 

Mit elf Toren zeichnete sich Torsten Künzel als treffsicherster Akteur der Spielvereinigung aus, der darüber hinaus noch sieben Vorlagen beisteuerte und somit Top-Scorer seines Teams war. Die Brüder Robert und Paul Thoran konnten jeweils sechs Mal den gegenerischen Keeper überwinden und Miro Witczak avancierte mit beachtlichen elf Vorlagen zu einem der besten Vorbereiter der Liga.

 

 

Doch nicht nur was die Assists angeht, sondern auch in Sachen Verwarnungen ist Miro Witczak ganz oben in der Statistik zu finden. In seinen 21 Einsätzen sammelte Calau‘s Routinier neun Gelbe Karten und damit drei mehr als Frank Lehmann und vier mehr als Paul Thoran. Insgesamt zeigten die Unparteiischen den Calauern mit 57 Verwarnungen ligaweit die meisten. Hinzu kommen zwei Rote Karten (Toni Richter und Torsten Künzel) sowie zwei Gelb-Rote Karten, die Frank Lehmann und Paul Thoran beide im letzten Saisonspiel kassierten. Nach der, was die Fairplay-Wertung angeht, recht erfolgreichen Saison 2013/14 findet man sich nach dieser Spielzeit mit 93 Punkten am Ende dieser Wertung wieder. Zum Vergleich: Meister Sonnewalde kam ohne Platzverweis und mit nur 23 Verwarnungen aus.


Saisonrückblick der Zweiten: Tolle Saison mit Vizemeisterschaft gekrönt

 

Die vor der Saison neugegründete zweite Mannschaft der Spielvereinigung ging mit einer gehörigen Portion Ungewissheit in die neue Spielzeit. Zum einen war das eigene Leistungsvermögen schwer einzuschätzen und zum anderen stand man aufgrund der Reform des Fußballkreises einigen gänzlich neuen und noch unbekannten Mannschaften gegenüber.

 

Den Auftakt in die Saison stellte eine Auswärtspartie bei der ebenfalls neu gegründeten Mannschaft vom Goyatzer SV II dar, dass man mit 6:3 für sich entscheiden konnte. Der positive Start wurde mit drei weiteren Siegen sowie einem Remis fortgeführt, wodurch man sich schnell in der dicht gestaffelten Tabellenspitze etablierte. Einen ersten Dämpfer erlebte die Truppe bei der 3:6-Niederlage in Lübbenau, wobei diese Niederlage allen voran der katastrophalen ersten Halbzeit, in der man bereits mit 0:6 im Rückstand war, geschuldet war. Wer nun einen Einbruch erwartete, sah sich getäuscht. Bis zum Jahreswechsel folgten zwei weitere Siege, aber auch eine herbe 9:2-Niederlage in Kreblitz, die den dritten Platz nach der Hinserie zur Folge hatte.

 

Die zweite Saisonhälfte begann sogar noch erfolgreicher als der Saisonstart. Fünf Siege aus den ersten fünf Spielen in 2015 ließen die Mannschaft zu einem ernsthaften Anwärter um die Meisterschaft werden, auch wenn eine klare Niederlage in Altdöbern erst im Nachhinein am grünen Tisch zugunsten der SVC gewertet wurde, da die Gastgeber einen nicht spielberechtigten Akteur einsetzten. Gerissen ist diese Serie erneut aufgrund einer schwachen Auswärtsleistung, in diesem Fall in Lieberose. Mit 3:8 musste man die weite Heimreise antreten, wobei diese Niederlage auch dem Ausfall aller etatmäßigen Torhüter zuzuschreiben war, wodurch Torjäger Dennis Gläske den Platz zwischen den Pfosten einnehmen musste. Trotz dieser Schlappe hatte man den Ausgang der Meisterschaft nach wie vor selbst in der Hand, musste aber das Duell gegen den Tabellenführer vom SSV Lübbenau unbedingt gewinnen. Leider gelang dieses Unterfangen trotz zweimaliger Führung nicht. Die Spreewälder verließen den Platz nach einem 3:4 als Sieger und entschieden damit praktisch die Meisterschaft. In den verbliebenen zwei Spielen ging es für die Mannschaft von Steffen Schäfer darum Platz zwei zu sichern, was mit einem Erfolg in Hörlitz und einem Unentschieden im abschließenden Spiel gegen den ärgsten Verfolger Kreblitz gelang.

 

 

Somit können alle Spieler, Verantwortlichen und Sympathisanten der Zweiten auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken, in der die Freude über das Erreichen des zweiten Platzes die kurze Trauer um den verpassten Titel deutlich überwiegt. Aus den 18 Partien sammelte man 38 Punkte und erzielte beachtliche 59 Treffer. Das große Manko lag bei 43 Gegentoren vor allem in der Defensive. Bei Betrachtung der Hin- und Rückrunde lässt sich eine ausgeglichene Bilanz erkennen: sechs Siegen stehen jeweils ein Unentschieden und zwei Niederlagen gegenüber. Garant für die sehr gute Platzierung waren die Heimauftritte, in denen man bei 32:12 Toren 22 von möglichen 27 Punkten einfuhr. Von den Auswärtsfahrten kehrte die Mannschaft mit fünf Siegen, einem Remis sowie drei Niederlagen Heim, hatte dabei jedoch ein negative Tordifferenz (27:31) aufzuweisen.

 

Genau wie die erste Männermannschaft der „Turbinen“ kamen bei der Zweiten 33 Spieler im Verlauf der Saison zum Einsatz. Allerdings schaffte es kein Akteur in allen 18 Partien auf dem Feld zu stehen. Robert Rotsch, Matthias Richter und Manuel Jaensch kamen auf je 16 Einsätze, wobei Letztgenannter mit 1440 Minuten die meiste Einsatzzeit verbuchte. Am Ende dieser Statistik befindet sich Maik Peters, der nur eine von 1620 möglichen Minuten aktiv mitwirkte. Sein Teammitglied aus der Altliga, Lothar Thierbach, war der Spieler, der am häufigsten eingewechselt wurde. Bei fünf seiner sechs Einsätze kam er von der Bank, während Marten Wittek bei seinen 15 Einsätzen neun Mal ausgetauscht wurde.

 

Die 59 erzielten Treffer verteilen sich auf neun verschiedene Spieler. Dennis Gläske schloss die Saison mit bemerkenswerten 21 Toren in nur 14 Einsätzen ab und musste sich bei der Jagd nach der Torjägerkanone nur dem Lübbenauer Paul Freund geschlagen geben, der 32 Treffer markierte. Eine ebenfalls beachtliche Quote kann Philipp Stolarski aufweisen, der in seinen zwölf Einsätzen ebenso viele Tore bejubeln durfte. Ihm folgen Robert Rotsch (7) und Manuael Jaensch (6) im internen Vergleich.

 

Einen großen Respekt ist den Akteuren der Zweiten für ihre faire Spielweise zu zollen. Mit nur 14 Gelben Karten und ohne Platzverweis beendete man die Fairplay-Wertung auf dem dritten Rang, knapp hinter dem Goyatzer SV II und Vorwärts Crinitz II, die jeweils zwölf Strafpunkte kassierten.

 

Auch die neue Spielzeit bringt Veränderungen mit sich. Im Vergleich zur vergangenen Saison befinden sich nur noch acht Mannschaften im Klassement, das mit der TSG Lübbenau II, BW Lubolz II und der SpG Sängerstadt III drei neue Mannschaften zählt. Nachdem gegen jeden Gegner die Hin- und Rückspiele absolviert sind, ermitteln die besten Mannschaften der einzelnen Staffeln den Meister der 2. Kreisklassen.        

      

 

Bleibt zu hoffen, dass man in einem Jahr ein ähnlich positives Fazit der Spielzeit ziehen kann und die Spieler sowie alle übrigens Beteiligten eines nicht vergessen: neben dem sportlichen Ehrgeiz sollte die Freude am Kicken nie zu kurz kommen!